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Ausbildung: 461.919 neue Verträge, der Tiefstwert der Reihe

Der zweite Rückgang nacheinander. Die Anträge auf Anerkennung eines ausländischen Abschlusses stiegen im selben Jahr auf den höchsten Wert.

Frankfurt am Main, 19. August 2026

Gezählt werden Ausbildungsverträge, die in einem Jahr neu abgeschlossen wurden. Dieselbe Kategorie führt eine zweite Größe: die Anträge auf Anerkennung eines im Ausland erworbenen Abschlusses.

In Deutschland wurden 2025 insgesamt 461.919 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen, der niedrigste Wert seit Beginn der Reihe im Jahr 2008 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21211-0004).

2008, im ersten Jahr der Reihe, wurden 603.258 Verträge neu abgeschlossen. Bis heute sind daraus 23,4 Prozent weniger geworden. Gleichmäßig verlief das nicht: Bis 2019 hielt sich die Zahl über einer halben Million, im Pandemiejahr 2020 fiel sie auf 463.311, danach stieg sie drei Jahre lang wieder bis auf 479.790. Seit 2024 geht sie erneut zurück, und der Wert für 2025 liegt unter dem des Pandemiejahres.

Die andere Tür wird häufiger benutzt

Neben der Lehre führt die amtliche Statistik einen zweiten Zugang zu einem qualifizierten Beruf. 2025 erreichten die Neuanträge auf Anerkennung den höchsten Wert seit Beginn dieser Erhebung, den fünften Anstieg in Folge. 2016, im ersten Erhebungsjahr, waren es 32.403, seither ist die Zahl deutlich gestiegen.

Ein Vertrag ist kein Antrag

Die beiden Reihen zählen Verschiedenes und lassen sich nicht verrechnen. Nebeneinander gelegt beschreiben sie, wie sich die Zugänge zu qualifizierter Arbeit verschieben: Der eine wird schmaler, der andere breiter. Ob dieselben Betriebe die eine Lücke mit der anderen Tür füllen, sagt keine der beiden Reihen.

Weniger Nachwuchs bei weniger Erwerbspersonen

Die Zahl der Erwerbspersonen lag im Dezember 2025 bei 44,2 Millionen, 0,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat, und die Wirtschaftsleistung wuchs um 0,2 Prozent. Ein Ausbildungsmarkt auf dem Tiefstand trifft damit auf ein Arbeitskräfteangebot, das bereits schrumpft. Ob Betriebe in einer schwachen Konjunktur weniger ausbilden oder weniger Bewerber finden, trennt diese Statistik nicht.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

0 200k 400k 600k 800k 2008: 603.258 Verträge603.258 2009: 556.710 Verträge 2010: 553.857 Verträge 2011: 561.099 Verträge 2012: 544.356 Verträge 2013: 521.454 Verträge 2014: 514.008 Verträge 2015: 512.688 Verträge 2016: 507.564 Verträge 2017: 513.270 Verträge 2018: 519.564 Verträge 2019: 510.870 Verträge 2020: 463.311 Verträge 2021: 466.176 Verträge 2022: 469.866 Verträge 2023: 479.790 Verträge 2024: 475.059 Verträge 2025: 461.919 Verträge461.919 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 21211-0004 © statistik-de.de
Wie viele Menschen beginnen in Deutschland eine Ausbildung? Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21211-0004.

Material zu dieser Mitteilung

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Häufige Fragen

Wie stark ist die Zahl der neuen Ausbildungsverträge seit 2008 gefallen?

Um 23,4 Prozent. Im ersten Jahr der Reihe, 2008, waren es 603.258 Verträge.

Wie viele Anträge auf Anerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses gab es 2025?

Der höchste Wert seit Beginn dieser Erhebung im Jahr 2016.

Wann brachen die Ausbildungszahlen am stärksten ein?

Im Pandemiejahr 2020, auf 463.311 Verträge. Danach stieg die Zahl drei Jahre lang wieder.

Wo diese Zahlen ihre Grenze haben

  • Die Erhebung nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz zählt neu gestellte Anträge auf Anerkennung, nicht die Zahl der positiv beschiedenen Verfahren. Beide Größen werden gesondert geführt und sind nicht austauschbar.
  • Die Reihe der Ausbildungsverträge beginnt 2008, die der Anerkennungsanträge 2016. Ein Vergleich über beide hinweg gilt erst ab dem späteren der beiden Anfangsjahre.
Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 21211-0004, 13231-0001, 81000-0001, Datenstand 09.09.2026 / 11:48:05. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.