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Eingliederungshilfe: 55.434 begonnene Hilfen für junge Menschen

Der vierte Anstieg in Folge, und der höchste Wert seit Beginn der Reihe. Gezählt werden Hilfen, keine Menschen.

Frankfurt am Main, 27. Mai 2026

Gezählt werden Hilfen, die im Lauf eines Jahres begonnen wurden. Wer im selben Jahr zwei Hilfen beginnt, steht zweimal darin; wer seit Jahren eine bekommt, in diesem Jahr gar nicht.

Im Jahr 2024 begannen in Deutschland 55.434 Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche mit einer seelischen Behinderung, geregelt im Kinder- und Jugendhilfegesetz und geleistet von den Jugendämtern. Am Reihenbeginn 2008 waren es 16.071, das ist ein Zuwachs von 244,9 Prozent. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22517-0002, Datenstand 09.09.2026.

Die Reihe beginnt 2008 bei 16.071 begonnenen Hilfen. Seither hat sie sich mehr als verdreifacht, über die ganze Reihe ein Zuwachs von 244,9 Prozent. Den bisherigen Höchststand hielt 2023 mit 51.052 Hilfen. Der häufigste Anlass ist eine Schulbegleitung.

Welche Eingliederungshilfe hier gemeint ist

Es gibt zwei. Diese Reihe zählt die Hilfe für Kinder und Jugendliche mit einer seelischen Behinderung, geregelt im Kinder- und Jugendhilfegesetz und geleistet vom Jugendamt. Die andere, weit größere Eingliederungshilfe für Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung steht im Neunten Buch des Sozialgesetzbuchs und wird von den Sozialämtern getragen. Wo auf diesem Portal in der Sozialhilfe von der Eingliederungshilfe die Rede ist, ist die zweite gemeint.

Mehr Hilfen heißt nicht mehr Betroffene

Ob mehr junge Menschen eine seelische Behinderung haben oder ob mehr von ihnen Hilfe bekommen, unterscheidet diese Reihe nicht. Eine Diagnose entsteht dort, wo jemand hinsieht. Zum Vergleich: Alle erzieherischen Hilfen zusammen, von der Beratung bis zur Heimerziehung, kamen 2024 auf 677.661 begonnene Fälle, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Teil wächst also deutlich schneller als das Ganze.

0 20k 40k 60k 2008: 16.071 begonnene Hilfen 2009: 18.300 begonnene Hilfen 2010: 19.165 begonnene Hilfen 2011: 21.129 begonnene Hilfen 2012: 22.511 begonnene Hilfen 2013: 25.123 begonnene Hilfen 2014: 27.124 begonnene Hilfen 2015: 27.624 begonnene Hilfen 2016: 30.670 begonnene Hilfen 2017: 33.301 begonnene Hilfen 2018: 37.210 begonnene Hilfen 2019: 41.005 begonnene Hilfen 2020: 40.496 begonnene Hilfen 2021: 45.804 begonnene Hilfen 2022: 47.947 begonnene Hilfen 2023: 51.052 begonnene Hilfen 2024: 55.434 begonnene Hilfen55.434 2010 2015 2020 2024 Statistisches Bundesamt, Tabelle 22517-0002 © statistik-de.de
Wie viele junge Menschen bekommen Eingliederungshilfe nach § 35a? Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22517-0002.

Material zu dieser Mitteilung

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Häufige Fragen

Wie viele Eingliederungshilfen für junge Menschen wurden 2024 in Deutschland begonnen?

2024 wurden in Deutschland 55.434 Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche mit einer seelischen Behinderung begonnen. Der bisherige Höchststand lag 2023 bei 51.052 begonnenen Hilfen. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22517-0002, Datenstand 09.09.2026.

Seit wann steigt die Zahl der Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche?

Seit dem Reihenbeginn 2008, als 16.071 solcher Hilfen begonnen wurden. Bis 2024 hat sich der Wert mehr als verdreifacht, über die ganze Reihe ein Zuwachs von 244,9 Prozent. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22517-0002, Datenstand 09.09.2026.

Was ist der Unterschied zwischen den beiden Eingliederungshilfen im deutschen Sozialrecht?

Die Eingliederungshilfe nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz gilt für Kinder und Jugendliche mit einer seelischen Behinderung und wird von den Jugendämtern geleistet. Die zweite, weit größere Eingliederungshilfe für Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung steht im Neunten Buch des Sozialgesetzbuchs und wird von den Sozialämtern getragen.

Wie viele erzieherische Hilfen wurden 2024 in Deutschland insgesamt begonnen?

2024 kamen alle erzieherischen Hilfen zusammen, von der Beratung bis zur Heimerziehung, auf 677.661 begonnene Fälle, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Eingliederungshilfe für junge Menschen wächst damit deutlich schneller als die Summe aller Hilfen. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22517-0002, Datenstand 09.09.2026.

Welcher Anlass ist bei der Eingliederungshilfe für junge Menschen am häufigsten?

Der häufigste Anlass ist eine Schulbegleitung. Gezählt werden nur Hilfen, die im Lauf eines Jahres begonnen wurden: Wer zwei Hilfen im selben Jahr beginnt, steht zweimal in der Statistik, wer seit Jahren eine Hilfe bekommt, in diesem Jahr gar nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22517-0002, Datenstand 09.09.2026.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22517-0002, Datenstand 09.09.2026 / 13:30:14. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.