Pressemitteilung
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Öffentliche Schulden steigen um 6 Prozent auf einen Höchststand
Der Schuldenstand ist so hoch wie in keinem Jahr dieser Reihe. Von 2012 bis 2019 war er, mit einer kleinen Unterbrechung 2014, gesunken.
Frankfurt am Main, 21. Juli 2026
Gezählt werden die Schulden von Bund, Ländern, Gemeinden und ihren Extrahaushalten, gemessen in Euro zum Jahresende. Wofür dieses Geld ausgegeben wurde, führt die Reihe nicht mit.
Die öffentlichen Haushalte in Deutschland hatten zum 31. Dezember 2025 insgesamt 2.662.245 Millionen Euro Schulden, 6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (Statistisches Bundesamt, Tabelle 71321-0005).
2010, im ersten Jahr der Reihe, standen 2.011.677 Millionen Euro in den Büchern. Bis Ende 2019 sanken sie auf 1.899.061 Millionen, den niedrigsten Wert der Reihe, ein Rückgang um 5,6 Prozent in neun Jahren. Danach kehrte sich die Richtung um: Vom Tiefpunkt bis heute sind die Schulden um 40,2 Prozent gewachsen.
Der Bruch liegt im Jahr 2020, und er hält
Den größten Sprung der Reihe brachte 2020 mit einem Plus von 14,4 Prozent. Seither wächst der Stand in jedem Jahr weiter, in kleineren Schritten, aber ohne Unterbrechung. Über die ganze Reihe gerechnet, von 2010 bis heute, bleibt ein Zuwachs von 32,3 Prozent, und die gesamte Bewegung nach oben liegt in den letzten sechs Jahren.
Euro sagen nichts über Tragfähigkeit
Die Reihe misst den Schuldenstand in Euro, nicht im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung. Ob ein Staat seine Schulden tragen kann, entscheidet sich an genau diesem Verhältnis, und die zweite Größe steht in dieser Spalte nicht. Ein Höchststand in Euro ist deshalb ein Höchststand in Euro und noch keine Aussage über die Lage der Haushalte.
Die Steuereinnahmen wachsen langsamer als die Schulden
Die Steuereinnahmen lagen 2025 bei 989,8 Milliarden Euro, 4,4 Prozent mehr als 2024; die Schulden wuchsen im selben Jahr schneller. Die Wirtschaftsleistung legte preisbereinigt um 0,2 Prozent zu. Solange die Schulden schneller steigen als die Einnahmen, aus denen ihre Zinsen gezahlt werden, wächst ihr Gewicht im Haushalt. Wie schwer es wiegt, hängt an den Zinsen, und die führen diese Reihen nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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