Pressemitteilung
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Rekord-Auftragsbestand in der Industrie, die Produktion sinkt trotzdem
Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe erreichte 2025 mit 125 Punkten (2021 = 100) den höchsten Stand seit Beginn der Reihe 2015, die Reichweite mit 7,9 Monaten ebenfalls. Die Produktion fiel zum vierten Mal in Folge.
Frankfurt am Main, 19. August 2026
Das Statistische Bundesamt hat am 19. August 2026 einen gestiegenen Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe für den Juni gemeldet. Die Jahresreihen zeichnen das Bild vollständig: Der Bestandsindex erreichte 2025 mit 125 Punkten (2021 = 100) den höchsten Wert seit Beginn der Reihe 2015, ein Plus von 4,9 Prozent. Die Reichweite des Bestands, also die Frage, wie viele Monate die Betriebe an den vorhandenen Aufträgen zu arbeiten hätten, stieg auf 7,9 Monate, auch das ein Höchststand ihrer Reihe.
Bestellt ist nicht gebaut
Die Produktion macht diese Bewegung nicht mit. Ihr Index fiel 2025 auf 92,8 Punkte, 1,1 Prozent unter das Vorjahr und zum vierten Mal in Folge. Auch die Beschäftigung gab nach: 5.433.048 Menschen arbeiteten 2025 in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes, 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr und der zweite Rückgang in Folge. Der Auftragseingang dagegen stieg um 3,5 Prozent auf 101,4 Punkte.
Der lange Vergleich macht den Abstand sichtbar. Seit 1991 ist der Auftragseingang um 127,4 Prozent gestiegen, die Produktion um 22,9 Prozent, beides in Prozent gerechnet, nicht in Punkten. Volle Bücher und eine sinkende Fertigung zugleich heißen: Die Betriebe arbeiten ihre Bestellungen langsamer ab, als neue hereinkommen, und genau das misst die Rekord-Reichweite von 7,9 Monaten.