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Wirtschaft

Wie geht es den Betrieben, und was leistet das Land?

4 Themen 55 geprüfte Tabellen 4 Reihen 8 Dossiers Amtliche Bereiche 42, 45, 47, 48, 51, 52, 53, 81, 82

Wer 2025 ein Gewerbe anmeldete, tat das in einer Wirtschaft, die sich kaum noch bewegte. 762.391 Anmeldungen zählte das Statistische Bundesamt, mehr als in jedem Jahr seit mindestens 2015. Die Gesamtwirtschaft dahinter wuchs im selben Jahr preisbereinigt um ganze 0,2 Prozent, von 3.645,6 auf 3.654,0 Milliarden Euro. Mehr neue Betriebe bei einer Wirtschaft, die praktisch stillsteht, heißt: Sie müssen sich einen Platz in einem Markt suchen, der insgesamt kaum größer wird.

Wie viele das nicht schaffen, zeigt die Kehrseite derselben Statistik. 131.005 Insolvenzverfahren wurden 2025 beantragt, so viele wie in keinem Jahr seit Beginn dieser Zählung 2015. 2020 waren es nur 75.044, aber diese Zahl täuscht: Der Gesetzgeber hatte während der Pandemie die Pflicht, rechtzeitig Insolvenz anzumelden, zeitweise ausgesetzt. Die niedrige Zahl von damals war eine Verwaltungsentscheidung, keine wirtschaftliche Erholung. Was seither an Fällen aufgeschoben wurde, zeigt sich jetzt.

Nach draußen sieht die Bilanz anders aus. 1970 exportierte Deutschland Waren im Wert von 64,1 Milliarden Euro, 2025 waren es 1.564,2 Milliarden, rund 24-mal so viel. Selbst der Einbruch der Pandemiejahre hinterließ kaum eine Delle: 2020 lag der Wert bei 1.206,9 Milliarden Euro, höher als 2015. Der Außenhandel wächst also weiter, während die Gesamtwirtschaft stagniert: ein Hinweis darauf, dass sich die Schwäche vor allem im Inland zeigt, nicht im Verhältnis zum Ausland.

Ein viertes Signal kommt aus der Dienstleistung im eigenen Land. 497,4 Millionen Übernachtungen zählten deutsche Beherbergungsbetriebe 2025, mehr als die 495,6 Millionen von 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie. Dass diese Zahl erst 2025 wieder über ihren alten Stand kletterte, nachdem sie 2020 auf 302,3 Millionen eingebrochen war, zeigt, wie lange eine Branche braucht, um einen einzigen schlechten Jahrgang aufzuholen: fünf Jahre für eine Zahl, die am Ende nur wieder dort ankam, wo sie schon einmal war.

Vier Zahlen, vier verschiedene Antworten auf dieselbe Frage. Mehr Gründungen, mehr Pleiten, mehr Exporte, mehr Übernachtungen, mitten in einer Gesamtwirtschaft, die sich kaum bewegt. Einzelne Teile der deutschen Wirtschaft laufen dabei in unterschiedliche Richtungen, gleichzeitig. Wer fragt, wie es den Betrieben geht, bekommt deshalb keine einzelne Antwort, sondern die Wahl zwischen mehreren Zahlen, die alle wahr sind: Welche davon soll gelten, die der neuen Betriebe, die der untergegangenen, oder die des Landes, das trotzdem kaum wächst?

Bruttoinlandsprodukt Deutschlands, 1991 bis 2025 Milliarden Euro je Jahr
0 1.000 2.000 3.000 4.000 1991: 2.433,673 Milliarden Euro 1992: 2.482,709 Milliarden Euro 1993: 2.458,365 Milliarden Euro 1994: 2.522,354 Milliarden Euro 1995: 2.560,608 Milliarden Euro 1996: 2.587,039 Milliarden Euro 1997: 2.635,031 Milliarden Euro 1998: 2.690,326 Milliarden Euro 1999: 2.747,707 Milliarden Euro 2000: 2.826,65 Milliarden Euro 2001: 2.872,903 Milliarden Euro 2002: 2.866,296 Milliarden Euro 2003: 2.850,994 Milliarden Euro 2004: 2.884,38 Milliarden Euro 2005: 2.909,766 Milliarden Euro 2006: 3.022,095 Milliarden Euro 2007: 3.109,385 Milliarden Euro 2008: 3.137,206 Milliarden Euro 2009: 2.962,975 Milliarden Euro 2010: 3.085,737 Milliarden Euro 2011: 3.202,239 Milliarden Euro 2012: 3.218,236 Milliarden Euro 2013: 3.233,19 Milliarden Euro 2014: 3.305,525 Milliarden Euro 2015: 3.364,298 Milliarden Euro 2016: 3.441,154 Milliarden Euro 2017: 3.540,964 Milliarden Euro 2018: 3.584,782 Milliarden Euro 2019: 3.623,732 Milliarden Euro 2020: 3.477,67 Milliarden Euro 2021: 3.615,386 Milliarden Euro 2022: 3.682,853 Milliarden Euro3.682,853 2023: 3.645,641 Milliarden Euro 2024: 3.645,641 Milliarden Euro 2025: 3.653,988 Milliarden Euro3.653,988 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 81000-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 81000-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

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Fortlaufende Kennzahlen, vollständig frei abrufbar.

