Im August 2026 hatte knapp jeder dritte neu zugelassene Pkw einen reinen Elektroantrieb, 32,4 Prozent. Von Januar bis August lag der Anteil bei 26,2 Prozent, im selben Zeitraum des Vorjahres bei 18,0. Auf der Straße ist davon noch wenig zu sehen: Am 1. Januar 2026 waren 2.034.260 Elektroautos zugelassen, 4,1 Prozent aller Pkw. Fünf Jahre vorher waren es 309.083.
Der Bestand, gegen den diese Anteile anlaufen, wächst selbst weiter. Am 1. Januar 2010 waren in Deutschland 41.737.627 Pkw zugelassen, am 1. Januar 2025 49.339.166, 18,2 Prozent mehr. Und gekauft wird vor allem gebraucht: 2025 wechselten 6.512.427 Pkw den Halter, gut doppelt so viele, wie im selben Jahr neu zugelassen wurden.
Die älteste Reihe dieses Bereichs zählt, was der Verkehr kostet. 1995 starben 9.454 Menschen auf deutschen Straßen, 2025 waren es 2.832, 70 Prozent weniger. Der tiefste Wert liegt allerdings schon hinter uns, 2.562 im Jahr 2021; seither lag die Zahl jedes Jahr zwischen 2.770 und 2.839.
Und die Schiene? 2005 beförderten Güterzüge 315,6 Millionen Tonnen, 2025 waren es 328,0 Millionen, 3,9 Prozent mehr in 20 Jahren. Den höchsten Wert erreichte die Reihe schon 2011 mit 374,0 Millionen Tonnen. Die Verlagerung von der Straße auf die Schiene gilt seit Langem als politisches Ziel, in dieser Zahl ist sie nicht angekommen. Wer wissen will, wie schnell sich der Verkehr wandelt, liest deshalb zwei Uhren: die der Neuzulassungen, die im Monatstakt geht, und die des Bestands, die in Jahrzehnten rechnet. Welche von beiden zeigt, wo wir 2030 stehen?