9,7 Milliarden Euro zahlten Kommunen und Landkreise 2025 netto für Sozialhilfe, 58 Prozent mehr als 2022. Wie viele Menschen dahinterstehen, wuchs im selben Zeitraum kaum: Die Sozialhilfe wird vor allem je Fall teurer, nicht durch mehr Fälle.
Bei einer zweiten Leistung ist es umgekehrt, dort trifft ein einzelnes Gesetz eine ganze Statistik auf einen Schlag: 1.242.315 Haushalte bekamen Ende 2024 Wohngeld, fast doppelt so viele wie 2022, weil die Wohngeldreform zum Januar 2023 den Kreis der Berechtigten deutlich erweitert hat. Mehr als die Hälfte dieser Haushalte besteht aus einer einzigen Person.
Eine dritte Zahl wächst aus anderen Gründen: 268.294 Mal prüfte ein Jugendamt 2025, ob ein Kind gefährdet ist, mehr als das Zweieinhalbfache von 2012. Bei sieben von zehn Verfahren fand sich am Ende keine Kindeswohlgefährdung, eine hohe Verfahrenszahl bedeutet also zuerst eine hohe Zahl geprüfter Meldungen, nicht automatisch eine hohe Zahl gefährdeter Kinder.
Drei Leistungen, drei verschiedene Wachstumsgründe: einmal ein teurer werdender Einzelfall, einmal ein Gesetz, das über Nacht neue Berechtigte schafft, einmal eine Prüfpraxis, die selbst dann zunimmt, wenn die meisten Prüfungen am Ende Entwarnung geben.
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Fortlaufende Kennzahlen, vollständig frei abrufbar.
Die Dossiers zu diesem Thema
Die bundesweite Väterbeteiligung gibt die freie Reihe. Hier zerfällt sie: 16 Länder von Sachsen bis zum Saarland, 401 Kreise von 67 bis 21 Prozent, dazu wie lange Väter und Mütter beziehen und wer ElterngeldPlus nutzt.
Verfahren zur Kindeswohlgefährdung führt die freie Reihe. Wie diese Verfahren ausgehen, steht hier: der Anteil ohne festgestellte Gefährdung, die Abstufungen dazwischen und die Zahl der Kinder, die vorläufig in Obhut genommen wurden.
Was die Sozialhilfe netto kostet, führt die freie Reihe Nettoausgaben der Sozialhilfe. Vier Ebenen tiefer geht dieses Dossier: die 16 Bundesländer, die Bruttoausgaben vor Erstattung, die Einnahmen der Träger und die Menschen, die hinter der Summe stehen, dazu was rechnerisch auf jeden Einwohner entfällt.
Haushalte mit Wohngeld zählt die freie Reihe. Hier steht, welcher Anteil aller Privathaushalte das ist, bundesweit und in jedem Land, wie sich die Haushalte auf Haushaltsgrößen verteilen, wie viel Geld ankommt und wie stark sich das zwischen 400 Kreisen unterscheidet.
Der Katalog hinter diesem Bereich
Der amtliche Name steht links, darunter die Wörter, mit denen Menschen tatsächlich danach
suchen. Diese Übersetzung ist nötig, weil die Suche des Bundesamtes ihre eigenen
Tabellentitel nicht findet: Der Begriff Bevölkerung liefert dort null Treffer.
Häufige Fragen
Was kostet die Sozialhilfe in Deutschland?
9,7 Milliarden Euro, Stand 2025, +10,2 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22111-0001.
Wie viele Haushalte bekommen Wohngeld?
1.242.315 Haushalte, Stand 31. Dezember 2024, +5,9 % gegenüber 31. Dezember 2023. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22311-0001.
Wie viele Väter nehmen Elterngeld?
46,4 Prozent, Stand 2023, +0,2 % gegenüber 2022. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22922-0011.
Wie oft prüft das Jugendamt eine Kindeswohlgefährdung?
268.294 Verfahren, Stand 2025, +12,1 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22518-0001.
Was kosten Leistungen für Asylbewerber?
6,2 Milliarden Euro, Stand 2025, −8,2 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22211-0004.