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Sozialhilfe: 10,2 Prozent mehr Nettoausgaben, dritter Anstieg

Drei Brüche in der Reihe machen den Vergleich mit den Jahren vor 2020 wertlos. Erst seit 2020 misst sie dasselbe.

Frankfurt am Main, 21. August 2026

Gezählt werden die Ausgaben der Träger für Sozialhilfe, abzüglich ihrer Einnahmen. Dieselbe Statistik führt Bruttoausgaben, Einnahmen und die Ausgabe je Einwohner. Die Reihe beginnt 1994.

Die Nettoausgaben der Sozialhilfe in Deutschland betrugen 2025 insgesamt 9.705.344 Tausend Euro, 10,2 Prozent mehr als im Vorjahr (Statistisches Bundesamt, Tabelle 22111-0001).

Zwischen 2004 und 2005 fällt der Wert von 22.963.941 auf 17.579.383 Tausend Euro, zwischen 2016 und 2017 von 29.011.293 auf 23.363.257 und zwischen 2019 und 2020 von 25.953.260 auf 6.829.991. Solche Sprünge kommen aus einer geänderten Abgrenzung: Es ändert sich, was die Statistik als Sozialhilfe zählt. Ab 2017 fehlt die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, ab 2020 die Eingliederungshilfe, die seither nach dem SGB IX gesondert erfasst wird.

Der Langfristvergleich misst zwei verschiedene Dinge

Über die ganze Reihe gerechnet steht ein Minus von 53,1 Prozent. Diese Zahl sagt nichts über die Entwicklung sozialer Leistungen. Sie sagt, dass am Anfang und am Ende der Reihe nicht dasselbe gezählt wurde. Eine Reihe mit drei Brüchen besteht aus vier Stücken.

Innerhalb des heutigen Rahmens geht es aufwärts

Seit 2020 ist die Reihe in sich vergleichbar. Ihren niedrigsten Wert brachte 2022 mit 6.129.780 Tausend Euro, seither steigt sie. Die Ausgabe je Einwohner folgt derselben Kurve: 116 Euro im Jahr 2025, nach 73 Euro im Jahr 2022. Die Bruttoausgaben lagen zuletzt bei 10.512.419 Tausend Euro, die Einnahmen bei 807.075.

Mehr Sozialhilfe in einem Jahr mit mehr Arbeitslosen

2025 waren im Jahresdurchschnitt 2.948.092 Menschen arbeitslos gemeldet, 5,8 Prozent mehr als 2024, und die Wirtschaftsleistung wuchs um 0,2 Prozent. Sozialhilfe bezieht allerdings vor allem, wer nicht erwerbsfähig ist; Arbeitslose erhalten in der Regel andere Leistungen. Die beiden Reihen stehen deshalb als Bild derselben schwachen Lage nebeneinander, nicht als Ursache und Wirkung.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

0 10 Mio. 20 Mio. 30 Mio. 1994: 20.703.902 Tsd. Euro 1995: 21.787.520 Tsd. Euro 1996: 20.951.877 Tsd. Euro 1997: 19.775.489 Tsd. Euro 1998: 20.285.946 Tsd. Euro 1999: 20.405.366 Tsd. Euro 2000: 20.863.253 Tsd. Euro 2001: 21.212.904 Tsd. Euro 2002: 21.914.117 Tsd. Euro 2003: 22.569.275 Tsd. Euro 2004: 22.963.941 Tsd. Euro 2005: 17.579.383 Tsd. Euro 2006: 18.109.560 Tsd. Euro 2007: 18.837.809 Tsd. Euro 2008: 19.755.406 Tsd. Euro 2009: 20.930.147 Tsd. Euro 2010: 21.748.822 Tsd. Euro 2011: 22.723.494 Tsd. Euro 2012: 23.956.934 Tsd. Euro 2013: 24.997.135 Tsd. Euro 2014: 26.461.541 Tsd. Euro 2015: 27.742.393 Tsd. Euro 2016: 29.011.293 Tsd. Euro29.011.293 2017: 23.363.257 Tsd. Euro 2018: 24.388.073 Tsd. Euro 2019: 25.953.260 Tsd. Euro 2020: 6.829.991 Tsd. Euro 2021: 7.199.706 Tsd. Euro 2022: 6.129.780 Tsd. Euro 2023: 7.542.324 Tsd. Euro 2024: 8.806.678 Tsd. Euro 2025: 9.705.344 Tsd. Euro9.705.344 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 22111-0001 © statistik-de.de
Was kostet die Sozialhilfe in Deutschland? Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22111-0001.

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Häufige Fragen

Warum lassen sich die Sozialhilfeausgaben nicht über die ganze Reihe vergleichen?

Weil sie dreimal bricht, zwischen 2004 und 2005, zwischen 2016 und 2017 und zwischen 2019 und 2020. Was als Sozialhilfe gezählt wird, war davor ein anderes.

Wie hoch sind die Sozialhilfeausgaben je Einwohner?

116 Euro im Jahr 2025. Der niedrigste Wert seit dem Bruch von 2020 liegt bei 73 Euro.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettoausgaben?

Die Bruttoausgaben lagen 2025 bei 10.512.419 Tausend Euro. Zieht man die Einnahmen ab, bleiben die Nettoausgaben.

Wo diese Zahlen ihre Grenze haben

  • Die Reihe bricht dreimal: zwischen 2004 und 2005, zwischen 2016 und 2017 und zwischen 2019 und 2020. Werte über einen dieser Sprünge hinweg sind nicht vergleichbar, auch wenn sie in derselben Spalte stehen.
  • Die Reihe beginnt 1994. Über die Zeit davor lässt sie keine Aussage zu.
Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 22111-0001, 13211-0001, 81000-0001, Datenstand 09.09.2026 / 11:46:40. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.