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Preise 26. August 2026 Neue Daten

Erzeugerpreise: zwei Jahre im Minus, seit April 2026 wieder über dem Vorjahr

Einordnung

1,2 Prozent unter dem Vorjahr: 2025 fielen die Erzeugerpreise das zweite Jahr in Folge, ohne dem Stand vor 2022 nahezukommen. Seit dem Frühjahr 2026 steigen sie wieder, zeitgleich mit dem Ölpreis, der sich mit dem Iran-Krieg verteuert hat. Ob und wann das im Laden ankommt, ist offen.

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Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte lag in Deutschland 2025 im Jahresdurchschnitt bei 126,2 Punkten auf dem Basisjahr 2021 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001, Stand 15.10.2026).

✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung Statistisches Bundesamt, Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (61241) Datenstand 15.10.2026 / 08:46:37
Prüfvermerk zu diesem Dossier

Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus neun Tabellen unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

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126,2 Indexpunkte (2021=100), Erzeugerpreisindex 2025 −1,2 % zu 2024
130,1 Höchststand 2023 −3,0 % bis heute
154,3 Erzeugerpreise für Energieversorgung, je Monat, August 2026 +0,8 % zum Vorjahresmonat
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Als der Gaspreis 2022 stieg, zeigte sich das zuerst auf der Rechnung einer Fabrik, lange bevor ein fertiges Produkt im Laden stand. Der Erzeugerpreisindex misst genau diese Stufe: was Hersteller für ihre Waren ab Werk verlangen. 2022 sprang der Index um 29,8 Prozent (Tabelle 61241-0001), mehr als doppelt so stark wie im bis dahin schärfsten Jahr 1974. Danach verbilligte sich vor allem die Energie wieder. Im Februar 2026 lag ihr Erzeugerpreis 28,2 Prozent unter dem Stand vom Januar 2023, und dann begann im März der Iran-Krieg. Seit April 2026 liegt der Index insgesamt wieder über dem Vorjahr.

Fünf Jahrzehnte lang bewegte sich der Index vergleichsweise ruhig. Zwischen 1970 und 2020 stieg er nur in acht Jahren um mehr als fünf Prozent, und in elf Jahren fiel er. Dann kamen 2021 und 2022, und 2023 hielt sich der Index auf diesem Niveau. 2024 und 2025 gab er nach, lag 2025 aber noch 26,2 Prozent über dem Basisjahr 2021. Beim Verbraucher kam diese Entspannung nicht als sinkender Preis an: Der Verbraucherpreisindex stieg 2024 um 2,3 Prozent und 2025 kaum langsamer.

Erzeugerpreisindex in Deutschland, 1970 bis 2025 Indexpunkte (2021=100) je Jahr
0 50 100 150 1970: 32 Indexpunkte (2021=100) 1971: 33,3 Indexpunkte (2021=100) 1972: 34,3 Indexpunkte (2021=100) 1973: 36,5 Indexpunkte (2021=100) 1974: 41,4 Indexpunkte (2021=100) 1975: 43,3 Indexpunkte (2021=100) 1976: 44,9 Indexpunkte (2021=100) 1977: 46,2 Indexpunkte (2021=100) 1978: 46,6 Indexpunkte (2021=100) 1979: 48,9 Indexpunkte (2021=100) 1980: 52,6 Indexpunkte (2021=100) 1981: 56,7 Indexpunkte (2021=100) 1982: 60 Indexpunkte (2021=100) 1983: 60,9 Indexpunkte (2021=100) 1984: 62,6 Indexpunkte (2021=100) 1985: 64,2 Indexpunkte (2021=100) 1986: 62,5 Indexpunkte (2021=100) 1987: 61 Indexpunkte (2021=100) 1988: 61,7 Indexpunkte (2021=100) 1989: 63,7 Indexpunkte (2021=100) 1990: 64,8 Indexpunkte (2021=100) 1991: 66,4 Indexpunkte (2021=100) 1992: 67,3 Indexpunkte (2021=100) 1993: 67,3 Indexpunkte (2021=100) 1994: 67,7 Indexpunkte (2021=100) 1995: 68,9 Indexpunkte (2021=100) 1996: 68 Indexpunkte (2021=100) 1997: 68,8 Indexpunkte (2021=100) 1998: 68,5 Indexpunkte (2021=100) 1999: 67,8 Indexpunkte (2021=100) 2000: 69,9 Indexpunkte (2021=100) 2001: 72 Indexpunkte (2021=100) 2002: 71,5 Indexpunkte (2021=100) 2003: 72,8 Indexpunkte (2021=100) 2004: 73,9 Indexpunkte (2021=100) 2005: 77,2 Indexpunkte (2021=100) 2006: 81,4 Indexpunkte (2021=100) 2007: 82,4 Indexpunkte (2021=100) 2008: 86,9 Indexpunkte (2021=100) 2009: 83,3 Indexpunkte (2021=100) 2010: 84,6 Indexpunkte (2021=100) 2011: 89 Indexpunkte (2021=100) 2012: 90,4 Indexpunkte (2021=100) 2013: 90,4 Indexpunkte (2021=100) 2014: 89,5 Indexpunkte (2021=100) 2015: 87,9 Indexpunkte (2021=100) 2016: 86,4 Indexpunkte (2021=100) 2017: 88,8 Indexpunkte (2021=100) 2018: 91,1 Indexpunkte (2021=100) 2019: 92,1 Indexpunkte (2021=100) 2020: 91,2 Indexpunkte (2021=100) 2021: 100 Indexpunkte (2021=100) 2022: 129,8 Indexpunkte (2021=100) 2023: 130,1 Indexpunkte (2021=100)130,1 2024: 127,7 Indexpunkte (2021=100) 2025: 126,2 Indexpunkte (2021=100)126,2 1970 1980 1990 2000 2010 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Energie ab Werk: vom Tiefpunkt im Februar zurück über das Vorjahr

