statistik-de.de Amtliche Zahlen, unabhängig aufbereitet
Pressemitteilung Frei verwendbar

Auftragsbestand am Bau: 108,1 Punkte, der höchste Stand seit 2005

Die Aufträge stapeln sich, der preisbereinigte Umsatz bleibt darunter. Im Ausbaugewerbe arbeiten mehr Menschen für weniger Umsatz.

Frankfurt am Main, 25. August 2026

Gemessen werden Auftragsbestand und Umsatz als Indexreihen, beide preisbereinigt und beide auf dasselbe Basisjahr bezogen. Vergleichbar sind sie deshalb untereinander, nicht mit Eurobeträgen.

Der preisbereinigte Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe in Deutschland lag 2025 bei 108,1 Punkten (2021 = 100) und damit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Reihe im Jahr 2005 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 44141-0001).

Der Bestand stieg zwei Jahre nacheinander und liegt 135 Prozent über dem Anfangswert der Reihe, der 2005 bei 46 Punkten lag. Der preisbereinigte Umsatz des Bauhauptgewerbes kommt nicht mit: 93 Punkte im Jahr 2025, 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Zwischen beiden Reihen liegen 15,1 Punkte, obwohl sie auf dasselbe Basisjahr gerechnet sind. Aufträge kommen schneller herein, als sie zu Umsatz werden.

Im Ausbaugewerbe arbeiten mehr Menschen für weniger Umsatz

Ende 2025 zählte das Ausbaugewerbe, also Installation, Heizung, Elektro und Innenausbau, 475.191 tätige Personen, so viele wie in keinem Jahr seit Beginn dieser Erhebung 2009, und das im siebten Jahr nacheinander mit einem Zuwachs. Sein preisbereinigter Umsatzindex fiel im selben Quartal auf 97,0 Punkte, den niedrigsten Wert seiner Reihe; es war der fünfte Rückgang hintereinander.

Was ein Rekordbestand nicht verspricht

Ein wachsender Auftragsbestand heißt zunächst nur, dass Aufträge liegen bleiben. Ob das an voller Auslastung liegt oder an fehlenden Leuten und fehlendem Material, sagt die Reihe nicht. Bezahlt wird, was gebaut wird, und gebaut wird weniger, als bestellt ist.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

40 60 80 100 120 140 160 135,6 August 2021: 103,2 Indexpunkte (2021=100) September 2021: 112,1 Indexpunkte (2021=100) Oktober 2021: 114,2 Indexpunkte (2021=100) November 2021: 124,9 Indexpunkte (2021=100) Dezember 2021: 134,4 Indexpunkte (2021=100) Januar 2022: 59,2 Indexpunkte (2021=100) Februar 2022: 75,2 Indexpunkte (2021=100) März 2022: 104,8 Indexpunkte (2021=100) April 2022: 99,5 Indexpunkte (2021=100) Mai 2022: 112,5 Indexpunkte (2021=100) Juni 2022: 114,9 Indexpunkte (2021=100) Juli 2022: 116,8 Indexpunkte (2021=100) August 2022: 113,9 Indexpunkte (2021=100) September 2022: 119,7 Indexpunkte (2021=100) Oktober 2022: 118,7 Indexpunkte (2021=100) November 2022: 135,9 Indexpunkte (2021=100) Dezember 2022: 138,7 Indexpunkte (2021=100) Januar 2023: 62,1 Indexpunkte (2021=100) Februar 2023: 78,8 Indexpunkte (2021=100) März 2023: 107 Indexpunkte (2021=100) April 2023: 98,9 Indexpunkte (2021=100) Mai 2023: 112,7 Indexpunkte (2021=100) Juni 2023: 120,8 Indexpunkte (2021=100) Juli 2023: 120,3 Indexpunkte (2021=100) August 2023: 114,7 Indexpunkte (2021=100) September 2023: 118,9 Indexpunkte (2021=100) Oktober 2023: 121 Indexpunkte (2021=100) November 2023: 131,4 Indexpunkte (2021=100) Dezember 2023: 132,2 Indexpunkte (2021=100) Januar 2024: 58,7 Indexpunkte (2021=100) Februar 2024: 79,6 Indexpunkte (2021=100) März 2024: 97,6 Indexpunkte (2021=100) April 2024: 108,2 Indexpunkte (2021=100) Mai 2024: 106,7 Indexpunkte (2021=100) Juni 2024: 113,5 Indexpunkte (2021=100) Juli 2024: 123,9 Indexpunkte (2021=100) August 2024: 114,3 Indexpunkte (2021=100) September 2024: 116,7 Indexpunkte (2021=100) Oktober 2024: 124,3 Indexpunkte (2021=100) November 2024: 130,8 Indexpunkte (2021=100) Dezember 2024: 137 Indexpunkte (2021=100) Januar 2025: 65,9 Indexpunkte (2021=100) Februar 2025: 81,3 Indexpunkte (2021=100) März 2025: 101,2 Indexpunkte (2021=100) April 2025: 108,3 Indexpunkte (2021=100) Mai 2025: 112,2 Indexpunkte (2021=100) Juni 2025: 114,4 Indexpunkte (2021=100) Juli 2025: 127,2 Indexpunkte (2021=100) August 2025: 111,9 Indexpunkte (2021=100) September 2025: 123,8 Indexpunkte (2021=100) Oktober 2025: 130,9 Indexpunkte (2021=100) November 2025: 137,2 Indexpunkte (2021=100) Dezember 2025: 144,7 Indexpunkte (2021=100) Januar 2026: 60,1 Indexpunkte (2021=100) Februar 2026: 70,8 Indexpunkte (2021=100) März 2026: 105,3 Indexpunkte (2021=100) April 2026: 112,3 Indexpunkte (2021=100) Mai 2026: 112,1 Indexpunkte (2021=100) Juni 2026: 125,8 Indexpunkte (2021=100) Juli 2026: 135,6 Indexpunkte (2021=100) August 2021 Juli 2022 Juli 2023 Juli 2024 Juli 2025 Juli 2026 Statistisches Bundesamt, Tabelle 44151-0001 © statistik-de.de
Wie entwickelt sich der Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe? Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 44151-0001.

Material zu dieser Mitteilung

Frei verwendbar, auch gewerblich, bei Nennung der Quelle. Die Quellenangabe steht im Bild.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe?

2025 auf dem höchsten Stand seit Beginn der Reihe im Jahr 2005.

Wie viele Menschen arbeiten im Ausbaugewerbe?

475.191 tätige Personen im vierten Quartal 2025.

Warum wächst der Bestand, ohne dass der Umsatz folgt?

Weil Aufträge schneller hereinkommen, als sie abgearbeitet werden. Ob Auslastung oder Personalmangel dahintersteckt, sagt die Reihe nicht.

Wo diese Zahlen ihre Grenze haben

  • Die beiden Ausbau-Reihen messen jeweils das vierte Quartal eines Jahres, nicht den Jahresdurchschnitt.
  • Auftragsbestand und Umsatzindex stammen aus verschiedenen Erhebungen; vergleichbar macht sie die gemeinsame Normierung auf 2021 = 100, beide preisbereinigt.
  • Am 04.10.2026 berichtigt: Das Statistische Bundesamt hat den Wert für das vierte Quartal 2025 revidiert, der Text nennt den neuen.
Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 44151-0001, 44141-0001, 44131-0001, 44152-0002, 44111-0010, Datenstand 10.09.2026 / 08:25:07. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.