8.914.150 Schülerinnen und Schüler besuchten 2024 eine allgemeinbildende Schule in Deutschland, so viele wie seit 2010 nicht mehr. Zwei Jahrzehnte war diese Zahl nur gefallen, seit 2019 steigt sie wieder. An der Hochschule bleibt die Lage dagegen fast unverändert: 2.864.160 Studierende waren es im Wintersemester 2025/26, praktisch derselbe Stand wie im Jahr davor.
Zwischen Schule und Beruf zeigt sich eine andere Bewegung. 461.919 neue Ausbildungsverträge wurden 2025 abgeschlossen, weniger als in jedem der drei Jahre davor, mit einem Höchststand von 479.790 im Jahr 2023. Wer den Weg über die Ausbildung oder das Studium finanziert braucht, findet über BAföG heute schwerer Zugang: Nur noch 570.047 Menschen wurden 2025 gefördert, deutlich weniger als 2024, auch wenn der durchschnittliche Förderungsbetrag pro Kopf gleichzeitig gestiegen ist.
Am anderen Ende der Bildungskette liegt die Forschung, und dort zeigt die Kurve klar nach oben. 137.060 Millionen Euro gaben Staat, Wirtschaft und Hochschulen 2024 für Forschung und Entwicklung aus, 3,12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und der höchste Anteil seit Beginn dieser Reihe 1995.
Fünf Reihen, fünf unterschiedliche Richtungen. Mehr Schüler, stabile Studierendenzahlen, weniger Ausbildungsverträge, weniger geförderte Studierende und Auszubildende, aber mehr Geld für Forschung als je zuvor. Wächst das deutsche Bildungssystem gerade an seinen beiden Enden, während es in der Mitte, beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium, enger wird?
Reihen in diesem Bereich
Fortlaufende Kennzahlen, vollständig frei abrufbar.
Die Dossiers zu diesem Thema
Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge gibt es frei als Reihe. Hier kommt dazu, wo ausgebildet wird und wovon gelebt wird: die sechs Ausbildungsbereiche von Industrie bis Hauswirtschaft, dazu BAföG-Förderungsbetrag und Gesamtaufwand.
Wie viel Deutschland für Forschung ausgibt, steht frei in der Reihe Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Was die Summe bedeutet, steht hier: ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt, das Personal dahinter und die Aufteilung auf Wirtschaft, Hochschulen und Staat.
Eingeschriebene Studierende zählt frei die Reihe Studierende in Deutschland. Was um das Studium herum passiert, steht hier: Stipendiaten und ihre Förderer, Habilitationen als letzte Stufe vor der Professur, Promovierende und ihre Fächer, dazu Gasthörer ohne Abschlussziel.
Kultur stand im Portal bislang ganz ohne eigene Zahl, obwohl das Bundesamt sie in zwanzig Tabellen führt. Dieses Dossier bündelt vier ihrer Einrichtungen: Kino, Museum, Theater und Bibliothek, dazu die jährliche Buchtitelproduktion nach Sachgruppen.
Die Schülerzahl führt die freie Reihe Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Dieses Dossier nimmt die beiden Enden der Schulzeit dazu: wie viele eingeschult werden und wie viele mit welchem Abschluss wieder herauskommen.
Der Katalog hinter diesem Bereich
Der amtliche Name steht links, darunter die Wörter, mit denen Menschen tatsächlich danach
suchen. Diese Übersetzung ist nötig, weil die Suche des Bundesamtes ihre eigenen
Tabellentitel nicht findet: Der Begriff Bevölkerung liefert dort null Treffer.
Häufige Fragen
Wie viele Menschen studieren in Deutschland?
2.864.160 Studierende, Stand Wintersemester 2025/26, +0,0 % gegenüber Wintersemester 2024/25. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21311-0001.
Wie viele Kinder gehen in Deutschland zur Schule?
8.914.150 Schüler, Stand 2024, +1,1 % gegenüber 2023. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21111-0001.
Wie viele Menschen beginnen in Deutschland eine Ausbildung?
461.919 Verträge, Stand 2025, −2,8 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21211-0004.
Wie viele Menschen bekommen in Deutschland BAföG?
570.047 Personen, Stand 2025, −7,0 % gegenüber 2024. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21411-0001.
Wie viel gibt Deutschland für Forschung aus?
137,1 Milliarden Euro, Stand 2024, +3,8 % gegenüber 2023. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001.