Forschungsausgaben 2024: neuer Höchststand, und die Quote steigt mit
Einordnung
3,8 Prozent mehr als im Vorjahr, und weil die Wirtschaftsleistung langsamer wuchs, gewann die Forschung auch im Verhältnis an Gewicht. Die Marke von drei Prozent, die sich die EU mit der Lissabon-Strategie vorgenommen hatte, hält Deutschland seit 2018; das höhere Ziel, das die Bundesregierung für 2025 ausgegeben hatte, liegt noch ein Stück entfernt. Gemessen wird dabei, was hineinfließt. Ob daraus Patente oder Produkte werden, zeigt die Zahl nicht.
Staat, Wirtschaft und Hochschulen gaben in Deutschland 2024 zusammen 137,1 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001, Stand 30.08.2026).
✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung, 1 HinweisStatistisches Bundesamt, FuE-Erhebung (21821)·Datenstand 30.08.2026 / 11:17:36
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137,1 MilliardenEuro, interne Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2024▲ +3,8 % zu 2023
132.008Vorheriger Höchststand 2023
28Werte in der Reihe, ab 1995
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Von 100 Euro, die in Deutschland 2024 erwirtschaftet wurden, flossen 3,12 Euro in Forschung und Entwicklung, in Labore und in die Gehälter derer, die dort arbeiten. Dieser Anteil an der Wirtschaftsleistung ist die Größe, an der Forschungspolitik gemessen wird, in Berlin wie in Brüssel. Eine Summe in Euro wächst schon mit den Preisen, der Anteil nur dann, wenn die Forschung schneller zulegt als die Wirtschaft insgesamt.
Die Reihe beginnt 1995 mit 40,5 Milliarden Euro. Seither haben sich die Ausgaben mehr als verdreifacht, und nur ein Jahr brachte einen Rückgang: Im ersten Pandemiejahr 2020 fielen sie um gut drei Prozent. Danach zogen sie Jahr für Jahr an, 2023 um 8,7 Prozent, so stark wie zwischen keinen zwei anderen aufeinanderfolgenden Jahren der Reihe. Ganz vergleichbar ist dieser Sprung allerdings nicht. Seit 2023 grenzt das Amt den Wirtschaftssektor nach dem sogenannten statistischen Unternehmen ab, und welchen Anteil die neue Abgrenzung am Zuwachs hat, weist die Tabelle nicht aus.
Die Reihe der Forschungsausgaben ist frei abrufbar, Jahr für Jahr. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie sich der Anteil am Bruttoinlandsprodukt über drei Jahrzehnte bewegt hat, wie viele Vollzeitstellen die Forschung trägt, wie sich das Geld auf Unternehmen, Hochschulen und staatliche Einrichtungen verteilt und was die öffentlich geförderten Forschungsinstitute ausgeben.
interne Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland, 1995 bis 2024Mio. Euro je JahrQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
Deutschland hält die Drei-Prozent-Marke seit 2018
1995 lag der Anteil der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt bei 2,13 Prozent (Tabelle 21821-0001). Er stieg langsam und in Stufen, den größten Schritt von einem Jahr zum nächsten machte er 2008 mit 0,15 Prozentpunkten auf 2,57 Prozent. Im Krisenjahr 2009 legte er noch einmal zu, obwohl die Ausgaben kaum wuchsen: Die Wirtschaftsleistung war geschrumpft, und der Nenner machte den Anteil größer.
Ende des freien Teils
Im vollständigen DossierGrafik: FuE-Ausgaben in Prozent des Bruttoinlandsprodukts, 1995 bis 2024Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen vier weitere Abschnitte.
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Die Fortsetzung des Abschnitts, den Sie eben gelesen habenGrafik: FuE-Ausgaben in Prozent des Bruttoinlandsprodukts, 1995 bis 2024
Das Geld wächst schneller als das PersonalGrafik: Personal für Forschung und Entwicklung, 1995 bis 2024
Zwei Drittel der Forschung finden in Unternehmen stattGrafik: FuE-Ausgaben nach Sektoren 2024
Die staatlichen Institute legen beim Geld am stärksten zuGrafiken: Forschungsausgaben öffentlicher Einrichtungen, 1995 bis 2024 · Forschungspersonal öffentlicher Einrichtungen, 1995 bis 2024
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3,12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gab Deutschland 2024 für Forschung und Entwicklung aus, der höchste Anteil seit Beginn der Reihe 1995. Die Quote setzt die internen Forschungsausgaben von Wirtschaft, Hochschulen und Staat ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001, Stand 30.08.2026).
Sind die Forschungsausgaben in Deutschland schon einmal gesunken?
Einmal seit 1995: Im Pandemiejahr 2020 fielen sie auf 106,6 Milliarden Euro. Schon 2021 lagen sie mit 113,2 Milliarden wieder über dem Stand von 2019 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001, Stand 30.08.2026).
Wie stark sind die Forschungsausgaben in den letzten zehn Jahren gestiegen?
Von 2014 bis 2024 um 62,7 Prozent, ausgehend von 84,2 Milliarden Euro. Die Beträge sind nicht um Preissteigerungen bereinigt; wie stark die Forschung im Verhältnis zur Wirtschaft gewachsen ist, zeigt ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21821-0001, Stand 30.08.2026).
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