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Einfuhrpreise: nach dem Höchststand 2022 bewegt sich der Index bis 2025 kaum noch

Der Index der Einfuhrpreise lag 2025 bei 112,2 Punkten, 9,6 Punkte unter dem Höchststand von 2022 und beim 2,8-Fachen des Wertes von 1972, dem tiefsten Stand seit Beginn der Reihe 1970.

Frankfurt am Main, 28. August 2026

Alles, was Deutschland einführt, kostete 2025 im Schnitt 12,2 Prozent mehr als 2021. Anlass für diesen Blick zurück ist die Meldung des Statistischen Bundesamtes vom 28. August 2026 über die Importpreise im Juli 2026. Unsere Reihe rechnet mit Jahreswerten und reicht bis 2025: Der Index der Einfuhrpreise (2021=100, Tabelle 61411-0001, Stand 30.08.2026) stand zuletzt bei 112,2 Punkten. Die amtliche Monatsmeldung und unser Jahreswert beschreiben denselben Index, aber unterschiedliche Zeiträume, ein direkter Vergleich der beiden Zahlen ist deshalb nicht möglich.

Vom niedrigsten Stand 1972 zum Rekordjahr 2022

Am Anfang der Reihe, 1970, lag der Index bei 40,3 Punkten. 1971 stieg er leicht auf 40,5 Punkte, 1972 lag er bei 40,2 Punkten, dem tiefsten Stand seit Beginn der Reihe 1970. Von dort aus stieg der Index bis 1985 auf 94,9 Punkte, fiel danach zurück und lag 2005 mit 85,1 Punkten noch immer darunter; erst nach 2010 ging es weiter aufwärts, bis er 2022 mit 121,8 Punkten seinen höchsten Wert seit Beginn der Reihe 1970 erreichte. Danach gab er zunächst deutlich nach, auf 113,9 Punkte im Jahr 2023, und bewegte sich dann kaum noch: 112,5 Punkte 2024, 112,2 Punkte 2025.

Der letzte Jahreswert, der für 2025, liegt damit 9,6 Punkte unter dem Höchststand von 2022 und beim 2,8-Fachen des Wertes von 1972, dem tiefsten Stand seit Beginn der Reihe 1970. Was 2026 daraus geworden ist, steht in dieser Jahresreihe noch nicht.

Wo diese Zahlen ihre Grenze haben

  • Der Index der Einfuhrpreise lag zwischen 2013 und 2020 durchgehend unter dem Wert von 2012 (99,5 Punkte). Der Anstieg auf den Höchstwert von 121,8 Punkten im Jahr 2022 fällt fast vollständig auf die beiden Jahre 2021 und 2022.
  • Der Index der Einfuhrpreise misst die Preisentwicklung eingeführter Waren anhand eines festen Warenkorbs. Dienstleistungen bleiben unberücksichtigt, und einzelne Warengruppen können sich deutlich anders entwickeln als der Durchschnitt.
  • Der Vergleich mit 1972 bezieht sich auf die nominalen Einfuhrpreise, nicht auf die Kaufkraft. Die Werte der Jahre vor 1991 beziehen sich zudem auf das frühere Bundesgebiet, ein unmittelbarer Vergleich mit den heutigen Werten ist deshalb nur eingeschränkt möglich.
Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61411-0001, Datenstand 30.08.2026 / 10:49:15. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Anlass war die Mitteilung des Bundesamtes vom 28. August 2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_309_614.html Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.