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Preise 26. August 2026 Neue Daten

Die Inflation hat sich beruhigt, die Mieten nicht

Der Verbraucherpreisindex stieg 2022 um 6,9 Prozent, das Jahr des Energiepreisschocks. 2025 waren es nur noch 2,2 Prozent, zwei Jahre in Folge auf diesem ruhigeren Niveau. Die tatsächliche Nettokaltmiete kannte diese Beruhigung nie: Sie stieg 2022 kaum stärker als in jedem anderen Jahr auch, und sie steigt seither unverändert weiter.

Der deutsche Verbraucherpreisindex lag 2025 bei 121,9 Punkten (2020 = 100); die Teuerungsrate betrug 2,2 Prozent, das zweite Jahr in Folge auf diesem ruhigeren Niveau. 2022, im Jahr des Energiepreisschocks, waren es 6,9 Prozent — der stärkste Sprung seit Beginn der heutigen Zählweise. Die tatsächliche Nettokaltmiete kannte diese Beruhigung nie: Sie stieg 2022 kaum stärker als sonst und steigt seither unverändert weiter. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0001.

✓ Geprüfte Quelle Statistisches Bundesamt, Verbraucherpreisindex für Deutschland (61111) Datenstand 26.08.2026 / 11:59:16
121,9 Indexpunkte (2020=100), Punkte im Verbraucherpreisindex 2025 +2,2 % zu 2024
121,9 Höchststand 2025 −0,0 % bis heute
125,6 Juli 2026, aktueller Rand +2,8 % zum Vorjahresmonat

Ein Kassenbon, der 2022 plötzlich länger wurde

Wer 2022 denselben Wocheneinkauf machte wie im Jahr davor, zahlte an der Kasse spürbar mehr, und zwar nicht nur ein bisschen mehr. Der Verbraucherpreisindex stieg in jenem Jahr um 6,9 Prozent, der stärkste Sprung seit Beginn der heutigen Zählweise. Drei Jahre später ist von diesem Tempo nichts mehr übrig: 2025 legte der Index nur noch um 2,2 Prozent zu, genauso viel wie im Jahr davor.

121,9 Indexpunkte erreichte der Verbraucherpreisindex 2025, nach 100 im Basisjahr 2020. Zwischen 2020 und 2022 wuchs er um 10,2 Punkte, zwischen 2023 und 2025 um 5,2 Punkte — halb so viel in gleich langer Zeit. Die Teuerung hat sich nicht umgekehrt, sie ist nur langsamer geworden.

Punkte im Verbraucherpreisindex in Deutschland, 1991 bis 2025 Indexpunkte (2020=100) je Jahr
0 25 50 75 100 125 1991: 61,9 Indexpunkte (2020=100) 1992: 65 Indexpunkte (2020=100) 1993: 67,9 Indexpunkte (2020=100) 1994: 69,7 Indexpunkte (2020=100) 1995: 71 Indexpunkte (2020=100) 1996: 72 Indexpunkte (2020=100) 1997: 73,4 Indexpunkte (2020=100) 1998: 74 Indexpunkte (2020=100) 1999: 74,5 Indexpunkte (2020=100) 2000: 75,5 Indexpunkte (2020=100) 2001: 77 Indexpunkte (2020=100) 2002: 78,1 Indexpunkte (2020=100) 2003: 78,9 Indexpunkte (2020=100) 2004: 80,2 Indexpunkte (2020=100) 2005: 81,5 Indexpunkte (2020=100) 2006: 82,8 Indexpunkte (2020=100) 2007: 84,7 Indexpunkte (2020=100) 2008: 86,9 Indexpunkte (2020=100) 2009: 87,2 Indexpunkte (2020=100) 2010: 88,1 Indexpunkte (2020=100) 2011: 90 Indexpunkte (2020=100) 2012: 91,7 Indexpunkte (2020=100) 2013: 93,1 Indexpunkte (2020=100) 2014: 94 Indexpunkte (2020=100) 2015: 94,5 Indexpunkte (2020=100) 2016: 95 Indexpunkte (2020=100) 2017: 96,4 Indexpunkte (2020=100) 2018: 98,1 Indexpunkte (2020=100) 2019: 99,5 Indexpunkte (2020=100) 2020: 100 Indexpunkte (2020=100) 2021: 103,1 Indexpunkte (2020=100) 2022: 110,2 Indexpunkte (2020=100) 2023: 116,7 Indexpunkte (2020=100) 2024: 119,3 Indexpunkte (2020=100) 2025: 121,9 Indexpunkte (2020=100)121,9 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Wie sich diese Beruhigung auf einzelne Bundesländer, einzelne Warengruppen und vor allem auf die Miete verteilt, zeigt der Rest dieses Dossiers.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Inflation in Deutschland?

2025 lag die Teuerungsrate bei 2,2 Prozent, der Verbraucherpreisindex bei 121,9 Punkten (2020 = 100). Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0001.

Wie stark stiegen die Preise im Inflationsjahr 2022?

Um 6,9 Prozent — der stärkste Sprung seit Beginn der heutigen Zählweise, ausgelöst vom Energiepreisschock.

Sind die Mieten mit der Inflation gestiegen?

Nein, sie folgen einem eigenen Muster. Die tatsächliche Nettokaltmiete stieg 2022 kaum stärker als in anderen Jahren und steigt seither unverändert weiter, während die allgemeine Teuerung zurückging.

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