Pressemitteilung
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Auftragseingang Industrie: plus 13,2 Prozent im Juli 2026
Die deutsche Industrie erhält im Juli deutlich mehr Bestellungen als im entsprechenden Vorjahresmonat, in dem der Auftragseingang um 4,7 Prozent gesunken war.
Frankfurt am Main, 4. September 2026
Das Statistische Bundesamt erfasst monatlich, wie viele Aufträge die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland erhalten, preisbereinigt und im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Auftragseingang Industrie monatlich in Deutschland im Juli 2026: 13,2 Prozent, höher als im Juli 2025 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 42151-0004).
Dass die Zahl so hoch ausfällt, hat auch mit dem Vergleichswert zu tun. Im Juli 2025 war der Auftragseingang noch um 4,7 Prozent gesunken, ein Jahr später steht dem ein Plus von 17,9 Prozentpunkten gegenüber. Der Sprung ist deutlich. Der Index selbst liegt bei 96,2 Punkten und damit weiterhin unter dem Niveau des Basisjahres 2021.
Wie schon im Vormonat bewegt sich der Wert auf hohem Niveau, wenn auch etwas verhaltener: Im Juni 2026 hatte die Jahresveränderung noch bei 13,8 Prozent gelegen, jetzt liegt sie 0,6 Prozentpunkte darunter. Dieser Vergleich zum Vormonat zeigt zugleich, wie sich der Jahreslauf entwickelt. Anders der kalender- und saisonbereinigte Wert, auf den sich das Statistische Bundesamt bezieht, wenn es den Vormonatsvergleich meldet: Während die Jahresveränderung den Juli mit dem Juli des Vorjahres vergleicht, vergleicht er Juli unmittelbar mit Juni, nachdem Jahreszeit und Arbeitstage herausgerechnet sind, und lag dabei um 2,5 Prozent höher.
Höher lag der Wert in einem Juli zuletzt vor fünf Jahren
Höher lag der Juli-Wert zuletzt 2021, mit 23,2 Prozent; seit 2022 blieb jeder Juli darunter. Höchststand der Reihe: April 2021 mit 79,2 Prozent, 66,0 Prozentpunkte über dem Wert für Juli 2026. Den tiefsten Punkt erreichte die Reihe im April 2020 mit minus 38,4 Prozent.
Die Aufträge steigen auch bereinigt, die Produktion sinkt
Auch kalender- und saisonbereinigt steigt dieselbe Reihe: Index 95,5 Punkte im Juli 2026, ein Plus von 13,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe lag im selben Monat dagegen um 1,7 Prozent unter dem Vorjahresmonat.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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