statistik-de.de Amtliche Zahlen, unabhängig aufbereitet
nicht angemeldet Einloggen
Preise 26. August 2026 Neue Daten

Nach dem Schock von 2022 sinken die Erzeugerpreise seit drei Jahren wieder

Der Erzeugerpreisindex sprang 2022 um 29,8 Prozent, ausgelöst vom Energiepreisschock nach Kriegsbeginn in der Ukraine. Seit 2023 fällt er wieder, drei Jahre in Folge. Beim Verbraucher ist von dieser Entspannung wenig angekommen: Dort steigen die Preise weiter, nur langsamer.

Der deutsche Erzeugerpreisindex lag 2025 bei 126,2 Punkten (2021 = 100). Er sprang 2022 um 29,8 Prozent — der stärkste Anstieg der Reihe seit 1970, ausgelöst vom Energiepreisschock nach Kriegsbeginn in der Ukraine — und fällt seit 2023 drei Jahre in Folge. Der Index misst die Fabrikstufe, nicht das Supermarktregal; beim Verbraucher steigen die Preise weiter, nur langsamer. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001.

✓ Geprüfte Quelle Statistisches Bundesamt, Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (61241) Datenstand 30.08.2026 / 10:48:53
126,2 Indexpunkte (2021=100), Punkte im Erzeugerpreisindex 2025 −1,2 % zu 2024
130,1 Höchststand 2023 −3,0 % bis heute
56 Werte in der Reihe, ab 1970

Ein Preisschild, das schneller stieg als jedes andere

Als der Gaspreis 2022 explodierte, war der erste Ort, an dem sich das zeigte, nicht das Supermarktregal. Es war die Fabrikhalle, in der ein Hersteller seine Energiekosten kalkulierte, lange bevor ein einziges fertiges Produkt einen Laden erreichte. Der Erzeugerpreisindex, der genau diese Stufe misst, sprang 2022 um 29,8 Prozent, der stärkste Anstieg der gesamten Reihe seit 1970.

Was danach kam, überrascht: 2023 kletterte der Index nur noch minimal weiter, auf 130,1 Punkte. Seit 2024 fällt er wieder, auf 127,7 und 2025 auf 126,2. Drei Jahre in Folge sinkende Erzeugerpreise, nach dem stärksten Anstieg der Reihe. Beim Verbraucher ist von dieser Entspannung wenig angekommen: Der Verbraucherpreisindex stieg auch 2023, 2024 und 2025 weiter, nur langsamer als 2022.

Punkte im Erzeugerpreisindex in Deutschland, 1970 bis 2025 Indexpunkte (2021=100) je Jahr
0 50 100 150 1970: 32 Indexpunkte (2021=100) 1971: 33,3 Indexpunkte (2021=100) 1972: 34,3 Indexpunkte (2021=100) 1973: 36,5 Indexpunkte (2021=100) 1974: 41,4 Indexpunkte (2021=100) 1975: 43,3 Indexpunkte (2021=100) 1976: 44,9 Indexpunkte (2021=100) 1977: 46,2 Indexpunkte (2021=100) 1978: 46,6 Indexpunkte (2021=100) 1979: 48,9 Indexpunkte (2021=100) 1980: 52,6 Indexpunkte (2021=100) 1981: 56,7 Indexpunkte (2021=100) 1982: 60 Indexpunkte (2021=100) 1983: 60,9 Indexpunkte (2021=100) 1984: 62,6 Indexpunkte (2021=100) 1985: 64,2 Indexpunkte (2021=100) 1986: 62,5 Indexpunkte (2021=100) 1987: 61 Indexpunkte (2021=100) 1988: 61,7 Indexpunkte (2021=100) 1989: 63,7 Indexpunkte (2021=100) 1990: 64,8 Indexpunkte (2021=100) 1991: 66,4 Indexpunkte (2021=100) 1992: 67,3 Indexpunkte (2021=100) 1993: 67,3 Indexpunkte (2021=100) 1994: 67,7 Indexpunkte (2021=100) 1995: 68,9 Indexpunkte (2021=100) 1996: 68 Indexpunkte (2021=100) 1997: 68,8 Indexpunkte (2021=100) 1998: 68,5 Indexpunkte (2021=100) 1999: 67,8 Indexpunkte (2021=100) 2000: 69,9 Indexpunkte (2021=100) 2001: 72 Indexpunkte (2021=100) 2002: 71,5 Indexpunkte (2021=100) 2003: 72,8 Indexpunkte (2021=100) 2004: 73,9 Indexpunkte (2021=100) 2005: 77,2 Indexpunkte (2021=100) 2006: 81,4 Indexpunkte (2021=100) 2007: 82,4 Indexpunkte (2021=100) 2008: 86,9 Indexpunkte (2021=100) 2009: 83,3 Indexpunkte (2021=100) 2010: 84,6 Indexpunkte (2021=100) 2011: 89 Indexpunkte (2021=100) 2012: 90,4 Indexpunkte (2021=100) 2013: 90,4 Indexpunkte (2021=100) 2014: 89,5 Indexpunkte (2021=100) 2015: 87,9 Indexpunkte (2021=100) 2016: 86,4 Indexpunkte (2021=100) 2017: 88,8 Indexpunkte (2021=100) 2018: 91,1 Indexpunkte (2021=100) 2019: 92,1 Indexpunkte (2021=100) 2020: 91,2 Indexpunkte (2021=100) 2021: 100 Indexpunkte (2021=100) 2022: 129,8 Indexpunkte (2021=100) 2023: 130,1 Indexpunkte (2021=100)130,1 2024: 127,7 Indexpunkte (2021=100) 2025: 126,2 Indexpunkte (2021=100)126,2 1970 1980 1990 2000 2010 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Wie sich dieser Rückgang über die Großhandelsstufe, den Einzelhandel und die Landwirtschaft verteilt, zeigt der Rest dieses Dossiers.

Häufige Fragen

Wie entwickeln sich die Erzeugerpreise in Deutschland?

2025 lag der Erzeugerpreisindex bei 126,2 Punkten (2021 = 100) und ist damit das dritte Jahr in Folge gefallen. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001.

Warum stiegen die Erzeugerpreise 2022 so stark?

Der Index sprang um 29,8 Prozent, den stärksten Anstieg seit 1970. Ausgelöst hat ihn der Energiepreisschock nach Kriegsbeginn in der Ukraine, der zuerst in der Produktion ankam.

Warum sinken die Verbraucherpreise nicht, wenn die Erzeugerpreise fallen?

Der Erzeugerpreisindex misst die Fabrikstufe, der Verbraucherpreisindex das Regal. Zwischen beiden liegen Handel, Löhne und Mieten, die weiter steigen.

Das vollständige Dossier

28,00 €
  • Neun weitere Themen: Großhandelsverkaufspreise, Einzelhandelspreise nach Branchen, Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte, Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke, Erzeugerpreise für Rohholz, Einfuhrpreisindex, Ausfuhrpreisindex, Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel, Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte
  • Sämtliche Werte als Tabelle und als 10 CSV-Dateien
  • Alle 10 Grafiken als SVG und PNG, in Druckauflösung
  • Zitiervorschlag in vier Formaten, fertig zum Einsetzen
Das Guthaben reicht nicht. Bitte zuerst aufladen.
Guthaben aufladen, dann kostet jeder Abruf einen Klick

Kein Abonnement, keine Kündigungsfrist. Der Betrag wird vom Guthaben abgebucht. Veröffentlichen dürfen Sie die Zahlen ohnehin, das erlaubt die Datenlizenz Deutschland jedem. Sie kaufen die fertige Aufbereitung, nicht das Recht.