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Spitzensteuersatz 2022: 7,4 Prozent der Steuerpflichtigen zahlen ihn

Sie bringen knapp die Hälfte der Einkommensteuer auf. Der Spitzensteuersatz gilt nur für den Teil des Einkommens über der Grenze, nicht für alles.

Frankfurt am Main, 10. Juni 2026

Die Lohn- und Einkommensteuerstatistik wertet die Steuerbescheide eines Jahres aus. Weil Steuererklärungen lange Fristen haben, liegen vollständige Ergebnisse erst Jahre später vor; 2022 ist das jüngste Jahr.

7,4 Prozent der unbeschränkt Steuerpflichtigen in Deutschland zahlten 2022 auf einen Teil ihres Einkommens den Spitzensteuersatz von 42 Prozent (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 194 vom 10. Juni 2026).

3,2 Millionen Steuerpflichtige zahlten 2022 auf einen Teil ihres Einkommens den Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Er galt ab einem zu versteuernden Einkommen von 58.597 Euro, für Ehepaare ab 117.194 Euro. Diese Gruppe erzielte 621 Milliarden Euro der Einkünfte und zahlte 186 Milliarden Euro Einkommensteuer, 49 Prozent des gesamten Aufkommens; im Schnitt verdiente sie 196.000 Euro im Jahr.

Die Reichensteuer trifft 0,3 Prozent

141.000 Steuerpflichtige lagen über 277.826 Euro und zahlten darauf 45 Prozent. Sie kamen auf 7,6 Prozent aller Einkünfte und 15,3 Prozent der Steuersumme. 2012 hatte der Anteil der Steuerpflichtigen mit Spitzensteuersatz noch bei 5,4 Prozent gelegen; seit 2016 wird der Tarif regelmäßig an die Inflation angepasst, was den Anstieg verlangsamt hat.

Ein Jahr mit kräftig steigenden Steuereinnahmen

Die gesamten Steuereinnahmen stiegen 2022 um 7,5 Prozent, die Einkünfte aller Steuerpflichtigen um 6,5 Prozent auf 2,1 Billionen Euro. Ob ein höherer Spitzensteuersatz mehr einbrächte oder Einkommen verdrängte, beantworten diese Zahlen nicht. Wie sich die Einnahmen des Staates zusammensetzen, steht im Dossier zu den Steuereinnahmen.

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Steuereinnahmen in Deutschland, 1999 bis 2025 Steuereinnahmen in Deutschland, 1999 bis 2025 Tsd. Euro je Jahr 0 200 Mio. 400 Mio. 600 Mio. 800 Mio. 1.000 Mio. 1999: 452.997.600 Tsd. Euro 2000: 467.177.291 Tsd. Euro 2001: 446.169.820 Tsd. Euro 2002: 441.628.589 Tsd. Euro 2003: 442.166.627 Tsd. Euro 2004: 442.761.181 Tsd. Euro 2005: 452.078.595 Tsd. Euro 2006: 488.444.133 Tsd. Euro 2007: 538.242.918 Tsd. Euro 2008: 561.182.025 Tsd. Euro 2009: 524.000.434 Tsd. Euro 2010: 530.586.956 Tsd. Euro 2011: 573.351.424 Tsd. Euro 2012: 600.045.798 Tsd. Euro 2013: 619.708.304 Tsd. Euro 2014: 643.617.163 Tsd. Euro 2015: 673.261.489 Tsd. Euro 2016: 705.791.410 Tsd. Euro 2017: 734.512.853 Tsd. Euro 2018: 776.262.785 Tsd. Euro 2019: 799.308.178 Tsd. Euro 2020: 739.703.671 Tsd. Euro 2021: 833.189.240 Tsd. Euro 2022: 895.715.512 Tsd. Euro 2023: 915.750.389 Tsd. Euro 2024: 947.706.848 Tsd. Euro 2025: 989.826.850 Tsd. Euro989.826.850 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 71211-0001, Stand 15.10.2026 / 08:48:54. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 © statistik-de.de
Steuereinnahmen 2025: Rekord in Euro, seit 2019 kaum schneller gestiegen als die Preise Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 71211-0001.

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Häufige Fragen

Zahlt man den Spitzensteuersatz auf das ganze Einkommen?

Nein, nur auf den Teil über der Einkommensgrenze. Für das Einkommen darunter gelten die niedrigeren Sätze des Tarifs.

Wie viel tragen Spitzenverdiener zur Einkommensteuer bei?

Die Steuerpflichtigen mit Spitzensteuersatz zahlten 2022 fast die Hälfte der gesamten Einkommensteuer, obwohl sie nur einen kleinen Teil aller Steuerpflichtigen ausmachen.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 71211-0001, Datenstand 09.09.2026 / 11:46:55. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Anlass war die Mitteilung des Bundesamtes vom 10. Juni 2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/06/PD26_194_73111.html Zahlen ohne Tabellenangabe stammen aus dieser Mitteilung des Bundesamtes. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.