Pressemitteilung
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Volle Auftragsbücher am Bau, und der Umsatz kommt nicht hinterher
Der Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe stieg 2025 um 8,9 Prozent auf 108,1 Punkte, den höchsten Stand seit Beginn der Reihe 2005. Der preisbereinigte Umsatz liegt mit 93 Punkten deutlich darunter, beide Reihen gerechnet auf 2021 = 100.
Frankfurt am Main, 25. August 2026
Das Statistische Bundesamt hat am 25. August 2026 einen kräftigen Zuwachs beim Auftragseingang im Bauhauptgewerbe gemeldet, getragen von mehreren Großaufträgen. Die Monatszahl des Amtes steht in unseren Jahresreihen noch nicht; was dort steht, erzählt dieselbe Geschichte von der anderen Seite. Der preisbereinigte Auftragsbestand erreichte 2025 mit 108,1 Punkten (2021 = 100) den höchsten Wert seit Beginn der Reihe 2005, ein Plus von 8,9 Prozent gegenüber 2024 und der zweite Anstieg in Folge.
Im Ausbau arbeiten so viele wie nie, der Umsatz fällt trotzdem
Der Umsatz hält damit nicht Schritt. Der preisbereinigte Umsatzindex des Bauhauptgewerbes lag 2025 bei 93 Punkten, 2,4 Prozent über dem Vorjahr, aber 15,1 Punkte unter dem Auftragsbestand, obwohl beide Reihen auf dasselbe Jahr 2021 normiert sind. Aufträge kommen schneller herein, als sie zu Umsatz werden: Genau das heißt ein wachsender Bestand.
Das Ausbaugewerbe, also Installation, Heizung, Elektro und Innenausbau, beschäftigte Ende 2025 mit 475.191 Personen so viele wie nie seit Beginn seiner Reihe, der siebte Anstieg in Folge. Sein preisbereinigter Umsatzindex fiel im selben Jahr auf 96,8 Punkte, den niedrigsten Wert der Reihe, zum fünften Mal in Folge. Mehr Hände, weniger preisbereinigter Umsatz: Diese Schere ist die eigentliche Nachricht hinter der freundlichen Monatszahl.