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Hochschulreife 2024: 55 Prozent der Absolvierenden sind Frauen

Je niedriger der Abschluss, desto mehr Männer. Ohne Ausbildung und ohne Schule sind junge Männer deutlich häufiger als junge Frauen.

Frankfurt am Main, 20. August 2026

Der Gender Education Gap beschreibt, dass junge Frauen in Schule und Hochschule oft besser abschneiden als junge Männer. Gezählt werden die Abschlüsse allgemeinbildender Schulen nach Geschlecht, junge Menschen ohne Ausbildung und die Abschlussquoten an Hochschulen.

Unter den 258.300 Absolvierenden mit Allgemeiner Hochschulreife an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland waren im Abgangsjahr 2024 55 Prozent Frauen (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N059 vom 20. August 2026).

Unter den 258.300 Absolvierenden mit Allgemeiner Hochschulreife waren im Abgangsjahr 2024 Frauen in der Mehrheit, beim Ersten Schulabschluss die Männer, mit 59 Prozent von 133.100. Den Mittleren Abschluss machten 344.200 junge Menschen, 51 Prozent davon Männer. Im Schuljahr 2024/2025 wiederholten 148.100 Schülerinnen und Schüler eine Klasse, 56 Prozent davon Jungen.

Junge Männer bleiben häufiger ohne Ausbildung

15 Prozent der Männer von 18 bis 24 Jahren hatten 2025 höchstens einen Mittleren Abschluss und waren nicht in Aus- oder Weiterbildung, bei den Frauen 11 Prozent; zehn Jahre zuvor waren es bei beiden 10 Prozent. Das Amt führt den wachsenden Abstand zum Teil auf den höheren Anteil junger Ausländer in dieser Altersgruppe zurück, der von 12 auf 17 Prozent stieg. An den Hochschulen schlossen 34 Prozent der Frauen, die 2020 ein Bachelorstudium begannen, nach acht Semestern ab, bei den Männern 25 Prozent.

Weniger Ausbildungsverträge, mehr Abgänger ohne Abschluss

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sank 2025 um 2,8 Prozent auf 461.919. Ohne Abschluss verließen im Abgangsjahr 2024 62.036 Jugendliche die allgemeinbildenden Schulen. Ob es dieselben jungen Männer sind, die später keinen Ausbildungsplatz haben, zeigen diese Reihen nicht. Wie Angebot und Nachfrage am Ausbildungsmarkt seit Jahren verlaufen, steht im Dossier zur Ausbildung.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in Deutschland, 2008 bis 2025 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in Deutschland, 2008 bis 2025 Ausbildungsverträge je Jahr 0 200k 400k 600k 800k 2008: 603.258 Ausbildungsverträge603.258 2009: 556.710 Ausbildungsverträge 2010: 553.857 Ausbildungsverträge 2011: 561.099 Ausbildungsverträge 2012: 544.356 Ausbildungsverträge 2013: 521.454 Ausbildungsverträge 2014: 514.008 Ausbildungsverträge 2015: 512.688 Ausbildungsverträge 2016: 507.564 Ausbildungsverträge 2017: 513.270 Ausbildungsverträge 2018: 519.564 Ausbildungsverträge 2019: 510.870 Ausbildungsverträge 2020: 463.311 Ausbildungsverträge 2021: 466.176 Ausbildungsverträge 2022: 469.866 Ausbildungsverträge 2023: 479.790 Ausbildungsverträge 2024: 475.059 Ausbildungsverträge 2025: 461.919 Ausbildungsverträge461.919 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 21211-0004, Stand 30.08.2026 / 11:18:53. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 © statistik-de.de
Ausbildungsverträge 2025: so wenige neue wie nie seit Beginn der Reihe Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21211-0004.

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Häufige Fragen

Machen mehr Frauen oder mehr Männer Abitur?

Mehr Frauen. Beim Ersten Schulabschluss sind dagegen die Männer in der Mehrheit, mit 59 Prozent im Abgangsjahr 2024.

Warum sind junge Männer häufiger ohne Ausbildung?

Das Amt nennt als einen Grund den gestiegenen Anteil junger Ausländer in dieser Altersgruppe. Unter ihnen ist der Anteil ohne Ausbildung höher, bei jungen Männern stärker als bei jungen Frauen.

Gilt der Abstand auch im Masterstudium?

Ja, aber kleiner: 53 Prozent der Frauen und 48 Prozent der Männer, die 2020 ein Masterstudium begannen, schlossen nach sechs Semestern ab.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 21211-0004, 21111-0004, Datenstand 09.09.2026 / 11:48:05. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Anlass war die Mitteilung des Bundesamtes vom 20. August 2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_N059_212.html Zahlen ohne Tabellenangabe stammen aus dieser Mitteilung des Bundesamtes. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.