Pressemitteilung
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Wohnungslose in Unterkünften: 452.910, erstmals weniger
Die Reihe ist jung und zählt nur einen Teil: Wer auf der Straße schläft, steht nicht darin.
Frankfurt am Main, 7. August 2026
Gezählt werden Menschen, die eine Kommune oder ein Träger wegen Wohnungslosigkeit untergebracht hat, jeweils am Stichtag Ende Januar. Die Statistik gibt es erst seit 2022.
452.910 Menschen waren am jüngsten Stichtag Ende Januar wegen Wohnungslosigkeit von einer Kommune oder einem Träger untergebracht. Das ist der erste Rückgang dieser Reihe: 2025 lag der Wert bei 474.675 und damit am höchsten, in der ersten Erhebung 2022 bei 178.145. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22971-0001, Datenstand 09.09.2026.
Ihren höchsten Wert brachte der Stichtag im Jahr 2025 mit 474.675 Menschen. Im ersten Erhebungsjahr waren es 178.145, über die ganze Reihe also 154,2 Prozent mehr. Wie viel von diesem Anstieg auf die Sache entfällt und wie viel auf eine Erhebung, die erst vollständig werden musste, sagt die Reihe nicht.
Was diese Zahl nicht sieht
Wer auf der Straße schläft oder bei Bekannten unterkommt, steht nicht darin. Dafür gibt es nur Schätzungen von Verbänden, die deutlich höher liegen. Die Reihe zählt einen Verwaltungsvorgang, nämlich die Unterbringung, und nicht den Zustand der Wohnungslosigkeit.
Ein Wohnungsmarkt, kein Armutsindikator
Ein großer Teil der Gezählten sind Geflüchtete, die nach der Anerkennung in einer Unterkunft bleiben, weil sie keine Wohnung finden. Die Reihe misst deshalb den Wohnungsmarkt so sehr wie die Armut, und ein Rückgang kann auch heißen, dass mehr Menschen eine Wohnung gefunden haben.
Häufige Fragen
Wie viele wohnungslose Menschen sind in Deutschland in Unterkünften untergebracht?
452.910 Menschen waren am jüngsten Stichtag Ende Januar wegen Wohnungslosigkeit von einer Kommune oder einem Träger untergebracht. Es ist der erste Rückgang seit Beginn der Erhebung. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22971-0001, Datenstand 09.09.2026.
Wie hoch war der Höchststand der Wohnungslosenstatistik in Deutschland?
474.675 untergebrachte wohnungslose Menschen am Stichtag Ende Januar 2025, der höchste Wert der Reihe. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22971-0001, Datenstand 09.09.2026.
Seit wann gibt es in Deutschland eine Wohnungslosenstatistik?
Seit 2022, das erste Erhebungsjahr wies 178.145 untergebrachte wohnungslose Menschen aus. Über die ganze Reihe ergibt das ein Plus von 154,2 Prozent, wobei sich nicht trennen lässt, wie viel davon auf die Sache entfällt und wie viel auf eine Erhebung, die erst vollständig werden musste. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22971-0001, Datenstand 09.09.2026.
Werden Menschen, die auf der Straße schlafen, in der Wohnungslosenstatistik gezählt?
Nein. Die amtliche Statistik zur Unterbringung wohnungsloser Menschen erfasst nur, wen eine Kommune oder ein Träger am Stichtag Ende Januar untergebracht hat. Wer im Freien schläft oder bei Bekannten unterkommt, fehlt darin; dazu gibt es nur Schätzungen von Verbänden, die deutlich höher liegen.
Warum tauchen Geflüchtete in der Statistik der untergebrachten Wohnungslosen auf?
Ein großer Teil der Gezählten sind Geflüchtete, die nach ihrer Anerkennung in der Unterkunft bleiben, weil sie keine Wohnung finden. Die Zahl beschreibt deshalb den Wohnungsmarkt so sehr wie die Armut, und ein Rückgang kann auch bedeuten, dass mehr Menschen eine Wohnung gefunden haben.