Pressemitteilung
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Wohngeld Ende 2024: 1.242.315 Haushalte, mehr als je zuvor
Der dritte Anstieg in Folge. Der durchschnittliche Betrag je Haushalt ging im selben Jahr zurück.
Frankfurt am Main, 7. August 2026
Gezählt werden Haushalte, die am Jahresende Wohngeld bezogen, also einen Zuschuss zur Miete oder zu den Kosten selbst genutzten Wohneigentums. Dieselbe Statistik führt den Anteil an allen Haushalten und den durchschnittlichen Betrag.
In Deutschland bezogen zum 31. Dezember 2024 insgesamt 1.242.315 Haushalte Wohngeld, 5,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (Statistisches Bundesamt, Tabelle 22311-0001).
Ende 2015 bekamen 460.080 Haushalte Wohngeld, den niedrigsten Wert der Reihe. Seither hat sich die Zahl fast verdreifacht. Der Anteil an allen Haushalten zeigt dieselbe Bewegung nach oben. Der größte Sprung liegt im Jahr 2023, als die Zahl der Haushalte binnen eines Jahres um 80 Prozent stieg.
Der Betrag je Haushalt fällt, während die Zahl steigt
Das durchschnittliche Wohngeld lag Ende 2024 bei 287 Euro. Ein Jahr zuvor waren es 297 Euro, bis dahin der höchste Wert dieser Reihe, erreicht nach einem Sprung von 191 Euro im Jahr davor. Mehr Haushalte bekommen also im Schnitt weniger.
Zwei Größen, die man nicht multiplizieren darf
Warum der Durchschnitt sinkt, sagt die Statistik nicht. Ein größerer Kreis von Berechtigten kann den Schnitt drücken, ohne dass eine einzelne Bewilligung kleiner ausfällt. Die eine Größe zählt Haushalte, die andere misst Euro je Haushalt an einem Stichtag. Wer beide miteinander verrechnet, bekommt eine Summe, die es nicht gibt.
Mehr Wohngeld bei steigender Arbeitslosigkeit
2024 waren 2.787.112 Menschen arbeitslos gemeldet, 6,8 Prozent mehr als im Jahr davor, und die Inflationsrate lag bei 2,2 Prozent nach 5,9 Prozent. Wohngeld bekommen Haushalte mit eigenem, aber zu kleinem Einkommen. Ihr Kreis wächst, wenn Einkommen hinter den Wohnkosten zurückbleiben. Welcher Teil des Zuwachses aus der Reform der Anspruchsgrenzen kommt und welcher aus der Lage am Arbeitsmarkt, trennen diese Reihen nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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