Pressemitteilung
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Autoindustrie: 42.300 Beschäftigte weniger als vor einem Jahr
So wenige Menschen arbeiteten in der Branche noch nie seit 2005. Auch in allen anderen großen Industriezweigen sank die Beschäftigung.
Frankfurt am Main, 14. August 2026
Gezählt werden die Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe nach Branchen, zum Ende des ersten Halbjahres 2026 gegenüber demselben Zeitpunkt des Vorjahres. Zulieferer außerhalb der Branche, etwa Reifenhersteller, sind nicht eingerechnet.
In der deutschen Automobilindustrie arbeiteten zum Ende des 1. Halbjahres 2026 42.300 Menschen weniger als ein Jahr zuvor, ein Rückgang um 5,8 Prozent (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N057 vom 14. August 2026).
In der Automobilindustrie arbeiteten zuletzt 691.500 Menschen, 5,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor; keine andere große Industriebranche verlor so stark. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Motoren sank die Zahl um 6,1 Prozent, bei den Zulieferern von Teilen und Zubehör um 7,6 Prozent. Nur die Hersteller von Karosserien und Anhängern stellten ein, plus 10,0 Prozent. Der Maschinenbau bleibt mit 905.900 Beschäftigten die größte Industriebranche.
Die ganze Industrie baut Stellen ab
Im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt arbeiteten 5,29 Millionen Menschen, 2,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Metallerzeugnisse verloren 3,8 Prozent, die Chemie 3,6 Prozent, die elektrische Ausrüstung 3,4 Prozent.
Weniger Produktion, weniger Beschäftigung
Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe lag im Juni 2026 bereinigt 0,5 Prozent unter dem Vorjahresmonat, die Zahl aller Erwerbstätigen ebenfalls 0,5 Prozent darunter. Ob die Autoindustrie Stellen abbaut, weil weniger gebaut wird, oder weil Elektroautos weniger Arbeit brauchen, trennen diese Zahlen nicht. Wie Ausfuhr und Produktion der Branche verlaufen, steht im Dossier zum Autoexport.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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