Pressemitteilung
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Erwerbstätige: 45.481 Tausend, zweiter Rückgang in Folge
Der Höchststand der Reihe liegt im November 2024, und kein Monat seither hat ihn wieder erreicht.
Frankfurt am Main, 18. August 2026
Gezählt werden Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland, Monat für Monat und ohne Saisonbereinigung. Dieselbe Rechnung führt eine zweite Größe, die dieselben Menschen nach ihrem Arbeitsort zählt.
In Deutschland waren im Juli 2026 insgesamt 45.481 Tausend Menschen erwerbstätig, 0,1 Prozent weniger als im Vormonat (Statistisches Bundesamt, Tabelle 13321-0001).
Den höchsten Stand erreichte die Reihe im November 2024 mit 46.050 Tausend Personen. Dorthin ist sie nicht zurückgekehrt. Im Februar 2026 stand sie bei 45.376 Tausend, danach ging es drei Monate lang leicht aufwärts, bis Juni und Juli wieder nachgaben.
Die lange Reihe relativiert die Seitwärtsbewegung
Im Januar 1997 zählte sie 37.509 Tausend Erwerbstätige, den niedrigsten Wert überhaupt. Seit ihrem Beginn im Januar 1991 ist sie um 16,2 Prozent gewachsen. Was heute als Rückgang gemeldet wird, bewegt sich in einem Band, das in dieser Reihe kaum sichtbar wäre.
Zwei Zählweisen, dieselben Menschen
Nach dem Arbeitsortkonzept kam die Rechnung im Jahresmittel 2025 auf 45.878,3 Tausend Personen, im Jahr davor auf 45.959,7 Tausend, ihren höchsten Wert. Der Unterschied klingt technisch und entscheidet doch, welche Zahl in einer Meldung steht: ob jemand dort gezählt wird, wo er wohnt, oder dort, wo er arbeitet. Beide Zählweisen zeigen dasselbe Bild, und beide haben ihren Höchststand hinter sich.
Weniger Erwerbstätige bei schwacher Produktion
Im Juli 2026 lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,7 Prozent unter dem Vorjahresmonat, der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 13,2 Prozent darüber. Beschäftigung folgt der Produktion oft erst mit Abstand. Ob die gestiegenen Aufträge den Rückgang bremsen, zeigen die folgenden Monate.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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