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Häuserpreise: 3,2 Prozent mehr, erster Anstieg seit 2022

Der Index liegt trotzdem unter seinem Höchststand von 2022. Er misst eine Veränderung, keinen Preis.

Frankfurt am Main, 25. Juni 2026

Der Häuserpreisindex misst, wie sich die Kaufpreise für Wohnhäuser und Eigentumswohnungen verändern, neu gebaute und bestehende zusammen, bereinigt um Lage und Ausstattung der verkauften Objekte. Was ein Haus kostet, sagt er nicht.

Nach zwei Jahren mit fallenden Werten von 98,4 und 96,9 Punkten legt der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes wieder um 3,2 Prozent zu. Vom Höchststand des Jahres 2022 mit 107,5 Punkten trennen ihn noch 7,0 Prozent, vom Startwert der Reihe aus dem Jahr 2010 dagegen 82,1 Prozent nach oben. Die Reihe weist Jahresmittel aus, Tabelle 61262-0001, Datenstand 09.09.2026.

Den höchsten Wert der Reihe brachte 2022 mit 107,5 Punkten. Danach fiel der Index zwei Jahre lang, auf 98,4 und dann auf 96,9. Der aktuelle Stand liegt 7,0 Prozent unter dem Höchststand und zugleich 82,1 Prozent über dem ersten Wert der Reihe aus dem Jahr 2010.

Ein Jahresdurchschnitt verwischt den Wendepunkt

Diese Reihe zeigt Jahresmittel. Der Bruch nach dem Zinsanstieg liegt innerhalb eines Jahres und ist in den Quartalswerten des Amtes schärfer zu sehen als hier. Wer den Monat sucht, in dem die Preise drehten, findet ihn in einer Jahresreihe grundsätzlich nicht.

Mieten stehen nicht in dieser Reihe

Der Index zählt Kaufpreise tatsächlicher Markttransaktionen. Was Mieten machen, steht im Verbraucherpreisindex und läuft seit Jahren anders. Wer aus steigenden Kaufpreisen auf steigende Mieten schließt, verwechselt zwei Märkte, die sich zwar berühren, aber verschieden reagieren.

0 25 50 75 100 125 2010: 54,9 Indexpunkte (2025=100) 2011: 56,9 Indexpunkte (2025=100) 2012: 58,8 Indexpunkte (2025=100) 2013: 60,6 Indexpunkte (2025=100) 2014: 62,5 Indexpunkte (2025=100) 2015: 65,5 Indexpunkte (2025=100) 2016: 70,4 Indexpunkte (2025=100) 2017: 74,7 Indexpunkte (2025=100) 2018: 79,7 Indexpunkte (2025=100) 2019: 84,3 Indexpunkte (2025=100) 2020: 90,8 Indexpunkte (2025=100) 2021: 101,4 Indexpunkte (2025=100) 2022: 107,5 Indexpunkte (2025=100)107,5 2023: 98,4 Indexpunkte (2025=100) 2024: 96,9 Indexpunkte (2025=100) 2025: 100 Indexpunkte (2025=100)100,0 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 61262-0001 © statistik-de.de
Wie haben sich die Preise für Häuser und Wohnungen entwickelt? Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61262-0001.

Material zu dieser Mitteilung

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Häufige Fragen

Wie stark sind die Häuserpreise in Deutschland zuletzt gestiegen?

Der Häuserpreisindex für Deutschland ist zuletzt um 3,2 Prozent gestiegen. Es ist der erste Anstieg seit 2022, davor fiel der Index zwei Jahre in Folge. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61262-0001, Datenstand 09.09.2026.

Wann waren die Häuserpreise in Deutschland am höchsten?

Den höchsten Wert der Reihe erreichte der deutsche Häuserpreisindex 2022 mit 107,5 Punkten. In den beiden folgenden Jahren sank er auf 98,4 und danach auf 96,9 Punkte. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61262-0001, Datenstand 09.09.2026.

Wie stark sind die Häuserpreise in Deutschland seit 2010 gestiegen?

Der Häuserpreisindex liegt 82,1 Prozent über dem ersten Wert der Reihe aus dem Jahr 2010. Zum Höchststand von 2022 fehlen ihm zugleich 7,0 Prozent. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61262-0001, Datenstand 09.09.2026.

Was misst der Häuserpreisindex in Deutschland?

Der Häuserpreisindex misst die Veränderung der Kaufpreise für Wohnhäuser und Eigentumswohnungen in Deutschland, neu gebaute und bestehende Objekte zusammen. Die Werte sind um Lage und Ausstattung der verkauften Objekte bereinigt. Was ein einzelnes Haus kostet, lässt sich daraus nicht ablesen. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61262-0001.

Zeigt der Häuserpreisindex auch die Entwicklung der Mieten?

Nein, der Häuserpreisindex erfasst allein Kaufpreise tatsächlicher Markttransaktionen. Die Mietentwicklung steht im Verbraucherpreisindex und verläuft seit Jahren anders. Kauf- und Mietmarkt berühren sich zwar, reagieren aber verschieden. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61262-0001.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61262-0001, Datenstand 09.09.2026 / 11:50:29. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.