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Arztpraxen 2024: Einnahmen je Praxis steigen um 6,2 Prozent

Erstmals seit zwei Jahren wuchsen die Einnahmen schneller als die Kosten. Der Durchschnitt überzeichnet allerdings: Die Hälfte der Praxen nahm deutlich weniger ein.

Frankfurt am Main, 23. Juli 2026

Die Kostenstrukturstatistik erfasst Einnahmen, Aufwendungen und Reinertrag von Arzt-, Zahnarzt- und psychotherapeutischen Praxen. Der Reinertrag ist nicht das Einkommen der Ärztinnen und Ärzte: Altersvorsorge, Versicherungen und der Kauf der Praxis sind darin noch nicht abgezogen.

Arztpraxen in Deutschland nahmen 2024 im Durchschnitt 854.000 Euro je Praxis ein, 6,2 Prozent mehr als 2023 (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 262 vom 23. Juli 2026).

Im Schnitt nahm eine Arztpraxis 2024 854.000 Euro ein, nach 804.000 Euro im Jahr davor. Die Aufwendungen stiegen um 4,7 Prozent auf 516.000 Euro, der Reinertrag um 9,0 Prozent auf 338.000 Euro. In den beiden Jahren davor waren die Aufwendungen jeweils schneller gewachsen als die Einnahmen.

Den Durchschnitt ziehen große Praxen nach oben. Die Hälfte aller Arztpraxen nahm höchstens 502.000 Euro ein und behielt einen Reinertrag von höchstens 232.000 Euro.

Die psychotherapeutischen Praxen trugen den stärksten Kostensprung

Zahnarztpraxen kamen auf 937.000 Euro Einnahmen, 4,8 Prozent mehr als 2023, und auf einen Reinertrag von 305.000 Euro. Die kleinen psychotherapeutischen Praxen, im Schnitt mit 1,9 tätigen Personen, nahmen 10,7 Prozent mehr ein, ihre Aufwendungen stiegen aber um 22,9 Prozent. Ihr Reinertrag wuchs deshalb nur um 4,7 Prozent, auf 90.000 Euro.

Das Plus der Praxen ist Teil der wachsenden Gesundheitsausgaben

Die Gesundheitsausgaben insgesamt stiegen 2024 um 7,6 Prozent auf 538,2 Milliarden Euro, den höchsten Wert seit Beginn der Reihe 1992. Ob das Plus der Praxen aus Kassenhonoraren oder aus privat bezahlten Leistungen kommt, sagt die Kostenstrukturstatistik nicht. Wer die Ausgaben trägt und wie viel auf ärztliche Leistungen entfällt, steht im Dossier zu den Gesundheitsausgaben.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Gesundheitsausgaben in Deutschland, 1992 bis 2024 Gesundheitsausgaben in Deutschland, 1992 bis 2024 Mio. Euro je Jahr 0 200k 400k 600k 1992: 159.211 Mio. Euro 1993: 163.617 Mio. Euro 1994: 175.348 Mio. Euro 1995: 187.437 Mio. Euro 1996: 195.689 Mio. Euro 1997: 196.612 Mio. Euro 1998: 201.567 Mio. Euro 1999: 207.547 Mio. Euro 2000: 213.942 Mio. Euro 2001: 221.284 Mio. Euro 2002: 229.597 Mio. Euro 2003: 235.299 Mio. Euro 2004: 234.746 Mio. Euro 2005: 241.114 Mio. Euro 2006: 247.449 Mio. Euro 2007: 255.685 Mio. Euro 2008: 265.866 Mio. Euro 2009: 280.447 Mio. Euro 2010: 289.882 Mio. Euro 2011: 295.410 Mio. Euro 2012: 303.117 Mio. Euro 2013: 314.195 Mio. Euro 2014: 327.722 Mio. Euro 2015: 343.385 Mio. Euro 2016: 357.642 Mio. Euro 2017: 374.760 Mio. Euro 2018: 390.975 Mio. Euro 2019: 411.538 Mio. Euro 2020: 438.874 Mio. Euro 2021: 476.246 Mio. Euro 2022: 499.872 Mio. Euro 2023: 500.267 Mio. Euro 2024: 538.207 Mio. Euro538.207 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2024 Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001, Stand 09.10.2026 / 10:15:27. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 © statistik-de.de
Gesundheitsausgaben 2024: so kräftig gestiegen wie seit 2021 nicht mehr Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001.

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Häufige Fragen

Ist der Reinertrag einer Arztpraxis das Einkommen des Arztes?

Nein. Der Reinertrag ist das Ergebnis der ganzen Praxis. Die Kosten für die Übernahme der Praxis und für Alters-, Kranken- und Hinterbliebenenversicherung der Inhaber sind darin noch nicht abgezogen.

Wie viel nimmt eine typische Arztpraxis ein?

Die Hälfte der Arztpraxen nahm 2024 höchstens 502.000 Euro ein. Der Durchschnitt liegt deutlich darüber, weil wenige große Praxen ihn nach oben ziehen.

Wie viele Menschen arbeiten in einer Arztpraxis?

Im Schnitt 9,9 Personen, in Zahnarztpraxen 10,2 und in psychotherapeutischen Praxen 1,9.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001, Datenstand 09.09.2026 / 11:46:30. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Anlass war die Mitteilung des Bundesamtes vom 23. Juli 2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_262_52911.html Zahlen ohne Tabellenangabe stammen aus dieser Mitteilung des Bundesamtes. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.