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Überschuldung 2025: 18,2 Prozent durch Krankheit, Sucht, Unfall

Krankheit, Sucht oder ein Unfall sind der häufigste Grund, warum Menschen in die Schuldnerberatung kommen. Ihre Schulden sind so hoch wie nie in dieser Reihe.

Frankfurt am Main, 15. Juli 2026

Die Überschuldungsstatistik zählt Menschen, die eine Schuldnerberatungsstelle aufgesucht haben, und hält fest, was die Beratung als Hauptauslöser der Überschuldung einordnet. Wer keine Beratung sucht, kommt in ihr nicht vor.

Bei 18,2 Prozent der 2025 in Deutschland beratenen überschuldeten Menschen waren Erkrankung, Sucht oder Unfall der Hauptauslöser (Statistisches Bundesamt, Tabelle 63511-0001).

Arbeitslosigkeit folgt mit 16,8 Prozent, eine unwirtschaftliche Haushaltsführung mit 11,7 Prozent. Trennung, Scheidung oder der Tod des Partners lösten 11,1 Prozent der Fälle aus, ein dauerhaft niedriges Einkommen 10 Prozent. Eine gescheiterte Selbstständigkeit stand bei 8,2 Prozent am Anfang.

Die Schulden je Person steigen das dritte Jahr in Folge

Im Schnitt hatten die Beratenen 2025 34.650 Euro Schulden, 5,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und mehr als in jedem anderen Jahr der Reihe, die 2015 beginnt. Beraten wurden 586.422 Menschen, 1,6 Prozent mehr als 2024.

Arbeitslosigkeit trifft auf einen schwächeren Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote lag 2025 im Jahresdurchschnitt bei 6,3 Prozent, nach 6,0 Prozent im Jahr davor. Ob mehr Arbeitslose später auch mehr Menschen in die Schuldnerberatung bringen, zeigen diese Reihen nicht. Wie sich Verdienste und Reallöhne entwickeln, steht im Dossier Verdienste.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Hauptauslöser der Überschuldung 2025 Hauptauslöser der Überschuldung 2025 Anteile in Prozent, 2025 Erkrankung, Sucht, Unfall: 18,2 ProzentErkrankung, Sucht, Unfall18,2 Arbeitslosigkeit: 16,8 ProzentArbeitslosigkeit16,8 Sonstiges: 15,1 ProzentSonstiges15,1 Unwirtschaftliche Haushaltsführung: 11,7 ProzentUnwirtschaftliche Haushaltsführung11,7 Trennung, Scheidung, Tod des Partners: 11,1 ProzentTrennung, Scheidung, Tod des Partners11,1 Längerfristiges Niedrigeinkommen: 10 ProzentLängerfristiges Niedrigeinkommen10,0 Gescheiterte Selbstständigkeit: 8,2 ProzentGescheiterte Selbstständigkeit8,2 Haushaltsgründung / Geburt eines Kindes: 2,3 ProzentHaushaltsgründung / Geburt eines Kindes2,3 Zahlungsverpfl. a. Bürgsch., Übernahme o.Mithaft.: 2,1 ProzentZahlungsverpfl. a. Bürgsch., Übernahme o.Mithaft.2,1 Unzureichende Kredit- oder Bürgschaftsberatung: 1,6 ProzentUnzureichende Kredit- oder Bürgschaftsberatung1,6 Schadenersatz wegen unerlaubter Handlungen: 1,1 ProzentSchadenersatz wegen unerlaubter Handlungen1,1 Gescheiterte Immobilienfinanzierung: 1 ProzentGescheiterte Immobilienfinanzierung1,0 Nichtinanspruchnahme von Sozialleistungen: 0,8 ProzentNichtinanspruchnahme von Sozialleistungen0,8 Statistisches Bundesamt, Tabelle 63511-0001, Stand 14.10.2026 / 08:51:25. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 © statistik-de.de
Hauptauslöser der Überschuldung. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 63511-0001.

Material zu dieser Mitteilung

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Häufige Fragen

Wer wird in der Überschuldungsstatistik gezählt?

Menschen, die eine Schuldnerberatungsstelle aufgesucht haben. Wer keine Beratung sucht, ist nicht erfasst.

Wie hoch sind die Schulden im Schnitt?

34.650 Euro je beratener Person im Jahr 2025.

Was ist der zweithäufigste Auslöser?

Arbeitslosigkeit.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 63511-0001, 13211-0005, Datenstand 30.08.2026 / 10:45:51. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Anlass war die Mitteilung des Bundesamtes vom 15. Juli 2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_249_63511.html Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.