2,95 Millionen Menschen waren 2025 in Deutschland arbeitslos gemeldet, der dritte Anstieg in Folge seit dem Tiefpunkt 2022 und beinahe wieder auf dem Stand von 2013. Die Arbeitslosenquote stieg im selben Zeitraum von 5,3 auf 6,3 Prozent. Zugleich meldete die Bundesagentur immer weniger offene Stellen, von 844.796 im Jahr 2022 auf 631.814 im Jahr 2025: zwei Seiten derselben Verschiebung.
Auf der anderen Seite dieses Marktes stehen 45,7 Millionen Erwerbstätige, nach einem vorläufigen Höchststand im Jahr davor der erste kleine Rückgang seit der Pandemie. Nur 35,0 Millionen davon haben eine sozialversicherungspflichtige Stelle. Die Lücke von knapp elf Millionen sind Selbständige, Beamte, Minijobber und mithelfende Angehörige, Menschen, die arbeiten, ohne in dieser einen Zahl aufzutauchen.
Wie sich Arbeit selbst über die Jahre verändert, zeigt eine vierte Reihe, die tarifliche Wochenarbeitszeit: 38,3 Stunden 2010, 38,5 Stunden 2025, praktisch unverändert. Der tarifliche Monatsverdienst ist im selben Zeitraum um 47 Prozent gestiegen. Tarifverhandlungen drehen sich fast ausschließlich um den Preis einer Arbeitsstunde, kaum um ihre Zahl.
Vier Reihen, eine Frage mit zwei Antworten. Mehr Arbeitslose, weniger offene Stellen, und trotzdem beinahe so viele Erwerbstätige wie nie zuvor, bei einer Arbeitszeit, die sich seit anderthalb Jahrzehnten kaum bewegt. Kühlt sich der Arbeitsmarkt ab, oder verschiebt er sich nur zwischen denen, die eine Stelle haben, und denen, die gerade keine finden?
Reihen in diesem Bereich
Fortlaufende Kennzahlen, vollständig frei abrufbar.
Die Dossiers zu diesem Thema
Die Zahl der Arbeitslosen steht frei in der Reihe Arbeitslose in Deutschland. Das Dossier legt daneben, was sie einordnet: die Quote statt der Fallzahl, Monat für Monat seit 2005, den Ost-West-Vergleich, die Länder und eine Rangfolge der Spitzen und Schlusslichter unter 400 Kreisen.
Wie lang eine tarifliche Arbeitswoche ist, zeigt die freie Reihe Tarifliche Wochenarbeitszeit in Deutschland. Was diese Stunden kosten, steht hier: der tarifliche Monatsverdienst mit und ohne Sonderzahlungen, dazu der Vergleich von neun Branchen.
Erwerbslos ist nach dem Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation, wer keine Arbeit hat, eine sucht und sofort anfangen könnte, ob bei der Arbeitsagentur gemeldet oder nicht. Die Quote, die Erwerbslosen, Erwerbspersonen und Erwerbstätigen Monat für Monat seit 2010 und die Dauer der Erwerbslosigkeit.
Erwerbstätige in Deutschland gibt es frei als Reihe. Wer diese Menschen sind, steht hier: sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Geschlecht, Alter und Berufsabschluss, dazu die Zählung nach Arbeitsort statt nach Wohnort.
Wie viele offene Stellen die Betriebe der Bundesagentur melden und wie viele Beschäftigte in Kurzarbeit sind, Jahr für Jahr seit 1991 und Monat für Monat seit 2005. Beide Zahlen zeigen die Lage der Betriebe früher als die Zahl der Arbeitslosen.
Der Katalog hinter diesem Bereich
Der amtliche Name steht links, darunter die Wörter, mit denen Menschen tatsächlich danach
suchen. Diese Übersetzung ist nötig, weil die Suche des Bundesamtes ihre eigenen
Tabellentitel nicht findet: Der Begriff Bevölkerung liefert dort null Treffer.