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Bildung 26. August 2026 Neue Daten

Forschungsausgaben 2024: neuer Höchststand, und die Quote steigt mit

Einordnung

3,8 Prozent mehr als im Vorjahr, und weil die Wirtschaftsleistung langsamer wuchs, gewann die Forschung auch im Verhältnis an Gewicht. Die Marke von drei Prozent, die sich die EU mit der Lissabon-Strategie vorgenommen hatte, hält Deutschland seit 2018; das höhere Ziel, das die Bundesregierung für 2025 ausgegeben hatte, liegt noch ein Stück entfernt. Gemessen wird dabei, was hineinfließt. Ob daraus Patente oder Produkte werden, zeigt die Zahl nicht.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Staat, Wirtschaft und Hochschulen gaben in Deutschland 2024 zusammen 137,1 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001, Stand 30.08.2026).

✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung, 1 Hinweis Statistisches Bundesamt, FuE-Erhebung (21821) Datenstand 30.08.2026 / 11:17:36
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137,1 Milliarden Euro, interne Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2024 +3,8 % zu 2023
132.008 Vorheriger Höchststand 2023
28 Werte in der Reihe, ab 1995
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Von 100 Euro, die in Deutschland 2024 erwirtschaftet wurden, flossen 3,12 Euro in Forschung und Entwicklung, in Labore und in die Gehälter derer, die dort arbeiten. Dieser Anteil an der Wirtschaftsleistung ist die Größe, an der Forschungspolitik gemessen wird, in Berlin wie in Brüssel. Eine Summe in Euro wächst schon mit den Preisen, der Anteil nur dann, wenn die Forschung schneller zulegt als die Wirtschaft insgesamt.

Die Reihe beginnt 1995 mit 40,5 Milliarden Euro. Seither haben sich die Ausgaben mehr als verdreifacht, und nur ein Jahr brachte einen Rückgang: Im ersten Pandemiejahr 2020 fielen sie um gut drei Prozent. Danach zogen sie Jahr für Jahr an, 2023 um 8,7 Prozent, so stark wie zwischen keinen zwei anderen aufeinanderfolgenden Jahren der Reihe. Ganz vergleichbar ist dieser Sprung allerdings nicht. Seit 2023 grenzt das Amt den Wirtschaftssektor nach dem sogenannten statistischen Unternehmen ab, und welchen Anteil die neue Abgrenzung am Zuwachs hat, weist die Tabelle nicht aus.

Die Reihe der Forschungsausgaben ist frei abrufbar, Jahr für Jahr. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie sich der Anteil am Bruttoinlandsprodukt über drei Jahrzehnte bewegt hat, wie viele Vollzeitstellen die Forschung trägt, wie sich das Geld auf Unternehmen, Hochschulen und staatliche Einrichtungen verteilt und was die öffentlich geförderten Forschungsinstitute ausgeben.

interne Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland, 1995 bis 2024 Mio. Euro je Jahr
0 50k 100k 150k 1995: 40.454 Mio. Euro 1997: 42.915 Mio. Euro 1999: 48.352 Mio. Euro 2000: 50.825 Mio. Euro 2001: 52.236 Mio. Euro 2002: 53.551 Mio. Euro 2003: 54.728 Mio. Euro 2004: 55.097 Mio. Euro 2005: 55.879 Mio. Euro 2006: 58.967 Mio. Euro 2007: 61.502 Mio. Euro 2008: 66.594 Mio. Euro 2009: 67.078 Mio. Euro 2010: 70.014 Mio. Euro 2011: 75.569 Mio. Euro 2012: 79.110 Mio. Euro 2013: 79.729 Mio. Euro 2014: 84.247 Mio. Euro 2015: 88.782 Mio. Euro 2016: 92.174 Mio. Euro 2017: 99.554 Mio. Euro 2018: 104.669 Mio. Euro 2019: 110.025 Mio. Euro 2020: 106.583 Mio. Euro 2021: 113.184 Mio. Euro 2022: 121.421 Mio. Euro 2023: 132.008 Mio. Euro 2024: 137.060 Mio. Euro137.060 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2024 Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Deutschland hält die Drei-Prozent-Marke seit 2018

1995 lag der Anteil der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt bei 2,13 Prozent (Tabelle 21821-0001). Er stieg langsam und in Stufen, den größten Schritt von einem Jahr zum nächsten machte er 2008 mit 0,15 Prozentpunkten auf 2,57 Prozent. Im Krisenjahr 2009 legte er noch einmal zu, obwohl die Ausgaben kaum wuchsen: Die Wirtschaftsleistung war geschrumpft, und der Nenner machte den Anteil größer.

Ende des freien Teils
Im vollständigen Dossier Grafik: FuE-Ausgaben in Prozent des Bruttoinlandsprodukts, 1995 bis 2024 Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen vier weitere Abschnitte.

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  1. Die Fortsetzung des Abschnitts, den Sie eben gelesen habenGrafik: FuE-Ausgaben in Prozent des Bruttoinlandsprodukts, 1995 bis 2024
  2. Das Geld wächst schneller als das PersonalGrafik: Personal für Forschung und Entwicklung, 1995 bis 2024
  3. Zwei Drittel der Forschung finden in Unternehmen stattGrafik: FuE-Ausgaben nach Sektoren 2024
  4. Die staatlichen Institute legen beim Geld am stärksten zuGrafiken: Forschungsausgaben öffentlicher Einrichtungen, 1995 bis 2024 · Forschungspersonal öffentlicher Einrichtungen, 1995 bis 2024
  5. Gezählt wird der Einsatz, nicht der Ertrag

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Forschungsquote in Deutschland?

3,12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gab Deutschland 2024 für Forschung und Entwicklung aus, der höchste Anteil seit Beginn der Reihe 1995. Die Quote setzt die internen Forschungsausgaben von Wirtschaft, Hochschulen und Staat ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001, Stand 30.08.2026).

Sind die Forschungsausgaben in Deutschland schon einmal gesunken?

Einmal seit 1995: Im Pandemiejahr 2020 fielen sie auf 106,6 Milliarden Euro. Schon 2021 lagen sie mit 113,2 Milliarden wieder über dem Stand von 2019 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001, Stand 30.08.2026).

Wie stark sind die Forschungsausgaben in den letzten zehn Jahren gestiegen?

Von 2014 bis 2024 um 62,7 Prozent, ausgehend von 84,2 Milliarden Euro. Die Beträge sind nicht um Preissteigerungen bereinigt; wie stark die Forschung im Verhältnis zur Wirtschaft gewachsen ist, zeigt ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001, Stand 30.08.2026).

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