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Umweltschutz: Der Umsatz sinkt, die Investitionen steigen

Deutsche Betriebe setzten 2024 weniger mit Umweltschutzgütern um als im Jahr davor. Gleichzeitig investierten sie so viel in eigenen Umweltschutz wie nie seit Beginn dieser Erhebung.

Frankfurt am Main, 16. Juli 2026

Filteranlagen, Dämmstoffe, Recyclingtechnik: Mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz setzten Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors 2024 117.489 Millionen Euro um, 1,9 Prozent weniger als im Jahr davor. Das Statistische Bundesamt hat dazu neue Zahlen vorgelegt. Die Zahl der Beschäftigten, die diese Güter herstellen, blieb mit 404.927 fast unverändert, sie ging um 0,1 Prozent zurück.

Der umweltschutzbezogene Umsatz in Deutschland lag 2024 bei 117.489 Millionen Euro und damit 1,9 Prozent unter dem Höchstwert der Reihe aus dem Jahr 2023 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 32531-0001).

Ein Rückgang, den es in dieser Reihe erst zweimal gab

Die Erhebung läuft seit 2006, damals lag der Umsatz bei 22.398 Millionen Euro. Über die ganze Reihe hat er sich mehr als verfünffacht, ein Zuwachs von 424,6 Prozent. Rückgänge kamen darin bisher zweimal vor, 2014 und 2018, und beide blieben Episoden. Den höchsten Wert der Reihe brachte 2023 mit 119.710 Millionen Euro.

Bei den Beschäftigten sieht das Bild ähnlich aus: 92.395 waren es 2006, heute sind es mehr als viermal so viele. Auch hier liegt der Höchststand im Vorjahr, bei 405.313.

Was die Wirtschaft für sich selbst ausgibt, wächst weiter

Neben dem Umsatz mit Umweltschutzgütern führt die amtliche Statistik eine zweite Größe, die etwas ganz anderes misst: was Betriebe in ihren eigenen Umweltschutz investieren, in Sachanlagen also, die Emissionen mindern oder Abfall vermeiden. Diese Investitionen erreichten 2024 mit 21.178.858 Tausend Euro den höchsten Wert seit Beginn ihrer Erhebung, 23,3 Prozent mehr als im Vorjahr und 80,9 Prozent mehr als 2021.

Beide Zahlen stehen nebeneinander und lassen sich nicht verrechnen, die eine misst Verkäufe, die andere Anschaffungen. Aber sie zeigen in verschiedene Richtungen, und das ist der eigentliche Befund dieses Jahrgangs.

Wenn die Betriebe mehr in eigenen Umweltschutz stecken und die Branche, die ihn liefert, weniger umsetzt, dann kaufen sie offenbar etwas anderes als das, was diese Erhebung als Umweltschutzgut zählt.

Umweltschutzbezogener Umsatz in Deutschland, 2006 bis 2024 Umweltschutzbezogener Umsatz in Deutschland, 2006 bis 2024 Mill. Euro je Jahr 0 25k 50k 75k 100k 125k 2006: 22.398 Mill. Euro 2007: 28.292 Mill. Euro 2008: 45.454 Mill. Euro 2009: 44.616 Mill. Euro 2010: 61.159 Mill. Euro 2011: 66.901 Mill. Euro 2012: 61.774 Mill. Euro 2013: 66.474 Mill. Euro 2014: 65.418 Mill. Euro 2015: 66.031 Mill. Euro 2016: 69.957 Mill. Euro 2017: 73.923 Mill. Euro 2018: 71.408 Mill. Euro 2019: 73.605 Mill. Euro 2020: 78.919 Mill. Euro 2021: 91.909 Mill. Euro 2022: 107.485 Mill. Euro 2023: 119.710 Mill. Euro119.710 2024: 117.489 Mill. Euro117.489 2010 2015 2020 2024 Statistisches Bundesamt, Tabelle 32531-0001, Stand 30.08.2026 / 12:16:20. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 © statistik-de.de
117 Milliarden Euro Umsatz mit Umweltschutz, und ein Drittel weniger Material aus dem Boden Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 32531-0001.

Material zu dieser Mitteilung

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Häufige Fragen

Wie viel investierten Betriebe 2024 in ihren eigenen Umweltschutz?

21.178.858 Tausend Euro, der höchste Wert seit Beginn dieser Erhebung. Gegenüber dem Vorjahr sind das 23,3 Prozent mehr.

Wie viele Menschen stellen in Deutschland Umweltschutzgüter her?

404.927 im Jahr 2024. Gemeint sind Beschäftigte, die solche Güter und Leistungen erzeugen, nicht Beschäftigte in Umweltbehörden.

Wie stark ist der Umsatz mit Umweltschutzgütern seit Beginn der Reihe gewachsen?

Um 424,6 Prozent. Im ersten Jahr der Erhebung, 2006, lag er bei 22.398 Millionen Euro.

Wo diese Zahlen ihre Grenze haben

  • Die Beschäftigtenzahl erfasst Menschen, die Güter und Leistungen für den Umweltschutz erzeugen, nicht Beschäftigte in Umweltbehörden.
  • Die Investitionssumme ist über die vier Wirtschaftsabschnitte gerechnet, die die Erhebung abdeckt; die Quelltabelle führt keine Insgesamt-Zeile. Die Reihe beginnt 2021, weil die Erhebung damals umgestellt wurde, ältere Werte sind nicht anschließbar. Es sind nominale Beträge.
Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 32531-0001, 32511-0003, Datenstand 30.08.2026 / 12:16:20. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Anlass war die Mitteilung des Bundesamtes vom 16. Juli 2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_251_325.html Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.