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Wassergefährdende Stoffe: 1.461 Unfälle, so wenige wie nie

Der neunte Rückgang in Folge. Über die ausgetretene Menge sagt diese Zahl allerdings nichts.

Frankfurt am Main, 24. August 2026

Ein umgekippter Tanklaster, ein undichtes Heizöllager, ein Rohrbruch in einer Betriebsanlage: Gezählt wird jeder Fall, in dem wassergefährdende Stoffe unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Die Reihe beginnt im Jahr 2010.

Bei 1.461 Unfällen traten 2025 in Deutschland wassergefährdende Stoffe aus, dem niedrigsten Wert seit Beginn der Reihe 2010 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 32311-0001).

Den Höchststand brachte 2016 mit 2.721 Unfällen. Seither ist die Zahl in jedem einzelnen Jahr gesunken, neunmal hintereinander, zuletzt um 5,3 Prozent. Über die ganze Reihe sind es 40,6 Prozent weniger. So gleichmäßig fällt selten eine Statistik.

Neun Rückgänge sind kein Zufall und kein Beweis

Naheliegend sind strengere Anforderungen an Anlagen und dichtere Kontrollen. Ob sie den Rückgang tragen, steht nicht in dieser Reihe; sie zählt Ereignisse und nennt keine Gründe. Neun Jahre lang gab es keinen einzigen Ausreißer nach oben.

Weniger Unfälle heißt nicht weniger ausgetretener Stoff

Eine Zählung von Ereignissen und die Menge, die dabei freigesetzt wird, sind zwei verschiedene Dinge. Ein einzelner großer Schaden kann mehr in ein Gewässer bringen als hundert kleine Zwischenfälle zusammen, und beides erhebt das Amt getrennt. Wer wissen will, ob die Gewässer sauberer werden, findet die Antwort deshalb nicht hier. Diese Reihe sagt, wie oft etwas schiefgeht, nicht wie schlimm.

Weniger Unfälle durch gute und schlechte Jahre

Die Wirtschaftsleistung wuchs 2025 um 0,2 Prozent. Der Rückgang der Unfälle fällt damit nicht in eine Phase, in der deutlich weniger produziert und transportiert wurde, und er läuft seit 2016 durch gute wie schlechte Konjunkturjahre. Was die Unfälle an Sanierung kosten, erhebt diese Statistik nicht.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen, 2010 bis 2025 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen, 2010 bis 2025 Anzahl, je Jahr 0 1.000 2.000 3.000 2010: 2.460 Unfälle 2011: 2.253 Unfälle 2012: 2.292 Unfälle 2013: 2.538 Unfälle 2014: 2.539 Unfälle 2015: 2.600 Unfälle 2016: 2.721 Unfälle2.721 2017: 2.714 Unfälle 2018: 2.448 Unfälle 2019: 2.351 Unfälle 2020: 2.023 Unfälle 2021: 1.979 Unfälle 2022: 1.878 Unfälle 2023: 1.876 Unfälle 2024: 1.542 Unfälle 2025: 1.461 Unfälle1.461 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 32311-0001, Stand 06.10.2026 / 08:51:48. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 © statistik-de.de
Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 32311-0001.

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Häufige Fragen

Wann gab es die meisten Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen?

2016, mit 2.721 Unfällen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung.

Wie stark sind die Unfallzahlen seit 2010 gesunken?

Um 40,6 Prozent. Bis 2016 stieg die Zahl noch, seither fällt sie in jedem Jahr.

Sagt die Zahl der Unfälle etwas über die ausgetretene Menge?

Nein. Ein einzelner Rohrbruch kann mehr freisetzen als hundert kleine Zwischenfälle. Die Menge wird getrennt erhoben.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 32311-0001, 81000-0001, Datenstand 30.08.2026 / 12:15:54. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.