Die Dossiers zu diesem Thema

Die deutsche Ausfuhr seit 1970 ist im Dossier selbst frei einsehbar, ohne Kauf. Bezahlt ist die Gegenrichtung und das Gewicht: die Einfuhr, dazu Aus- und Einfuhr in Tonnen statt in Euro, also die Frage, ob mehr Handel mehr Ware bedeutet oder nur höhere Preise für dieselbe Menge.

Gewerbeanmeldungen in Deutschland ist frei abrufbar. Hier kommt das Gegenstück dazu, ohne das die Zahl wenig sagt: die Abmeldungen desselben Jahres, dazu vier Rangfolgen nach Grund, Rechtsform, Art der Niederlassung und Geschlecht, und die Kreisebene.

Der Auftragseingang des Verarbeitenden Gewerbes ist im Dossier selbst frei einsehbar, ohne Kauf. Bezahlt ist, was ihn erklärt: die Monatswerte seit 1991, die Herkunft der Aufträge nach Inland und Eurozone, der Einzelhandelsumsatz nominal und preisbereinigt, dazu Beschäftigte und Umsatz nach Branchen, Produktion, Auftragsbestand, dessen Reichweite in Monaten und der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex als Frühindikator für die gesamte Industrie.

Beantragte Insolvenzverfahren zählt die freie Reihe, Monat für Monat. Dieses Dossier fragt, wer dahintersteht und was auf dem Spiel steht: die Forderungssumme, die betroffenen Arbeitnehmer, Branche, Rechtsform und Alter der Unternehmen, dazu eine Rangfolge der Spitzen und Schlusslichter unter 400 Kreisen.

Die Bruttowertschöpfung steht frei im Kopf des Dossiers, das Bruttoinlandsprodukt ohne den Steuer- und Subventionsanteil des Staates. Bezahlt ist der Rest der Rechnung: Gütersteuern, Gütersubventionen, ihr Anteil an der Wirtschaftsleistung über 35 Jahre, die Aufteilung derselben Wertschöpfung auf zehn Wirtschaftsbereiche und das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner.

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Die Bruttowertschöpfung aller deutschen Unternehmen steht frei im Kopf des Dossiers. Bezahlt ist der Rest: die Aufteilung nach Unternehmensgröße, eine Rangfolge der Wirtschaftszweige nach Unternehmenszahl, und drei Umsatzindizes aus Dienstleistungsbereich, Großhandel und Gastgewerbe, die zusammen zeigen, wie unterschiedlich sich einzelne Branchen seit 1994 entwickelt haben.

Das Bruttoinlandsprodukt selbst steht frei in der Reihe Bruttoinlandsprodukt Deutschlands. Dieses Dossier nimmt die Verwendungsseite: die Wachstumsbeiträge von Konsum, Investitionen und Außenbeitrag, dazu die Konsumausgaben der privaten Haushalte nach elf Verwendungszwecken.

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Der Katalog hinter diesem Bereich

Der amtliche Name steht links, darunter die Wörter, mit denen Menschen tatsächlich danach suchen. Diese Übersetzung ist nötig, weil die Suche des Bundesamtes ihre eigenen Tabellentitel nicht findet: Der Begriff Bevölkerung liefert dort null Treffer.

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Insolvenzstatistik 52411
Gesucht wird danach als: Insolvenzen, Firmenpleiten, Pleiten, Zahlungsunfähigkeit 2 geprüfte Tabellen
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen des Bundes 81000
Gesucht wird danach als: BIP, Bruttoinlandsprodukt, Wirtschaftsleistung, Wirtschaftswachstum, Konjunktur 2 geprüfte Tabellen
Monatserhebung im Tourismus 45412
Gesucht wird danach als: Übernachtungen, Tourismus, Gäste, Hotels, Fremdenverkehr 1 geprüfte Tabelle

Häufige Fragen

Wie viele Insolvenzen gibt es in Deutschland?

10.258 Verfahren, Stand Mai 2026, −7,7 % gegenüber Mai 2025. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 52411-0001.

Wie groß ist die deutsche Wirtschaftsleistung?

3.654 Milliarden Euro, Stand 2025, +0,2 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 81000-0001.

Wie viele Gewerbe werden in Deutschland angemeldet?

66.711 Anmeldungen, Stand Juni 2026, +12,6 % gegenüber Juni 2025. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 52311-0001.

Wie viele Gäste übernachten in Deutschland?

497.411.242 Übernachtungen, Stand 2025, +0,3 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 45412-0001.