Schülerzahl 2025: so hoch wie seit 2008 nicht mehr
Einordnung
Seit 2020 wächst die Zahl der Schülerinnen und Schüler Jahr für Jahr, 2025 zum sechsten Mal in Folge. Damit kehrt sich die Rechnung um, mit der zwei Jahrzehnte lang Schulen geplant wurden: weniger Kinder, also weniger Klassen und weniger Lehrkräfte. Ein Schulgebäude entsteht in Jahren, eine Lehrerin braucht für ihre Ausbildung noch länger, die Kinder sind aber schon da. Ob es so weitergeht, ist offener, als die Summe vermuten lässt: Eingeschult wurden zuletzt zwei Jahre hintereinander weniger Kinder.
2025 besuchten 8.998.173 Schülerinnen und Schüler eine allgemeinbildende Schule in Deutschland, so viele wie seit 2008 nicht mehr (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21111-0001, abgerufen am 30.09.2026).
✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung, 1 HinweisStatistisches Bundesamt, Allgemeinbildende Schulen (21111)·Datenstand 02.10.2026 / 19:24:05
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8.998.173Schüler, Schülerinnen und Schüler 2025▲ +0,9 % zu 2024
10.107.641Höchststand 1998▼ −11,0 % bis heute
28Werte in der Reihe, ab 1998
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Die Wende kam zuerst in der ersten Klasse. 2012 wurden so wenige Kinder eingeschult wie in keinem anderen Jahr seit 1999, und bis 2023 stieg die Zahl der Schulanfänger um 20,9 Prozent. Eine Grundschule merkt so etwas im ersten Herbst. In der Summe über alle Jahrgänge kam die Wende sieben Jahre später an.
Bis dahin ging es abwärts. Von 1998 an verlor die Reihe Jahr für Jahr Schülerinnen und Schüler, unterbrochen nur von einem kleinen Plus 2016, bis zum Tiefpunkt 2019. Seither kamen 671.289 dazu, knapp zwei Fünftel davon in einem einzigen Jahr: 2022 lag die Zahl um 257.123 über dem Vorjahr. In dieses Jahr fällt die Aufnahme geflüchteter Kinder aus der Ukraine. Nach Herkunft unterscheidet die Tabelle allerdings nicht, sie zählt Kinder in der Schule.
Die Reihe der Schülerzahlen ist frei abrufbar, Jahr für Jahr. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie viele Kinder eingeschult werden und wie viele die Schule verlassen, was ein Platz an einer öffentlichen Schule kostet und welchen Teil seiner Wirtschaftsleistung das Land für Bildung ausgibt.
Schülerinnen und Schüler in Deutschland, 1998 bis 2025Schüler je JahrQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21111-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
Die Erstklässler werden wieder weniger
687.795 Kinder kamen 2012 in die erste Klasse, der niedrigste Wert der Reihe. Danach stieg die Zahl, mit einem Rückschlag 2015, am stärksten 2022 mit 42.858 Schulanfängern mehr als im Jahr davor. 2023 erreichte sie mit 831.798 den höchsten Stand seit 2003. Seitdem geht es abwärts: 2025 wurden 811.241 Kinder eingeschult, 18.416 weniger als 2024 und so wenige wie seit 2021 nicht mehr (Tabelle 21111-0001).
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Im vollständigen DossierGrafik: Schulanfänger, 1999 bis 2025Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen vier weitere Abschnitte.
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Die Fortsetzung des Abschnitts, den Sie eben gelesen habenGrafik: Schulanfänger, 1999 bis 2025
Am Ende der Schulzeit schwankt der ZuwachsGrafik: Absolventen und Abgänger, 1997 bis 2024
Ein Schulplatz ist deutlich teurer gewordenGrafik: Ausgaben für öffentliche Schulen je Schüler, 2010 bis 2024
Die Bildungsausgaben wachsen kaum schneller als die WirtschaftGrafiken: Ausgaben der öffentlichen Haushalte für Bildung, 1995 bis 2025 · Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt, 1995 bis 2025
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Steigt die Zahl der Schüler in Deutschland wieder?
Ja, seit 2020 in jedem Jahr. Den Tiefpunkt erreichte die Reihe 2019 mit 8.326.884 Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Schulen (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21111-0001).
Warum gab es 2022 so viele Schüler mehr?
2022 lag die Schülerzahl 3,0 Prozent über dem Vorjahr, der stärkste Anstieg seit Beginn der Reihe. In dieses Jahr fällt die Aufnahme geflüchteter Kinder aus der Ukraine; nach Herkunft unterscheidet die Tabelle aber nicht (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21111-0001).
Wann gingen die meisten Kinder zur Schule?
Seit Beginn der Reihe im ersten Jahr: 1998 besuchten 10.107.641 Schülerinnen und Schüler eine allgemeinbildende Schule, danach sank die Zahl bis 2019 mit nur einer Unterbrechung (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21111-0001).
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