Pressemitteilung
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Gesundheitsausgaben steigen auf 538.207 Millionen Euro
Nach einem Jahr fast ohne Bewegung wieder ein kräftiger Sprung. Es ist der zwanzigste Anstieg in Folge.
Frankfurt am Main, 17. Juni 2026
Gezählt werden die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland über alle Träger hinweg, von den Krankenkassen bis zu den privaten Haushalten. Eine preisbereinigte Fassung führt die Reihe nicht.
Die Gesundheitsausgaben in Deutschland betrugen 2024 insgesamt 538.207 Millionen Euro, 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001).
2023 lagen die Ausgaben bei 500.267 Millionen Euro und damit nur 0,1 Prozent über dem Vorjahr. In einer Reihe, die seit zwei Jahrzehnten nur eine Richtung kennt, ist ein solcher Stillstand die Ausnahme; den letzten Rückgang verzeichnet sie 2004. Ein Jahr später fällt der Zuwachs wieder so kräftig aus wie zuletzt 2021.
Über drei Jahrzehnte mehr als verdreifacht
1992, im ersten Jahr der Reihe, lagen die Gesundheitsausgaben bei 159.211 Millionen Euro. Über die ganze Reihe gerechnet sind sie um 238 Prozent gewachsen, heute mehr als das Dreifache des Werts von 1992. Einen Rückgang kennt diese Reihe aus einem einzigen Jahr, und der liegt zwei Jahrzehnte zurück.
Der Zuwachs sagt nichts über den Umfang
Wie viel davon auf gestiegene Preise entfällt und wie viel auf mehr Leistung, unterscheidet diese Reihe nicht. Ohne eine preisbereinigte Fassung daneben ist ein Zuwachs über drei Jahrzehnte eine Aussage über Euro, nicht über die Größe des Gesundheitswesens.
Mehr Personal bei nachlassender Teuerung
Im Gesundheitswesen arbeiteten 2024 6,2 Millionen Menschen, 1,7 Prozent mehr als 2023. Die Inflationsrate fiel im selben Jahr auf 2,2 Prozent, nach 5,9 Prozent im Jahr davor. Ein größerer Teil des Ausgabensprungs dürfte deshalb auf mehr Personal und mehr Leistung entfallen als in den Jahren hoher Teuerung. Wie sich beides genau aufteilt, sagt die Reihe ohne preisbereinigte Fassung nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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