Die Energieversorgung mit Strom, Gas und Wärme hat eine eigene Reihe (Tabelle 61241-0004). Im Januar 2023 stand sie bei 195,9 Punkten; den tiefsten Stand seither brachte der Februar 2026 mit 140,6. Von dort ging es in drei Sprüngen nach oben: im März um 3,8 Prozent, im Juli um 2,6 und im August um 3,0 Prozent. Mit 154,3 Punkten lag der Index im August zum ersten Mal seit Dezember 2024 wieder über dem Vorjahresmonat.

Der erste Sprung fällt in den Monat, in dem der Iran-Krieg begann. Die Bundesbank beschreibt, wie die Blockade der Straße von Hormus Rohöl und Erdgas um mehr als die Hälfte über ihre Annahmen vom Dezember trieb (Monatsbericht Juni 2026). Ab Werk kam das zuerst über das Öl an. Mineralölerzeugnisse kosteten im März 18,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Erdgas lag ab Werk noch 19,5 Prozent darunter, so das Statistische Bundesamt (Destatis, Mai 2026). Dass der Energieindex im Sommer weiter stieg, passt zu Gas- und Stromverträgen, die mit Verzögerung neu bepreist werden; belegen lässt sich das mit dieser Tabelle nicht.

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Im vollständigen Dossier Grafik: Erzeugerpreise für Energieversorgung, je Monat Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen vier weitere Abschnitte.

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Was Sie darin lesen

  1. Die Grafik zum Abschnitt, den Sie eben gelesen habenGrafik: Erzeugerpreise für Energieversorgung, je Monat
  2. Erzeugerpreise steigen, während die Produktion unter dem Vorjahr bleibtGrafik: Erzeugerpreise gewerblicher Produkte, je Monat
  3. Der Großhandel machte den Sprung mit, den Rückgang nur abgeschwächtGrafiken: Großhandelsverkaufspreise, 1991 bis 2025 · Großhandelsverkaufspreise, je Monat
  4. Unter acht Einzelhandelsbranchen stiegen die Preise seit 2020 an Tankstellen und beim Fleischer am stärkstenGrafik: Einzelhandelspreise nach Branchen 2025
  5. Ab Werk wird es wieder teurer, ob es im Laden ankommt, ist offen

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Häufige Fragen

Sinken die Erzeugerpreise in Deutschland?

Im Jahresdurchschnitt sanken sie 2024 und 2025. Seit April 2026 liegen sie Monat für Monat wieder über dem Vorjahr, nach dem Beginn des Iran-Kriegs im März (Statistisches Bundesamt, Tabellen 61241-0001 und 61241-0002, Stand 18.09.2026).

Wann stiegen die Erzeugerpreise zuletzt so stark wie 2022?

Seit Beginn der Reihe 1970 nie. Den zweitstärksten Anstieg brachte 1974 mit 13,4 Prozent, den drittstärksten 2021 mit 9,6 Prozent (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001, Stand 15.10.2026).

Warum sinken die Verbraucherpreise nicht, wenn die Erzeugerpreise fallen?

Weil beide Indizes verschiedene Körbe messen. Im Verbraucherpreisindex stecken Mieten, Dienstleistungen und eingeführte Waren, die ab Werk nicht vorkommen. 2025 stieg er um 2,2 Prozent, während die Erzeugerpreise sanken (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0001, Stand 10.09.2026).

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