1995 starben 9.454 Menschen auf deutschen Straßen. 2025 waren es noch 2.832, ein Rückgang um gut 70 Prozent in 30 Jahren. Keine einzelne Reform erklärt das: Gurtpflicht, Airbags, Tempo 30 vor Schulen, schnellere Rettungsketten, das alles zusammen. Wer eine Zahl sucht, die zeigt, dass sich etwas wirklich ändern lässt, findet sie zuerst hier.
Andere Reihen erzählen eine ähnliche Geschichte. Die Treibhausgasemissionen sind von 857 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent im Jahr 2000 auf 602 Millionen im Jahr 2024 gesunken, ein Minus von knapp 30 Prozent. Die Industrie verbraucht heute rund 15 Prozent weniger Energie als 2008, 3,28 statt 3,86 Milliarden Gigajoule. Selbst die Abfallmenge in deutschen Entsorgungsanlagen ist zwischen 2017 und 2024 von 417 auf 367 Millionen Tonnen gefallen. Vier Reihen, eine Richtung.
Eine fünfte bricht aus diesem Muster aus, und ausgerechnet die, an der die Verkehrspolitik seit Jahren am lautesten arbeitet. Der Güterverkehr auf der Schiene lag 2005 bei 316 Millionen Tonnen, 2025 bei 328 Millionen. 20 Jahre, kaum drei Prozent Zuwachs. Die Verlagerung von der Straße auf die Schiene gilt seit Langem als politisches Ziel, mit eigenen Förderprogrammen und eigenen Zielmarken. In der Zahl selbst ist davon wenig angekommen.
Jede dieser Reihen trägt ihre eigene Vorsicht: wie Getötete im Straßenverkehr gezählt werden, warum die Emissionsbilanz der Umweltökonomischen Gesamtrechnung von der offiziellen Klimabilanz abweicht, welche kleineren Anlagen der Energiestatistik entgehen. Wer sie einzeln aufruft, findet diese Einordnung direkt bei der jeweiligen Zahl. Die Frage, die über allen fünf Reihen steht, bleibt trotzdem dieselbe: Wenn fast alles leiser, sauberer und sparsamer wird, was hält ausgerechnet die Schiene zurück?
Reihen in diesem Bereich
Fortlaufende Kennzahlen, vollständig frei abrufbar.
Die Dossiers zu diesem Thema
Abfall in deutschen Entsorgungsanlagen gibt es frei als Reihe. Daneben legt dieses Dossier die beiden anderen Stoffströme, die eine Volkswirtschaft messbar machen: die Wasserabgabe an Letztverbraucher, bundesweit und nach Ländern, und die Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern.
Wie viel Energie die Industrie verbraucht, steht frei in der Reihe Energieverbrauch der Industrie in Deutschland. Hier kommt die Versorgungsseite dazu: Strom- und Gasabsatz, Investitionen und Beschäftigte der Versorger, die Eigenerzeugung der Industrie sowie Klärgas und Geothermie.
Umweltschutz kostet und bringt zugleich ein. Dieses Dossier zeigt beides: den Umsatz mit Umweltschutzgütern und die Zahl der Beschäftigten dahinter, die Investitionen der Betriebe, die Rohstoffmenge, die die Wirtschaft dem heimischen Boden entnimmt, und den Holzzuwachs als eine der Leistungen, die Ökosysteme erbringen.
Bei Straßenverkehrsunfällen Getötete heißt die freie Reihe, die den Preis des Verkehrs zählt. Dieses Dossier zählt den Verkehr selbst: Schienennetz und Straßenlänge, Kraftfahrzeugbestand, Güter auf Straße und Wasser, Binnenschifffahrt und Luftverkehr, acht Themen.
Noch offene Basisfragen dieses Bereichs
Was wir verbrauchen und was davon zurückbleibt, wird an vielen Stellen gemessen und selten an einer. Die Zahlen kommen aus der Energiewirtschaft, aus dem Verkehr, aus der Abfallwirtschaft und aus einer Gesamtrechnung, die alles zusammenführt.
2 von 7 Fragen dieses Bereichs haben noch keine
eigene fortgeschriebene Reihe. Hier steht die Statistiknummer, unter der die Antwort
liegt, gegen die Schnittstelle des Bundesamtes geprüft.
Woher kommt der Strom?
noch keine eigene Reihe
Die Monatserhebung erfasst Anlagen ab einer Mindestleistung. Kleine Photovoltaikanlagen auf Dächern sind darin nicht vollständig enthalten, und ihr Anteil wächst.
43311 43312 43111
geprüfte Statistiken des Bundesamtes
Wie viel Fläche wird neu bebaut?
noch keine eigene Reihe
Die Erhebung folgt dem Liegenschaftskataster, nicht der Bautätigkeit. Umwidmungen erscheinen deshalb mit Verzögerung und manchmal sprunghaft.
33111
geprüfte Statistiken des Bundesamtes
Der Katalog hinter diesem Bereich
Der amtliche Name steht links, darunter die Wörter, mit denen Menschen tatsächlich danach
suchen. Diese Übersetzung ist nötig, weil die Suche des Bundesamtes ihre eigenen
Tabellentitel nicht findet: Der Begriff Bevölkerung liefert dort null Treffer.
Häufige Fragen
Wie viele Menschen sterben im deutschen Straßenverkehr?
2.832 Getötete, Stand 2025, +2,2 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 46241-0003.
Wie viel Abfall fällt in Deutschland an?
367,4 Millionen Tonnen, Stand 2024, −4,4 % gegenüber 2023. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 32111-0001.
Wie viel Fracht bewegt der Güterverkehr?
327.952.226 Tonnen, Stand 2025, −2,8 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 46131-0001.
Wie viele Treibhausgase stößt Deutschland aus?
601.814.741,7 Tonnen CO2-Äquivalent, Stand 2024, −2,8 % gegenüber 2023. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 85111-0004.
Wie viel Energie verbraucht die Industrie?
3.283.786.578,8 Gigajoule, Stand 2024, +2,0 % gegenüber 2023. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 43531-0001.