601,8 Millionen Tonnen Treibhausgase, gerechnet in CO2-Äquivalenten, hat Deutschland 2024 ausgestoßen, so wenig wie in keinem Jahr seit Beginn der Reihe 2000. Damals waren es 857,2 Millionen Tonnen, der höchste Wert fiel 2007 mit 880,8 Millionen. Seit 2000 ist der Ausstoß um 29,8 Prozent gesunken, und der größte Teil davon fällt in wenige Jahre: 2017 lag er noch bei 832,7 Millionen Tonnen, 2020 bei 651,1 Millionen.
Die Industrie verbrauchte 2024 insgesamt 3,28 Milliarden Gigajoule Energie, 15,0 Prozent weniger als 2008 mit 3,86 Milliarden. Der tiefste Wert der Reihe liegt 2023, 2024 stieg der Verbrauch wieder leicht. Die Abfallmenge in deutschen Entsorgungsanlagen fällt dagegen ohne Unterbrechung: 421,4 Millionen Tonnen waren es 2018, 367,4 Millionen 2024, jedes Jahr etwas weniger als im Jahr davor.
Eine Reihe wächst. Aus erneuerbaren Quellen speisten die Anlagen 2025 zusammen 257,9 Millionen Megawattstunden ins Netz ein, 2018 waren es 207,2 Millionen, ein Plus von 24,5 Prozent. Gezählt wird dabei, was ins Netz geht; Strom vom eigenen Dach, den ein Haushalt selbst verbraucht, steht in dieser Zahl nicht.
Jede dieser Reihen trägt ihre eigene Vorsicht, etwa warum die Emissionsbilanz der Umweltökonomischen Gesamtrechnung von der offiziellen Klimabilanz abweicht. Eine Frage beantworten sie auch zusammen nicht: Ob hinter weniger Ausstoß, weniger Verbrauch und weniger Abfall ein Umbau steht oder schlicht weniger Produktion. Welche der beiden Erklärungen trägt noch, wenn die Wirtschaft wieder wächst?
Reihen in diesem Bereich
Fortlaufende Kennzahlen, vollständig frei abrufbar.
Die Dossiers zu diesem Thema
Abfall in deutschen Entsorgungsanlagen gibt es frei als Reihe. Daneben legt dieses Dossier die beiden anderen Stoffströme, die eine Volkswirtschaft messbar machen: die Wasserabgabe an Letztverbraucher, bundesweit und nach Ländern, und die Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern.
Wie viel Treibhausgas die deutsche Wirtschaft ausstößt, zeigt die freie Reihe. Hier stehen die fünf anderen Gesamtgrößen derselben Erhebung daneben: private Haushalte, Inländer- und Territorialkonzept, Landnutzung und die Zahl nach dem Kyoto-Protokoll. Dazu die vier Gase, die Entstehungsart und acht Wirtschaftsabschnitte.
Wie viel Energie die Industrie verbraucht, steht frei in der Reihe Energieverbrauch der Industrie in Deutschland. Hier kommt die Versorgungsseite dazu: Strom- und Gasabsatz, Investitionen und Beschäftigte der Versorger, die Eigenerzeugung der Industrie sowie Klärgas und Geothermie.
Wie viel Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz kommt, steht frei in der Reihe Strom aus erneuerbaren Energien. Das Dossier legt daneben, was diese Zahl erst lesbar macht: die gesamte Einspeisung als Nenner, den Anteil je Jahr, die einzelnen Träger von Windkraft bis Erdgas, die installierte Leistung und die Zahl der Anlagen, dazu Ein- und Ausfuhr von Strom seit 1991.
Umweltschutz kostet und bringt zugleich ein. Dieses Dossier zeigt beides: den Umsatz mit Umweltschutzgütern und die Zahl der Beschäftigten dahinter, die Investitionen der Betriebe, die Rohstoffmenge, die die Wirtschaft dem heimischen Boden entnimmt, und den Holzzuwachs als eine der Leistungen, die Ökosysteme erbringen.
Noch offene Basisfragen dieses Bereichs
Was wir verbrauchen und was davon zurückbleibt, wird an vielen Stellen gemessen und selten an einer. Die Zahlen kommen aus der Energiewirtschaft, aus der Abfallwirtschaft und aus einer Gesamtrechnung, die alles zusammenführt.
1 von 5 Fragen dieses Bereichs haben noch keine
eigene fortgeschriebene Reihe. Hier steht die Statistiknummer, unter der die Antwort
liegt, gegen die Schnittstelle des Bundesamtes geprüft.
Der Katalog hinter diesem Bereich
Der amtliche Name steht links, darunter die Wörter, mit denen Menschen tatsächlich danach
suchen. Diese Übersetzung ist nötig, weil die Suche des Bundesamtes ihre eigenen
Tabellentitel nicht findet: Der Begriff Bevölkerung liefert dort null Treffer.