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Bildung 29. August 2026 Neue Daten

Kinobesuche in Deutschland: Das Publikum kommt nach der Pandemie nur zum Teil zurück

Einordnung

2025 zählten die Kinos 2,0 Prozent mehr Besuche als 2024, nach einem Rückgang im Jahr davor: Die Rückkehr ins Kino kommt nur langsam voran. Die Pandemie allein erklärt das nicht, denn die Zahl sank schon in den zwei Jahrzehnten davor. Naheliegend ist, dass Streamingdienste einen Teil der Abende übernommen haben; beweisen lässt sich das mit dieser Reihe nicht. Für Städte und Gemeinden ist die Frage handfest, denn ein Kino, das schließt, fehlt als Treffpunkt.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Die Zahlen dieser Seite sind am 16. Oktober 2026 aktualisiert worden. Der erklärende Text wird gerade nachgezogen und nennt stellenweise noch den vorherigen Stand; maßgeblich sind die Kacheln, Grafiken und Tabellen.

In Deutschland wurden 2025 insgesamt 91,9 Millionen Kinobesuche gezählt (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21611-0002, Stand 16.10.2026).

Prüfung vom 16.10.2026, älter als die Daten Statistisches Bundesamt, Kulturstatistik (21611) Datenstand 16.10.2026 / 09:12:55
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91,9 Millionen, Kinobesuche 2025 +2,0 % zu 2024
177,9 Höchststand 2001 −48,3 % bis heute
26 Werte in der Reihe, ab 2000
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2001 saß rechnerisch jeder Einwohner Deutschlands 2,16 Mal im Jahr vor einer Kinoleinwand, 2023 kaum noch mehr als einmal (Kulturindikatoren, Tabelle 91311-0001). 2025 zählten die Kinos gut drei Viertel der Besuche von 2019 (Tabelle 21611-0002, Stand 16.10.2026). Die Nachbarn im Kulturbetrieb erzählen eine andere Geschichte. Museen und öffentliche Bibliotheken haben in den beiden Jahrzehnten vor der Pandemie Besucher gewonnen, das Kino hat sie verloren. Der Einbruch von 2020 traf alle, aber das Kino traf er in einem Moment, in dem es ohnehin schrumpfte.

Die Kurve verläuft dabei in Sprüngen. Einzelne Jahre heben sie kräftig, 2009 um 13,1 Prozent und 2015 um 14,4 Prozent, und im Jahr darauf fällt sie wieder. 2018 wurden nur 105,4 Millionen Besuche gezählt, der niedrigste Wert vor der Pandemie. Im ersten Pandemiejahr brach die Zahl um 67,9 Prozent ein (Tabelle 21611-0002, Stand 16.10.2026), und bis 2023 hatte sie sich mehr als verdoppelt, ohne den Stand von 2019 zu erreichen.

Die Reihe der Kinobesuche ist frei abrufbar, Jahr für Jahr seit 2000. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie sich die Besuche auf die Länder verteilen, wie Museen, Theater und Bibliotheken durch die Pandemie gekommen sind, welche Bücher erscheinen und welche Kulturangebote schon vorher an Zuspruch verloren.

Kinobesuche in Deutschland, 2000 bis 2025 Millionen je Jahr
0 50 100 150 200 2000: 152,5 Millionen 2001: 177,9 Millionen177,9 2002: 163,9 Millionen 2003: 149 Millionen 2004: 156,7 Millionen 2005: 127,3 Millionen 2006: 136,7 Millionen 2007: 125,4 Millionen 2008: 129,4 Millionen 2009: 146,3 Millionen 2010: 126,6 Millionen 2011: 129,6 Millionen 2012: 135,1 Millionen 2013: 129,7 Millionen 2014: 121,7 Millionen 2015: 139,2 Millionen 2016: 121,1 Millionen 2017: 122,3 Millionen 2018: 105,4 Millionen 2019: 118,6 Millionen 2020: 38,1 Millionen 2021: 42,1 Millionen 2022: 78 Millionen 2023: 95,7 Millionen 2024: 90,1 Millionen 2025: 91,9 Millionen91,9 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 21611-0002 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21611-0002, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Berlin zählt mehr Kinobesuche als Niedersachsen

Berlin zählte 2025 mit 8,1 Millionen Besuchen mehr als Niedersachsen mit 7,8 (Tabelle 21611-0003, Stand 16.10.2026), obwohl in Niedersachsen mehr als doppelt so viele Menschen leben (Bevölkerungsstand 31.12.2025, Tabelle 12411-0010). Berlin zieht vermutlich Publikum aus dem Umland an; prüfen lässt sich das mit dieser Tabelle nicht.

Ende des freien Teils
Im vollständigen Dossier Grafik: Kinobesuche nach Bundesländern 2025 Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen fünf weitere Abschnitte.

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Was Sie darin lesen

  1. Die Fortsetzung des Abschnitts, den Sie eben gelesen habenGrafik: Kinobesuche nach Bundesländern 2025
  2. Museen und Theater, ein gemeinsamer Einbruch mit zwei VerläufenGrafiken: Museumsbesuche, 2000 bis 2023 · Theaterbesuche, 2000 bis 2024
  3. Die Bibliotheken wuchsen vor der Pandemie am stärkstenGrafik: Besuche in öffentlichen Bibliotheken, 2000 bis 2025
  4. Literatur füllt die VerlagsprogrammeGrafik: Buchtitelproduktion nach Sachgruppen 2025
  5. Drei Kulturformen, die schon vor der Pandemie schrumpftenGrafiken: Kinobesuche je Einwohner, 2000 bis 2023 · Nutzungstage staatlicher Archive, 2002 bis 2023 · Belegungen in Volkshochschulkursen für Kultur, 2000 bis 2023
  6. Vor der Pandemie gingen die Wege auseinander

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Häufige Fragen

Gehen die Deutschen heute seltener ins Kino als früher?

Ja, und das schon vor der Pandemie. 2019 wurden 118,6 Millionen Kinobesuche gezählt, ein Drittel weniger als im Rekordjahr 2001 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21611-0002, Stand 16.10.2026).

Wie stark hat die Corona-Pandemie die Kinos getroffen?

2020 wurden nur 38,1 Millionen Kinobesuche gezählt, der niedrigste Wert seit Beginn der Reihe im Jahr 2000, knapp vor 2021 mit 42,1 Millionen (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21611-0002, Stand 16.10.2026).

Hat sich das Kino nach der Pandemie erholt?

Zum Teil. 2023 kamen 95,7 Millionen Besuche zusammen, 22,7 Prozent mehr als im Jahr davor, aber weiterhin weniger als 2019. 2024 ging die Zahl wieder zurück, 2025 stieg sie leicht (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21611-0002, Stand 16.10.2026).

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