Nach dem Schock von 2022 sinken die Erzeugerpreise seit drei Jahren wieder
Der Erzeugerpreisindex sprang 2022 um 29,8 Prozent, ausgelöst vom Energiepreisschock nach Kriegsbeginn in der Ukraine. Seit 2023 fällt er wieder, drei Jahre in Folge. Beim Verbraucher ist von dieser Entspannung wenig angekommen: Dort steigen die Preise weiter, nur langsamer.
Der deutsche Erzeugerpreisindex lag 2025 bei 126,2 Punkten (2021 = 100). Er sprang 2022 um 29,8 Prozent — der stärkste Anstieg der Reihe seit 1970, ausgelöst vom Energiepreisschock nach Kriegsbeginn in der Ukraine — und fällt seit 2023 drei Jahre in Folge. Der Index misst die Fabrikstufe, nicht das Supermarktregal; beim Verbraucher steigen die Preise weiter, nur langsamer. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001.
126,2Indexpunkte (2021=100), Punkte im Erzeugerpreisindex 2025▼ −1,2 % zu 2024
130,1Höchststand 2023▼ −3,0 % bis heute
56Werte in der Reihe, ab 1970
Ein Preisschild, das schneller stieg als jedes andere
Als der Gaspreis 2022 explodierte, war der erste Ort, an dem sich das zeigte, nicht das Supermarktregal. Es war die Fabrikhalle, in der ein Hersteller seine Energiekosten kalkulierte, lange bevor ein einziges fertiges Produkt einen Laden erreichte. Der Erzeugerpreisindex, der genau diese Stufe misst, sprang 2022 um 29,8 Prozent, der stärkste Anstieg der gesamten Reihe seit 1970.
Was danach kam, überrascht: 2023 kletterte der Index nur noch minimal weiter, auf 130,1 Punkte. Seit 2024 fällt er wieder, auf 127,7 und 2025 auf 126,2. Drei Jahre in Folge sinkende Erzeugerpreise, nach dem stärksten Anstieg der Reihe. Beim Verbraucher ist von dieser Entspannung wenig angekommen: Der Verbraucherpreisindex stieg auch 2023, 2024 und 2025 weiter, nur langsamer als 2022.
Punkte im Erzeugerpreisindex in Deutschland, 1970 bis 2025Indexpunkte (2021=100) je JahrQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
Wie sich dieser Rückgang über die Großhandelsstufe, den Einzelhandel und die Landwirtschaft verteilt, zeigt der Rest dieses Dossiers.
Häufige Fragen
Wie entwickeln sich die Erzeugerpreise in Deutschland?
2025 lag der Erzeugerpreisindex bei 126,2 Punkten (2021 = 100) und ist damit das dritte Jahr in Folge gefallen. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001.
Warum stiegen die Erzeugerpreise 2022 so stark?
Der Index sprang um 29,8 Prozent, den stärksten Anstieg seit 1970. Ausgelöst hat ihn der Energiepreisschock nach Kriegsbeginn in der Ukraine, der zuerst in der Produktion ankam.
Warum sinken die Verbraucherpreise nicht, wenn die Erzeugerpreise fallen?
Der Erzeugerpreisindex misst die Fabrikstufe, der Verbraucherpreisindex das Regal. Zwischen beiden liegen Handel, Löhne und Mieten, die weiter steigen.
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Neun weitere Themen: Großhandelsverkaufspreise, Einzelhandelspreise nach Branchen, Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte, Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke, Erzeugerpreise für Rohholz, Einfuhrpreisindex, Ausfuhrpreisindex, Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel, Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte
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