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Staat und Finanzen 22. September 2026 Neue Daten

Finanzvermögen des Staates: Der größte Posten sind Beteiligungen an Unternehmen

Einordnung

Der Staat besitzt mehr, als eine Schuldenstatistik ahnen lässt, und weit weniger, als er schuldet. Gewachsen ist in den letzten Jahren vor allem, was sich am schwersten zu Geld machen lässt: Beteiligungen an Unternehmen. Das übrige Finanzvermögen liegt unter seinem Stand von 2022. Wer über Schuldenbremse und Sondervermögen streitet, braucht beide Seiten der Rechnung, und auch dann bleibt sie unvollständig, weil Straßen und Schulen darin fehlen.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Den ersten Entwurf schreibt ein Sprachmodell; Code prüft jede Zahl gegen die amtlichen Daten. KI-Transparenz

Das Finanzvermögen des öffentlichen Gesamthaushalts in Deutschland betrug am 31. Dezember 2025 1,2 Billionen Euro (Statistisches Bundesamt, Tabelle 71411-0001, Stand 02.10.2026).

✓ Geprüft am 6.11.2026, ohne Beanstandung Statistisches Bundesamt, Finanzvermögen des öffentlichen Gesamthaushalts (71411) Datenstand 02.10.2026 / 19:19:52
Prüfvermerk zu diesem Dossier

Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus drei Tabellen unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

Ohne Befund.

Methode

1,2 Billionen Euro, Finanzvermögen 2025 +5,9 % zu 2024
1.156.789 Vorheriger Höchststand 2023 +3,7 % bis 2025
16 Werte in der Reihe, ab 2010
Frei zu lesenEinordnung, Leitgrafik und der erste Abschnitt.
Das vollständige Dossier · 16,00 €Acht weitere Abschnitte, 9 Grafiken, 10 Datentabellen. Was darin steht
Freier Teil

Am 31. Dezember zählen Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung zusammen, was ihnen gehört, soweit es sich in Geld ausdrücken lässt: Guthaben auf Konten, Wertpapiere, verliehenes Geld, Forderungen und Beteiligungen an Unternehmen. Straßen, Schulen und Rathäuser stehen nicht darin. Sie sind Sachvermögen, und das erfasst diese Statistik nicht.

Die Reihe beginnt 2010 und springt 2016 um 59,2 Prozent nach oben. Das ist keine Bewegung in den Kassen. Seit dem Stichtag 31. Dezember 2016 zählt die Statistik die Anteilsrechte an Unternehmen mit, im ersten Jahr 310,2 Milliarden Euro, und vorher fehlten sie (Tabelle 71411-0001). Wer die Jahre davor mit den Jahren danach vergleicht, vergleicht zwei Abgrenzungen.

Seit 2016 ist das Finanzvermögen in jedem Jahr gewachsen außer 2018 und 2024. Wie es sich auf die Ebenen verteilt, worin es angelegt ist und wie es sich zu den Schulden verhält, zerlegt dieses Dossier. 44,5 Prozent davon stecken in Beteiligungen an Unternehmen.

Finanzvermögen in Deutschland, 2010 bis 2025 Mill. Euro je Jahr
0 0,25 Mio. 0,5 Mio. 0,75 Mio. 1 Mio. 1,25 Mio. 2010: 536.405 Mill. Euro 2011: 524.633 Mill. Euro 2012: 563.574 Mill. Euro 2013: 550.822 Mill. Euro 2014: 538.955 Mill. Euro 2015: 555.548 Mill. Euro 2016: 884.376 Mill. Euro 2017: 935.262 Mill. Euro 2018: 924.462 Mill. Euro 2019: 974.193 Mill. Euro 2020: 1.037.074 Mill. Euro 2021: 1.098.010 Mill. Euro 2022: 1.138.267 Mill. Euro 2023: 1.156.789 Mill. Euro 2024: 1.132.244 Mill. Euro 2025: 1.199.068 Mill. Euro1.199.068 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 71411-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 71411-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Finanzvermögen nach Ländern: Nordrhein-Westfalen hält am meisten und hat verloren

116,2 Milliarden Euro hielten Land und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen Ende 2025, mehr als in jedem anderen Land und 2,7 Milliarden weniger als ein Jahr zuvor (Tabelle 71411-0002). Baden-Württemberg folgt mit 90,6, Bayern mit 82,8 Milliarden Euro. Außer Nordrhein-Westfalen verlor nur Berlin. Die übrigen 14 Länder legten zu, Bremen mit 28,0 Prozent am stärksten.

In Euro gerechnet sagt diese Rangfolge vor allem, wie groß ein Land ist. Wer Länder vergleichen will, braucht den Wert je Einwohner, weiter unten. Der Bund und die Sozialversicherung gehören keinem Land und fehlen hier.

Ende des freien Teils
Im vollständigen Dossier Grafik: Finanzvermögen nach Bundesländern 2025 Dazu kommen acht weitere Abschnitte.

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Das vollständige Dossier zeigt, wem das Vermögen gehört und woraus es besteht: die Anteile von Bund, Ländern und Gemeinden, die Beteiligungen, die Extrahaushalte, den Betrag je Einwohner und das Verhältnis zu den Schulden.

8weitere Abschnitte mit Einordnung
9weitere Grafiken
10Datentabellen als CSV
1PDF des ganzen Dossiers

Was Sie darin lesen

  1. Grafik zum ersten AbschnittGrafik: Finanzvermögen nach Bundesländern 2025
  2. Der Bund hält 38,1 Prozent, mehr als jede andere EbeneGrafik: Finanzvermögen nach Ebene 31.12.2025
  3. Beteiligungen an Unternehmen sind der größte PostenGrafik: Finanzvermögen nach Art 31.12.2025
  4. Fast zwei von fünf Euro liegen außerhalb der KernhaushalteGrafik: Kernhaushalte und Extrahaushalte 31.12.2025
  5. Je Einwohner hält Hamburg fast viermal so viel wie das SaarlandGrafik: Finanzvermögen je Einwohner nach Ländern 31.12.2025
  6. Die Anteilsrechte wachsen seit 2016 in fast jedem JahrGrafik: Anteilsrechte an Unternehmen, 2016 bis 2025
  7. Ohne die Beteiligungen liegt das Vermögen unter dem Stand von 2022Grafik: Finanzvermögen ohne Anteilsrechte, 2010 bis 2025
  8. Auf jeden Euro Schulden kommen 45 Cent FinanzvermögenGrafik: Finanzvermögen in Prozent der Schulden, 2010 bis 2025
  9. Die Schulden sind mehr als doppelt so hoch wie das VermögenGrafik: Schulden und Finanzvermögen 31.12.2025

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Häufige Fragen

Was zählt zum Finanzvermögen des Staates?

Bargeld und Einlagen, Wertpapiere, Ausleihungen, sonstige Forderungen und Anteilsrechte an Unternehmen außerhalb des Staatssektors, jeweils gegenüber dem nicht-öffentlichen Bereich und zum 31. Dezember. Straßen, Gebäude und Grundstücke gehören nicht dazu.

Warum springt die Reihe 2016 nach oben?

Weil die Statistik die Anteilsrechte an Unternehmen erst seit dem Stichtag 31. Dezember 2016 erfasst. Der Sprung ist eine neue Abgrenzung, kein Zuwachs in den Kassen.

Kann man Schulden und Finanzvermögen einfach gegeneinander rechnen?

Nein. Die Differenz ist keine Nettoschuld, weil das Sachvermögen fehlt: Straßen, Schienen, Schulen und Verwaltungsgebäude stehen in keiner der beiden Statistiken.