Pressemitteilung
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Schutzsuchende: 3.236.395, erstmals weniger als im Vorjahr
Der Höchststand liegt ein Jahr zurück. Das Register zählt einen Bestand, nicht den Zuzug eines Jahres.
Frankfurt am Main, 27. Mai 2026
Schutzsuchende sind Ausländer, die sich unter Berufung auf humanitäre Gründe in Deutschland aufhalten: mit laufendem Asylverfahren, mit anerkanntem Schutz oder mit abgelehntem Antrag und Duldung. Gezählt wird der Bestand am Jahresende.
Das Statistische Bundesamt zählte zum Jahresende 2025 in Deutschland 3.236.395 Schutzsuchende (Tabelle 12531-0001, Datenstand 09.09.2026). Gegenüber dem Höchstwert von 3.304.705 am Jahresende 2024 ist das der erste Rückgang seit dem Erhebungsbeginn 2007, dessen niedrigster Wert bei 456.050 zum Jahresende 2008 lag. Wer eingebürgert wird oder einen anderen Aufenthaltstitel erhält, verlässt die Statistik, auch wenn er als Flüchtling gekommen ist.
Den höchsten Wert der Reihe brachte das Jahresende 2024 mit 3.304.705 Schutzsuchenden. Die Reihe beginnt 2007, ihren niedrigsten Wert brachte das Jahresende 2008 mit 456.050. Der Sprung von 2022 sind die Menschen aus der Ukraine, die ohne Asylverfahren vorübergehenden Schutz erhielten.
Ein Bestand ist kein Zuzug
Wer eingebürgert wird oder einen anderen Aufenthaltstitel bekommt, scheidet aus dieser Zahl aus, auch wenn er als Flüchtling gekommen ist. Die Zahl der Asylanträge eines Jahres, die das Bundesamt für Migration führt, ist deshalb etwas anderes und mit dieser Reihe nicht vergleichbar.
Der erste Rückgang seit Beginn der Reihe
Bis 2024 stieg die Zahl in jedem Erhebungsjahr. Ein einzelner Rückgang sagt noch nicht, ob weniger Menschen kommen oder ob mehr aus der Zählung herauswachsen, weil sich ihr Status ändert. Beides erzeugt in dieser Spalte dasselbe Minus.
Häufige Fragen
Wie viele Schutzsuchende lebten Ende 2025 in Deutschland?
Zum Jahresende 2025 waren in Deutschland 3.236.395 Schutzsuchende registriert. Es ist der erste Rückgang seit dem Erhebungsbeginn 2007, davor stieg der Wert in jedem Erhebungsjahr. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 12531-0001, Datenstand 09.09.2026.
Wann war die Zahl der Schutzsuchenden in Deutschland am höchsten?
Den höchsten Wert brachte das Jahresende 2024 mit 3.304.705 Schutzsuchenden in Deutschland. Erst im folgenden Erhebungsjahr sank die Zahl wieder. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 12531-0001, Datenstand 09.09.2026.
Seit wann wird die Zahl der Schutzsuchenden in Deutschland erhoben?
Die amtliche Statistik der Schutzsuchenden beginnt im Jahr 2007. Ihren niedrigsten Wert brachte das Jahresende 2008 mit 456.050 Schutzsuchenden in Deutschland. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 12531-0001, Datenstand 09.09.2026.
Warum stieg die Zahl der Schutzsuchenden in Deutschland 2022 so stark?
Der Sprung des Jahres 2022 geht auf die Menschen aus der Ukraine zurück, die in Deutschland vorübergehenden Schutz erhielten, ohne ein Asylverfahren zu durchlaufen. Auch sie werden als Schutzsuchende gezählt. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 12531-0001, Datenstand 09.09.2026.
Was bedeutet Schutzsuchende in der amtlichen Statistik?
Als Schutzsuchende zählen Ausländer mit einem humanitären Aufenthaltsgrund: Menschen im laufenden Asylverfahren, Menschen mit anerkanntem Schutzstatus und abgelehnte Antragsteller mit Duldung. Erfasst wird ein Bestand zum Jahresende, kein Zuzug, und wer eingebürgert wird oder einen anderen Aufenthaltstitel bekommt, scheidet aus der Zahl aus. Die Zahl der Asylanträge eines Jahres, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge führt, ist deshalb eine andere Größe und mit dieser Statistik nicht vergleichbar.