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Land- und Forstwirtschaft

Was baut die Landwirtschaft an, und welche Tiere hält sie?

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629.740 landwirtschaftliche Betriebe gab es 1990, 255.010 waren es 2023 und 2024, der tiefste Stand seit Beginn dieser Reihe. Mehr als die Hälfte der Höfe ist damit verschwunden. Was bleibt, ist deutlich größer geworden: Die bewirtschaftete Fläche je Betrieb wuchs im selben Zeitraum von 18,7 auf 64,97 Hektar, mehr als verdreifacht. Die insgesamt landwirtschaftlich genutzte Fläche selbst schwankt dagegen kaum: 17.029.071 Hektar waren es 1991, kurz nach der Wiedervereinigung, 17.257.049 Hektar der Höchststand 1998, aktuell 16.594.900 Hektar. Weniger Betriebe bewirtschaften also im Wesentlichen dieselbe Fläche wie vor drei Jahrzehnten.

Bei der Legehennenhaltung verläuft es umgekehrt. 2015 hielten 1.759 Betriebe Legehennen, 2025 waren es 2.262. Mit ihnen wuchsen auch der Bestand, von 40,2 auf 45,2 Millionen Tiere, und die erzeugte Eiermenge, von 11,8 auf 13,7 Milliarden Stück. Warum ausgerechnet hier mehr statt weniger Betriebe entstehen, sagt die Statistik nicht. Der zeitliche Zusammenhang mit dem schrittweisen Ausstieg aus der konventionellen Käfighaltung liegt nahe. Belegt ist er damit noch nicht.

Die Schweineschlachtung zeigt den gegenteiligen Verlauf wie die Betriebszahl, nur mit anderem Zeitpunkt. Nach ihrem Höchststand 2011 mit 5.598.541 Tonnen ist die Schlachtmenge auf 4.242.335 Tonnen im Jahr 2025 gesunken, ein Rückgang von 24,2 Prozent.

Am stärksten schwankt die Weizenernte. 27.784.700 Tonnen waren es im Rekordjahr 2014, nur 18.526.700 Tonnen 2024, der tiefste Wert der Reihe. 2026 liegt die Ernte bei 20.817.200 Tonnen, wieder nahe diesem Tiefpunkt. Am Ertrag je Hektar liegt das nicht allein: Mit 72 Dezitonnen liegt 2026 im unteren Mittelfeld der Reihe, die zwischen 66,7 und 86,3 Dezitonnen je Hektar liegt. Wenn der Ertrag nicht ungewöhnlich schlecht ausfällt, die Ernte aber schon, muss ein Teil der Erklärung in der angebauten Fläche liegen, nicht allein im Wetter. Eine eigene Flächenreihe für Weizen führt dieses Portal bisher nicht.

Der Wald folgt einer eigenen Statistik, dem Holzeinschlag. 57.261,4 Tausend Kubikmeter wurden 2025 eingeschlagen, deutlich weniger als im Rekordjahr 2021 mit 82.957 Tausend Kubikmetern. Ein Blick auf die Ursache erklärt den Unterschied: 2020 war fast drei Viertel des gesamten Einschlags Schadholz, erzwungen durch die Dürre- und Borkenkäferkrise 2018 bis 2022, kein geplanter Einschlag. Anders als bei den Landwirtschaftsreihen zeigt sich hier deshalb kein Strukturwandel, sondern das Wetter selbst als stärkster Ausschlag in der Zeitreihe.

Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland, 1990 bis 2024 Betriebe je Jahr
0 200k 400k 600k 800k 1990: 629.740 Betriebe629.740 1991: 617.269 Betriebe 1992: 600.543 Betriebe 1993: 592.681 Betriebe 1994: 578.033 Betriebe 1995: 555.065 Betriebe 1996: 539.975 Betriebe 1997: 525.121 Betriebe 1998: 516.303 Betriebe 1999: 471.960 Betriebe 2001: 448.936 Betriebe 2003: 420.697 Betriebe 2005: 396.581 Betriebe 2007: 374.514 Betriebe 2010: 299.134 Betriebe 2011: 293.900 Betriebe 2012: 288.200 Betriebe 2013: 285.000 Betriebe 2014: 286.800 Betriebe 2015: 280.800 Betriebe 2016: 275.392 Betriebe 2017: 269.800 Betriebe 2018: 266.690 Betriebe 2019: 266.550 Betriebe 2020: 262.776 Betriebe 2021: 259.200 Betriebe 2022: 258.740 Betriebe 2023: 255.010 Betriebe 2024: 255.010 Betriebe255.010 1990 1995 2005 2010 2015 2020 2024 Statistisches Bundesamt, Tabelle 41271-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 41271-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Reihen in diesem Bereich

Fortlaufende Kennzahlen, vollständig frei abrufbar.

