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Wirtschaft 27. August 2026 Neue Daten

Gütersteuern 2025: Ihr Anteil an der Wirtschaftsleistung bleibt unter zehn Prozent

Einordnung

3,1 Prozent mehr als im Vorjahr, und doch ist der neue Höchststand der Bruttowertschöpfung weniger Nachricht, als er klingt. Die Reihe rechnet in jeweiligen Preisen, sie enthält also die Teuerung, und gefallen ist sie seit 1991 nur zweimal. Für die öffentlichen Kassen zählt eine andere Bewegung: welcher Teil der Wirtschaftsleistung dem Staat als Gütersteuer bleibt, nach Abzug der Zuschüsse, die er auf Waren zahlt. Dieser Anteil liegt seit dem Einbruch 2023 unter jedem Wert der 2010er Jahre.

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Die Bruttowertschöpfung in Deutschland betrug 2025 in jeweiligen Preisen 4,1 Billionen Euro, der höchste Wert seit Beginn der Reihe 1991 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 81000-0001, Stand 02.10.2026).

✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung, 1 Hinweis Statistisches Bundesamt, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen des Bundes (81000) Datenstand 02.10.2026 / 19:21:12
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4.104,359 Milliarden Euro, Bruttowertschöpfung 2025 +3,1 % zu 2024
3.979,644 Vorheriger Höchststand 2024
35 Werte in der Reihe, ab 1991
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Auf jedem Kassenbon steht eine Zeile, die nicht dem Verkäufer gehört. Die Umsatzsteuer und die übrigen Gütersteuern machen den Unterschied zwischen dem, was die Betriebe erwirtschaften, und dem, was als Bruttoinlandsprodukt gemeldet wird. Abgezogen werden die Subventionen, die der Staat auf einzelne Waren zahlt. Meist ist dieser Abzug klein. 2023 betrug er 32,4 Milliarden Euro, und was von den Gütersteuern nach diesem Abzug bleibt, fiel gemessen an der Wirtschaftsleistung auf den tiefsten Stand der Reihe.

Die Bruttowertschöpfung selbst kennt seit 1991 fast nur eine Richtung. Sie hat sich in jeweiligen Preisen fast verdreifacht und fiel nur 2009, im Jahr der Finanzkrise, und 2020, im ersten Pandemiejahr. Den stärksten Zuwachs der Reihe brachte 2022 mit 8,7 Prozent, in einem Jahr hoher Inflation. Wie viel davon Preissteigerung war und wie viel echtes Wachstum, trennt diese Reihe nicht.

Die preisbereinigte Rechnung und die Verwendung des Bruttoinlandsprodukts stehen im Dossier zur Wirtschaftsleistung. Was dieses Dossier heraustrennt: aus welchen Wirtschaftsbereichen die Wertschöpfung kommt, wie sich Gütersteuern und Gütersubventionen entwickeln und was sie zusammen am Bruttoinlandsprodukt ausmachen, wie viele öffentliche Unternehmen außerhalb der Haushalte wirtschaften, wie viele Menschen eine Beamtenversorgung beziehen und was rechnerisch auf jeden Einwohner entfällt.

