Pressemitteilung
·
Frei verwendbar
Schwefelhexafluorid 2025: Bezug sinkt um 19 Prozent
Das stärkste bekannte Treibhausgas geht vor allem an die Stromversorgung. In die Luft gelangt nur ein kleiner Teil dessen, was die Betriebe beziehen.
Frankfurt am Main, 12. Juni 2026
Die Erhebung bestimmter klimawirksamer Stoffe zählt, wie viel Schwefelhexafluorid und andere fluorierte Gase Unternehmen in Deutschland beziehen und an wen sie es abgeben. Bezug ist nicht Ausstoß: Der größte Teil bleibt in geschlossenen Anlagen.
Unternehmen in Deutschland bezogen 2025 insgesamt 658,7 Tonnen Schwefelhexafluorid, 19 Prozent weniger als 2024 (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 201 vom 12. Juni 2026).
658,7 Tonnen Schwefelhexafluorid bezogen deutsche Unternehmen 2025, 154,6 Tonnen weniger als im Jahr davor. Umgerechnet sind das 15,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, denn das Gas wirkt 23.500-mal so stark auf das Klima wie Kohlendioxid.
71,3 Prozent gingen an die Erzeugung, Übertragung und Verteilung von Strom; dort sank die Menge um 21,5 Prozent. Diese Abnehmergruppe hat das Amt 2025 aus zwei früheren gebildet, Energieversorgern und Elektroindustrie. Die Halbleiterindustrie bezog 82,8 Tonnen, 3,9 Prozent weniger als 2024.
Freigesetzt wird nur ein Bruchteil
Direkt in die Atmosphäre gelangten 2024 nach Berechnungen des Umweltbundesamtes 1,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent Schwefelhexafluorid, 0,2 Prozent aller Treibhausgasemissionen. Stickstofftrifluorid, das zweite stark wirksame Gas der Erhebung, ging 2025 mit 168,4 Tonnen fast ganz an die Halbleiterindustrie, 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr.
Auch die Einfuhr fluorierter Gase ging zurück
Die Einfuhr fluorierter Treibhausgase, wie sie in Kälteanlagen und Wärmepumpen stecken, sank 2024 in CO2-Äquivalent gerechnet um 8,5 Prozent gegenüber 2023; diese Reihe beginnt erst 2022. Die gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands lagen 2024 um 2,8 Prozent unter dem Vorjahr. Wie Energieverbrauch, Strompreise und klimawirksame Stoffe zusammenhängen, zeigt das Dossier zur Energie.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
· So ordnen wir ein