Die Dossiers zu diesem Thema

Wie viele Eier gelegt werden, zählt die freie Reihe Eiererzeugung in deutschen Betrieben. Woher sie kommen, steht hier: die Aufteilung auf die vier Haltungsformen, dieselben vier Stempelziffern wie auf dem Eierkarton, dazu die Länderaufteilung.

Weizenernte in Deutschland nennt frei die Erntemenge. Ob eine schwache Ernte am Wetter oder an der Fläche liegt, beantwortet erst die zweite Größe: der Ertrag je Hektar, hier für mehrere Fruchtarten nebeneinander, dazu der Vergleich der Bundesländer.

Schlachtmenge von Schweinen in Deutschland zählt die freie Reihe die Tonnen. Ob dahinter mehr Tiere stehen oder größere, trennt erst die zweite Größe: das durchschnittliche Schlachtgewicht je Schwein, dazu der Vergleich der Bundesländer.

Holzeinschlag in deutschen Wäldern gibt es frei als Reihe. Wie viel davon nicht geplant war, steht hier: der Anteil des Schadholzes aus Sturm, Dürre und Borkenkäfer, dazu die Aufteilung nach Holzartengruppen und Bundesländern.

Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland heißt die freie Reihe, und sie fällt seit Jahrzehnten. Was an ihre Stelle tritt, steht hier: die landwirtschaftlich genutzte Fläche je Betrieb, dazu der Vergleich der 16 Bundesländer.

Der Katalog hinter diesem Bereich

Der amtliche Name steht links, darunter die Wörter, mit denen Menschen tatsächlich danach suchen. Diese Übersetzung ist nötig, weil die Suche des Bundesamtes ihre eigenen Tabellentitel nicht findet: Der Begriff Bevölkerung liefert dort null Treffer.

Bodennutzungshaupterhebung 41271
Gesucht wird danach als: Ackerfläche, Landwirtschaftliche Fläche, Anbaufläche, Bodennutzung, Landwirtschaftliche Betriebe 1 geprüfte Tabelle
Feldfrüchte und Grünland 41241
Gesucht wird danach als: Ernte, Erntemenge, Getreideernte, Weizenernte, Feldfrüchte 1 geprüfte Tabelle
Erhebung über Legehennenhaltung 41323
Gesucht wird danach als: Viehbestand, Tierhaltung, Nutztiere, Legehennen, Hühner 1 geprüfte Tabelle
Schlachtungs- und Schlachtgewichtsstatistik 41331
Gesucht wird danach als: Schlachtungen, Schlachtmenge, Fleischerzeugung, Schweineschlachtung 1 geprüfte Tabelle
Holzeinschlagsstatistik 41261
Gesucht wird danach als: Holzeinschlag, Forstwirtschaft, Wald, Holzernte, Schadholz 2 geprüfte Tabellen

Häufige Fragen

Wie viele landwirtschaftliche Betriebe gibt es noch?

255.010 Betriebe, Stand 2024, −0,0 % gegenüber 2023. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 41271-0001.

Wie viele Eier werden in Deutschland erzeugt?

13,7 Milliarden Stück, Stand 2025, +0,5 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 41323-0001.

Wie viel Schweinefleisch wird in Deutschland erzeugt?

4.242.335 Tonnen, Stand 2025, +2,2 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 41331-0001.

Wie groß fällt die deutsche Weizenernte aus?

20.817.200 Tonnen, Stand 2026, −10,1 % gegenüber 2025. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 41241-0005.

Wie viel Holz wird in Deutschland eingeschlagen?

57,3 Millionen Kubikmeter, Stand 2025, −6,4 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 41261-0001.