Pressemitteilung
·
Frei verwendbar
Migrationshintergrund: 31,1 Prozent der Bevölkerung
Der höchste Anteil seit Beginn der Reihe. Migrationshintergrund ist etwas anderes als Staatsangehörigkeit.
Frankfurt am Main, 10. April 2026
Migrationshintergrund hat, wer selbst oder wessen Elternteil ohne deutsche Staatsangehörigkeit geboren wurde. Gezählt wird im Mikrozensus, einer Stichprobe von einem Prozent der Haushalte, hochgerechnet auf die Bevölkerung.
Nach dem Mikrozensus haben 31,1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund, das sind 25,8 Millionen Personen. Im ersten Jahr der Reihe 2020 waren es 26,7 Prozent oder 22,0 Millionen, seither ist der Anteil in jedem Jahr gestiegen. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 12211-0202 und 12211-0203, Datenstand 09.09.2026.
Die Reihe beginnt 2020, weil der Mikrozensus damals methodisch neu aufgesetzt wurde; ältere Jahre lassen sich nicht anschließen. Damals lag der Anteil bei 26,7 Prozent, seither ist er in jedem Jahr gestiegen. In absoluten Zahlen sind es 25.765 Tausend Personen gegenüber 21.968 Tausend im ersten Jahr.
Der häufigste Fehler ist die Verwechslung mit dem Pass
Die Zahl umfasst Ausländer, Eingebürgerte, Spätaussiedler und deren Kinder. Sie ist deshalb erheblich größer als die Zahl der Ausländer, die allein die Staatsangehörigkeit zählt. Beide werden im Alltag in einen Topf geworfen, und diese Verwechslung ist oft der eigentliche Streit.
Das Amt führt daneben einen engeren Begriff
Seit einigen Jahren stellt es die Einwanderungsgeschichte daneben, die enger gefasst ist. Wer Zahlen aus verschiedenen Quellen vergleicht, muss deshalb zuerst prüfen, welcher der beiden Begriffe gemeint ist. Sonst vergleicht er zwei Definitionen und hält das Ergebnis für eine Entwicklung.
Häufige Fragen
Wie viele Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund?
25,8 Millionen Personen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund, das sind 31,1 Prozent der Bevölkerung. Mitgezählt werden Ausländer, Eingebürgerte, Spätaussiedler und deren Kinder. Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus, Tabelle 12211-0202, Datenstand 09.09.2026.
Was bedeutet Migrationshintergrund in der amtlichen Statistik?
Einen Migrationshintergrund hat, wer selbst oder wessen Elternteil ohne deutsche Staatsangehörigkeit geboren wurde. Erhoben wird das im Mikrozensus, einer Stichprobe von einem Prozent der Haushalte, deren Ergebnis auf die Bevölkerung hochgerechnet wird. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 12211-0202 und 12211-0203, Datenstand 09.09.2026.
Seit wann weist der Mikrozensus den Migrationshintergrund in dieser Form aus?
Die Reihe beginnt im Jahr 2020 mit 26,7 Prozent der Bevölkerung oder 22,0 Millionen Personen. Der Mikrozensus wurde damals methodisch neu aufgesetzt, ältere Jahre lassen sich an die Reihe nicht anschließen. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 12211-0202, Datenstand 09.09.2026.
Warum ist die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund höher als die Ausländerzahl?
Die Ausländerzahl erfasst allein die Staatsangehörigkeit, der Migrationshintergrund dagegen auch Eingebürgerte, Spätaussiedler und deren in Deutschland geborene Kinder. Beide Größen werden im Alltag häufig verwechselt, obwohl sie unterschiedlich viele Personen umfassen. Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus, Datenstand 09.09.2026.
Was ist der Unterschied zwischen Migrationshintergrund und Einwanderungsgeschichte?
Die Einwanderungsgeschichte ist der engere der beiden Begriffe, das Statistische Bundesamt weist sie seit einigen Jahren neben dem Migrationshintergrund aus. Wer Zahlen aus verschiedenen Quellen vergleicht, sollte zuerst prüfen, welcher Begriff gemeint ist, sonst hält er den Definitionsunterschied für eine Entwicklung. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 12211-0202 und 12211-0203, Datenstand 09.09.2026.