Pressemitteilung
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Holzeinschlag: Schadholzanteil fällt auf 22,1 Prozent
Vor fünf Jahren waren drei von vier eingeschlagenen Kubikmetern Schadholz. Der Einschlag insgesamt sinkt seit vier Jahren.
Frankfurt am Main, 14. August 2026
Gezählt wird das Holz, das in deutschen Wäldern eingeschlagen wird, getrennt nach planmäßiger Ernte und Schadholz aus Sturm, Trockenheit und Käferbefall. Aus beiden Größen ergibt sich der Anteil.
In deutschen Wäldern wurden 2025 insgesamt 57.261,4 Tausend Kubikmeter Holz eingeschlagen, 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr; der Schadholzanteil lag bei 22,1 Prozent (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41261-0001).
2020 lag der Schadholzanteil bei 74,8 Prozent, dem höchsten Wert dieser Reihe. Drei von vier eingeschlagenen Kubikmetern waren damals Schadholz. Seither fällt er in jedem Jahr, und der Rückgang des jüngsten Jahres ist der stärkste von allen. Der Wald wird wieder geerntet, statt geräumt.
Der Einschlag folgte dem Schaden
Den höchsten Einschlag der Reihe brachte 2021 mit 82.957 Tausend Kubikmetern, ein Jahr nach dem Höchststand des Schadholzanteils. Seither sinkt er, im vierten Jahr nacheinander. Über die ganze Reihe gerechnet, von 1998 an, steht dennoch ein Plus von 46,6 Prozent; den niedrigsten Wert brachte 1999 mit 37.636 Tausend Kubikmetern.
Weniger Einschlag heißt hier weniger Schadholz
Ein sinkender Einschlag klingt nach Rückgang und heißt in diesen Jahren: Es wird weniger Schadholz eingeschlagen. Ob weniger Bestände geschädigt sind oder die geschädigten schon geräumt sind, zeigt die Reihe ebenso wenig wie den Wald, der in den Schadjahren verloren ging. Sie zählt eingeschlagenes Holz, keine Fläche.
Der Wald als Wirtschaftsbetrieb in einem schwachen Jahr
Die Wirtschaftsleistung wuchs 2025 um 0,2 Prozent, die Inflationsrate lag bei 2,2 Prozent. In den Schadjahren kam viel Holz zugleich auf den Markt, das meiste davon nicht geplant. Was ein kleinerer und gesünderer Einschlag den Waldbesitzern je Kubikmeter einbringt, hängt an Holzpreisen und an der Nachfrage aus Bau und Industrie, und beides führt diese Reihe nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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