Pressemitteilung
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Schweinefleisch im Juli 2026: 347.765 Tonnen geschlachtet
Die Menge liegt unter dem Vorjahresmonat, und der Abstand zu den starken Jahren um 2013 bleibt groß.
Frankfurt am Main, 4. September 2026
Gezählt wird das Schlachtgewicht der gewerblich geschlachteten Schweine in Deutschland, Monat für Monat. Der jüngste Wert gilt für den Juli 2026 und wird mit demselben Monat des Vorjahres verglichen.
In Deutschland wurden im Juli 2026 gewerblich 347.765 Tonnen Schweinefleisch erzeugt, 1,8 Prozent weniger als im Juli 2025 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41331-0002).
Gegenüber dem Juli 2025 ist die Menge um 1,8 Prozent gesunken, gegenüber dem Juni um 1,3 Prozent. Beides sind kleine Schritte; bis 2023 lag der Juli sechsmal in Folge unter dem Vorjahr, 2024 und 2025 darüber.
Die Schlachthöfe arbeiten weit unter dem Stand von 2013
Im Juli 2013 erzeugten sie 458.592 Tonnen, den höchsten Juliwert seit der Neuabgrenzung von 2009. Im Juli 2026 waren es 24,2 Prozent weniger, gegenüber dem Juli 2009 fehlen 17,3 Prozent. Beide Abstände überzeichnen den Rückgang: Bis einschließlich 2023 enthält die Menge auch Tiere ausländischer Herkunft, seit 2024 nicht mehr. Um wie viel das die Werte verschiebt, zeigt die Tabelle nicht.
Der Tiefpunkt liegt erst drei Jahre zurück
Im Juli 2023 waren es 330.543 Tonnen, so wenig wie in keinem anderen Juli seit 2009. Seither bewegt sich die Menge in einem schmalen Band darüber, ohne dass eine Richtung erkennbar wäre. Woran das liegt, sagt die Tabelle nicht: Sie wiegt Fleisch, sie erklärt keine Ställe.
Das Kalenderjahr 2025 lag über dem Jahr davor
Die Jahresreihe daneben, die gesamte Schlachtmenge für ganze Kalenderjahre, zeichnet ein anderes Bild als der einzelne Monat: 2025 kamen 4.242.335 Tonnen zusammen, 2,2 Prozent mehr als 2024. Mit 1993, dem ersten Jahr der Reihe, lässt sich das nur eingeschränkt vergleichen, weil das Amt seit 2009 nach einer neuen EU-Verordnung anders abgrenzt und bis 2023 auch Tiere ausländischer Herkunft mitzählt.
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Juli 2026 um 13,7 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Der Index gilt für alle landwirtschaftlichen Produkte; ob die Schweinehalter weniger erlösen, zeigt er nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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