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Erzeugerpreise: 129,8 Punkte im Juli, der Boden liegt hinter uns

Vom Februar, dem tiefsten Stand seit März 2022, sind es 4,8 Prozent nach oben. Die Jahresreihe endet 2025 und zeigt das Gegenteil.

Frankfurt am Main, 20. August 2026

Gemessen werden die Preise, die deutsche Hersteller beim Verkauf im Inland erzielen. Die Erhebung führt zwei Reihen: eine Jahresreihe seit 1970 und eine Monatsreihe seit Januar 1976.

Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte lag im Juli 2026 bei 129,8 Punkten (2021 = 100) und damit 4,8 Prozent über dem Wert vom Februar 2026 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0002).

Ihren jüngsten Tiefpunkt hatte die Monatsreihe im Februar 2026 mit 123,8 Punkten. Gegenüber dem Juni ist der Index um 1,1 Prozent gestiegen. Vom höchsten Stand der Monatsreihe, dem September 2022 mit 142,3 Punkten, ist der Berichtsmonat 12,5 Punkte entfernt. Was seit Herbst 2022 an Preisdruck abgebaut wurde, ist also nicht wieder aufgeholt. Aufgehört hat der Abbau trotzdem.

Die Jahreswerte kennen die Wende noch nicht

Wer nur die Jahresreihe liest, sieht einen Rückgang. Sie beginnt 1970 bei 32 Punkten, erreicht ihren höchsten Stand 2023 mit 130,1 und fällt danach auf 127,7 und dann auf 126,2, ein Minus von 1,2 Prozent im letzten Schritt. Das ist der jüngste Wert, den diese Reihe hat.

Zwei Reihen derselben Erhebung, zwei Auskünfte

Die Jahresreihe mittelt zwölf Monate zu einem Wert und weiß deshalb erst im kommenden Frühjahr, was dieses Jahr gewesen ist. Die Monatsreihe weiß es früher und schwankt dafür stärker. Wer nach einer Preiswende sucht, findet sie in der zweiten. Wer wissen will, ob sie hält, muss die erste abwarten.

Ein Jahr, in dem sich wenig bewegte

2025 lag das Bruttoinlandsprodukt bei 3.654 Milliarden Euro, 0,2 Prozent mehr als 2024, und die Inflationsrate bei 2,2 Prozent, so viel wie im Jahr davor. Verschoben hat sich vor allem der Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote lag bei 6,3 Prozent, 0,3 Prozentpunkte über 2024. Die Erzeugerpreise stehen am Anfang der Preisbildung, die Verbraucherpreise an ihrem Ende; wie weit das eine ins andere durchschlägt, geben diese Reihen nicht her.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

0 50 100 150 1970: 32 Indexpunkte (2021=100) 1971: 33,3 Indexpunkte (2021=100) 1972: 34,3 Indexpunkte (2021=100) 1973: 36,5 Indexpunkte (2021=100) 1974: 41,4 Indexpunkte (2021=100) 1975: 43,3 Indexpunkte (2021=100) 1976: 44,9 Indexpunkte (2021=100) 1977: 46,2 Indexpunkte (2021=100) 1978: 46,6 Indexpunkte (2021=100) 1979: 48,9 Indexpunkte (2021=100) 1980: 52,6 Indexpunkte (2021=100) 1981: 56,7 Indexpunkte (2021=100) 1982: 60 Indexpunkte (2021=100) 1983: 60,9 Indexpunkte (2021=100) 1984: 62,6 Indexpunkte (2021=100) 1985: 64,2 Indexpunkte (2021=100) 1986: 62,5 Indexpunkte (2021=100) 1987: 61 Indexpunkte (2021=100) 1988: 61,7 Indexpunkte (2021=100) 1989: 63,7 Indexpunkte (2021=100) 1990: 64,8 Indexpunkte (2021=100) 1991: 66,4 Indexpunkte (2021=100) 1992: 67,3 Indexpunkte (2021=100) 1993: 67,3 Indexpunkte (2021=100) 1994: 67,7 Indexpunkte (2021=100) 1995: 68,9 Indexpunkte (2021=100) 1996: 68 Indexpunkte (2021=100) 1997: 68,8 Indexpunkte (2021=100) 1998: 68,5 Indexpunkte (2021=100) 1999: 67,8 Indexpunkte (2021=100) 2000: 69,9 Indexpunkte (2021=100) 2001: 72 Indexpunkte (2021=100) 2002: 71,5 Indexpunkte (2021=100) 2003: 72,8 Indexpunkte (2021=100) 2004: 73,9 Indexpunkte (2021=100) 2005: 77,2 Indexpunkte (2021=100) 2006: 81,4 Indexpunkte (2021=100) 2007: 82,4 Indexpunkte (2021=100) 2008: 86,9 Indexpunkte (2021=100) 2009: 83,3 Indexpunkte (2021=100) 2010: 84,6 Indexpunkte (2021=100) 2011: 89 Indexpunkte (2021=100) 2012: 90,4 Indexpunkte (2021=100) 2013: 90,4 Indexpunkte (2021=100) 2014: 89,5 Indexpunkte (2021=100) 2015: 87,9 Indexpunkte (2021=100) 2016: 86,4 Indexpunkte (2021=100) 2017: 88,8 Indexpunkte (2021=100) 2018: 91,1 Indexpunkte (2021=100) 2019: 92,1 Indexpunkte (2021=100) 2020: 91,2 Indexpunkte (2021=100) 2021: 100 Indexpunkte (2021=100) 2022: 129,8 Indexpunkte (2021=100) 2023: 130,1 Indexpunkte (2021=100)130,1 2024: 127,7 Indexpunkte (2021=100) 2025: 126,2 Indexpunkte (2021=100)126,2 1970 1980 1990 2000 2010 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001 © statistik-de.de
Wie entwickeln sich die Erzeugerpreise in Deutschland? Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61241-0001.

Material zu dieser Mitteilung

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Häufige Fragen

Wann lagen die Erzeugerpreise zuletzt am niedrigsten?

Im Februar 2026, bei 123,8 Punkten. Das ist der tiefste Wert seit März 2022.

Wie weit ist der Index von seinem Höchststand entfernt?

Der höchste Wert der Monatsreihe stammt vom September 2022 mit 142,3 Punkten. Der Berichtsmonat liegt 12,5 Punkte darunter.

Warum zeigt die Jahresreihe einen Rückgang?

Weil sie mit 2025 endet. Damals fiel der Index auf 126,2 Punkte, der zweite Rückgang in Folge.

Wo diese Zahlen ihre Grenze haben

  • Die Monatsreihe beginnt im Januar 1976, die Jahresreihe 1970.
  • Ein Index misst Preisänderungen gegenüber einem Basisjahr, nicht das Preisniveau selbst. 2021 ist auf 100 gesetzt.
Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 61241-0001, 61241-0002, 81000-0001, 61111-0001, 13211-0005, Datenstand 09.09.2026 / 11:47:30. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.