Pressemitteilung
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BAföG: 570.047 Geförderte, und mehr Geld für jeden Einzelnen
Der zweite Rückgang in Folge. Der durchschnittliche Betrag je Gefördertem erreichte zugleich den höchsten Wert der Reihe.
Frankfurt am Main, 5. August 2026
Gezählt werden Schülerinnen, Schüler und Studierende, die im Jahr eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz erhalten haben. Dieselbe Statistik führt den durchschnittlichen Betrag je Person und den Gesamtaufwand.
In Deutschland erhielten 2025 insgesamt 570.047 Schülerinnen, Schüler und Studierende BAföG, 7 Prozent weniger als im Vorjahr; der durchschnittliche Förderbetrag lag bei 656 Euro (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21411-0001).
979.347 Geförderte zählte die Statistik 2012, den höchsten Wert der Reihe. Seither ist die Zahl fast durchgehend gefallen. Über die ganze Reihe gerechnet, von 1991 an, steht ein Minus von 34,7 Prozent, und der heutige Stand liegt nur wenig über dem Tiefpunkt von 1998 mit 531.476 Geförderten.
Je Kopf so viel wie nie in dieser Reihe
656 Euro betrug der durchschnittliche Förderbetrag 2025, 3,3 Prozent mehr als im Jahr davor und der höchste Wert seiner Reihe. 1991 waren es 273 Euro, über die ganze Reihe ein Zuwachs von 140,3 Prozent. Der Gesamtaufwand folgt dagegen der Zahl der Köpfe: 2.955,6 Millionen Euro, 3,8 Prozent weniger als im Jahr davor.
Großzügiger für weniger Menschen
Die drei Größen lassen sich nicht gegeneinander aufrechnen. Zusammen beschreiben sie, was geschieht: Die Förderung ist je Kopf großzügiger geworden und erreicht weniger Menschen. Ob das an der Zahl der Anspruchsberechtigten liegt oder daran, wie viele von ihnen einen Antrag stellen, sagt diese Statistik nicht.
Weniger Geförderte in einem schrumpfenden Ausbildungsmarkt
Auch die berufliche Ausbildung wird kleiner: 2025 wurden 461.919 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen, 2,8 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Zahl der Erwerbspersonen lag im Dezember 2025 bei 44,2 Millionen, 0,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Für eine Volkswirtschaft mit weniger Erwerbspersonen wiegt jede Qualifikation schwerer, die nicht zustande kommt. Ob eine Förderung, die mehr Menschen erreicht, daran etwas ändern würde, zeigt diese Statistik nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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