Bruttowertschöpfung in Deutschland, 1991 bis 2025 Milliarden Euro je Jahr
0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 1991: 1.446,372 Milliarden Euro 1992: 1.552,925 Milliarden Euro 1993: 1.592,408 Milliarden Euro 1994: 1.657,667 Milliarden Euro 1995: 1.719,432 Milliarden Euro 1996: 1.743,857 Milliarden Euro 1997: 1.779,97 Milliarden Euro 1998: 1.828,375 Milliarden Euro 1999: 1.868,803 Milliarden Euro 2000: 1.915,279 Milliarden Euro 2001: 1.977,509 Milliarden Euro 2002: 2.003,527 Milliarden Euro 2003: 2.015,904 Milliarden Euro 2004: 2.069,017 Milliarden Euro 2005: 2.095,171 Milliarden Euro 2006: 2.184,869 Milliarden Euro 2007: 2.275,687 Milliarden Euro 2008: 2.316,889 Milliarden Euro 2009: 2.223,746 Milliarden Euro 2010: 2.341,162 Milliarden Euro 2011: 2.451,863 Milliarden Euro 2012: 2.500,501 Milliarden Euro 2013: 2.558,938 Milliarden Euro 2014: 2.666,091 Milliarden Euro 2015: 2.760,477 Milliarden Euro 2016: 2.861,806 Milliarden Euro 2017: 2.990,068 Milliarden Euro 2018: 3.085,866 Milliarden Euro 2019: 3.182,023 Milliarden Euro 2020: 3.127,047 Milliarden Euro 2021: 3.324,835 Milliarden Euro 2022: 3.613,11 Milliarden Euro 2023: 3.888,686 Milliarden Euro 2024: 3.979,644 Milliarden Euro 2025: 4.104,359 Milliarden Euro4.104 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 81000-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 81000-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Das Produzierende Gewerbe liegt vorn, Gesundheit und Erziehung folgen

Zehn Wirtschaftsbereiche weist die amtliche Rechnung aus, und ihre Summe ergibt auf die Million genau die Bruttowertschöpfung (Tabelle 81000-0013). 936,3 Milliarden Euro kamen 2025 aus dem Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe, also aus Industrie, Bergbau und Energieversorgung, 22,8 Prozent der gesamten Wertschöpfung. Dahinter folgen öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit mit 832,9 Milliarden, Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit 659,8 Milliarden. Das Baugewerbe kommt auf 208,2 Milliarden, die Land- und Forstwirtschaft mit der Fischerei auf 38,3 Milliarden Euro, weniger als ein Prozent.

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Im vollständigen Dossier Grafik: Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen 2025 Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen fünf weitere Abschnitte.

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Was Sie darin lesen

  1. Die Fortsetzung des Abschnitts, den Sie eben gelesen habenGrafik: Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen 2025
  2. Vom Kassenbon zum Bruttoinlandsprodukt geht die Rechnung aufGrafik: Gütersteuern, 1991 bis 2025
  3. Die Subventionen sprangen 2023 auf fast das Vierfache und gingen wiederGrafik: Gütersubventionen, 1991 bis 2025
  4. Der Einbruch von 2023 hatte zwei UrsachenGrafik: Anteil der Gütersteuern an der Wirtschaftsleistung, 1991 bis 2025
  5. Der Staat, der nicht wie ein Staat buchtGrafiken: Öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, 2008 bis 2023 · Empfänger von Beamtenversorgung, 2012 bis 2025
  6. Je Einwohner gerechnet ist die Wirtschaftsleistung ein Durchschnitt, kein WohlstandsmaßGrafik: Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, 1991 bis 2025

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Häufige Fragen

Wann ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland geschrumpft?

In jeweiligen Preisen seit 1991 nur zweimal: 2009 sank die Bruttowertschöpfung um 4,0 Prozent, 2020 um 1,7 Prozent (Statistisches Bundesamt, Tabelle 81000-0001, Stand 02.10.2026).

Wie stark ist die Bruttowertschöpfung seit der Wiedervereinigung gewachsen?

1991 betrug sie 1,45 Billionen Euro. Bis 2025 hat sie sich in jeweiligen Preisen fast verdreifacht; darin steckt die Preissteigerung von mehr als drei Jahrzehnten (Statistisches Bundesamt, Tabelle 81000-0001, Stand 02.10.2026).

Was sind Gütersubventionen?

Zuschüsse des Staates auf einzelne Waren und Dienstleistungen. Sie werden bei der Berechnung des Bruttoinlandsprodukts abgezogen. Meist sind sie klein, 2023 erreichten sie 32,4 Milliarden Euro, den höchsten Wert seit 1991 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 81000-0001, Stand 02.10.2026).

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