Pressemitteilung
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Außenhandel: 2,3 Prozent weniger Ausfuhrgewicht als 2024
Der Wert der Ausfuhren liegt dagegen knapp unter dem Höchststand von 2022. Beides gehört zusammengelesen.
Frankfurt am Main, 20. August 2026
Der Außenhandel wird zweifach gemessen, in Euro und in Tonnen. Beide Größen stammen aus derselben Erhebung, und sie bewegen sich seit Jahren auseinander.
Deutschland führte 2025 Waren im Gewicht von 345.912.530,1 Tonnen aus, 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr, bei einem Ausfuhrwert von 1.564.192.306 Tausend Euro (Statistisches Bundesamt, Tabelle 51000-0001).
Deutschland kauft Masse und verkauft Wert. 2025 überquerten 529.557.499,4 Tonnen die Grenze ins Land und deutlich weniger hinaus. In Euro dreht sich das Verhältnis um: Die Ausfuhren übertrafen die Einfuhren um 202.302.620 Tausend Euro. Der Ausfuhrwert liegt dabei knapp unter dem Höchststand, den die Reihe für 2022 ausweist.
Das Gewicht erzählt etwas anderes als der Wert
Das Ausfuhrgewicht erreichte seinen höchsten Stand 2019 mit 428.817.582,5 Tonnen und liegt heute deutlich darunter. Das Einfuhrgewicht dagegen wuchs 2025 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent. Wer nur den Wert liest, sieht eine Exportnation in guter Verfassung; wer nur die Tonnen liest, sieht das Gegenteil.
Tonnen und Euro darf man nicht ineinander umrechnen
Für jede ausgeführte Tonne kommt heute mehr Geld herein als vor Jahren, sei es, weil die Güter hochwertiger sind, sei es, weil die Preise gestiegen sind. Beides hat dieselbe Folge für die Statistik und sehr verschiedene Folgen für die Wirtschaft. Ein Land, das weniger Tonnen für mehr Geld verkauft, ist entweder besser geworden oder teurer. Welche der beiden Erklärungen trägt, sagt keine dieser Reihen.
Ein Überschuss ohne Aufschwung
Die Wirtschaftsleistung wuchs 2025 um 0,2 Prozent, die Arbeitslosenquote stieg auf 6,3 Prozent. Mit einem Aufschwung der Gesamtwirtschaft fiel der Überschuss im Außenhandel damit nicht zusammen. Der Überschuss zeigt, dass deutsche Waren im Ausland Käufer finden; wie sich die Nachfrage im Inland entwickelte, führen diese Reihen nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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