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Gesundheit und Pflege 26. August 2026 Neue Daten

Gesundheitsausgaben 2024: so kräftig gestiegen wie seit 2021 nicht mehr

Einordnung

7,6 Prozent mehr als im Vorjahr, nach einem Jahr fast ohne Zuwachs, und damit fast dreimal so schnell, wie die Wirtschaftsleistung in jeweiligen Preisen wuchs. Wächst ein Posten dauerhaft schneller als das Einkommen des Landes, aus dem er bezahlt wird, bleibt für anderes weniger übrig. Den größten Teil tragen Beitragszahler, also Versicherte und Arbeitgeber. Ob das zusätzliche Geld mehr Versorgung kauft oder dieselbe zu höheren Preisen, zeigt die Reihe nicht.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

In Deutschland wurden 2024 insgesamt 538,2 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben, mehr als in jedem Jahr seit Beginn der Reihe 1992 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001, Stand 10.10.2026).

✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung Statistisches Bundesamt, Gesundheitsausgabenrechnung (23611) Datenstand 10.10.2026 / 11:00:00
Prüfvermerk zu diesem Dossier

Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus sieben Tabellen unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

Der vollständige Prüflauf hatte zu diesem Dossier nichts zu melden.

Wie geprüft wird und was keine Maschine prüft, steht unter Methode.

538,2 Milliarden Euro, Gesundheitsausgaben 2024 +7,6 % zu 2023
500.267 Vorheriger Höchststand 2023
33 Werte in der Reihe, ab 1992
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Die Zuzahlung in der Apotheke und der Eigenanteil beim Zahnersatz stehen in keiner Beitragsabrechnung, in dieser Statistik aber schon. 65,0 Milliarden Euro trugen 2024 private Haushalte und Organisationen ohne Erwerbszweck (Tabelle 23611-0001), knapp jeder achte Euro der Gesundheitsausgaben. Wer auf dem Lohnzettel nachsieht, was ihn Gesundheit kostet, sieht nur einen Teil davon.

1992 lagen die Ausgaben bei 159,2 Milliarden Euro, seither haben sie sich mehr als verdreifacht. In den Jahren der Pandemie zog das Tempo an: Von 2019 bis 2022 kamen 21,5 Prozent hinzu. 2023 wuchs die Summe so wenig wie in keinem anderen Jahr seit 1992, in dem sie überhaupt zunahm, und 2024 folgte der Sprung. Dass darin ein Teil nachgeholt ist, liegt nahe; belegen lässt es sich mit einer Jahressumme nicht.

Die Reihe der Gesundheitsausgaben ist frei abrufbar, Jahr für Jahr seit 1992. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wer die Ausgaben trägt, wie viele gesetzliche Krankenkassen es noch gibt und wie sich ihre Mitglieder verteilen, wofür das Geld ausgegeben wird und welche Krankheiten am meisten kosten.

Gesundheitsausgaben in Deutschland, 1992 bis 2024 Mio. Euro je Jahr
0 200k 400k 600k 1992: 159.211 Mio. Euro 1993: 163.617 Mio. Euro 1994: 175.348 Mio. Euro 1995: 187.437 Mio. Euro 1996: 195.689 Mio. Euro 1997: 196.612 Mio. Euro 1998: 201.567 Mio. Euro 1999: 207.547 Mio. Euro 2000: 213.942 Mio. Euro 2001: 221.284 Mio. Euro 2002: 229.597 Mio. Euro 2003: 235.299 Mio. Euro 2004: 234.746 Mio. Euro 2005: 241.114 Mio. Euro 2006: 247.449 Mio. Euro 2007: 255.685 Mio. Euro 2008: 265.866 Mio. Euro 2009: 280.447 Mio. Euro 2010: 289.882 Mio. Euro 2011: 295.410 Mio. Euro 2012: 303.117 Mio. Euro 2013: 314.195 Mio. Euro 2014: 327.722 Mio. Euro 2015: 343.385 Mio. Euro 2016: 357.642 Mio. Euro 2017: 374.760 Mio. Euro 2018: 390.975 Mio. Euro 2019: 411.538 Mio. Euro 2020: 438.874 Mio. Euro 2021: 476.246 Mio. Euro 2022: 499.872 Mio. Euro 2023: 500.267 Mio. Euro 2024: 538.207 Mio. Euro538.207 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2024 Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt mehr als alle anderen Träger zusammen

300,8 Milliarden Euro trug die gesetzliche Krankenversicherung 2024, 55,9 Prozent aller Gesundheitsausgaben (Tabelle 23611-0001). Die übrigen sieben Träger kommen zusammen auf 237,4 Milliarden. Knapp hinter den privaten Haushalten folgt die soziale Pflegeversicherung mit 64,7 Milliarden, dann die private Krankenversicherung mit 44,8 Milliarden. Öffentliche Haushalte steuerten 26,2 Milliarden bei, Arbeitgeber 23,0 Milliarden, die gesetzliche Unfallversicherung 7,4 und die gesetzliche Rentenversicherung 6,4 Milliarden Euro.

Wer über die Finanzierung des Gesundheitswesens streitet, streitet deshalb vor allem über Beiträge. Aus Steuern fließt, soweit diese Tabelle es ausweist, nur ein kleiner Teil unmittelbar.

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Im vollständigen Dossier Grafik: Gesundheitsausgaben nach Ausgabenträger 2024 Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen fünf weitere Abschnitte.

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Was Sie darin lesen

  1. Die Grafik zum Abschnitt, den Sie eben gelesen habenGrafik: Gesundheitsausgaben nach Ausgabenträger 2024
  2. Die Krankenkassen werden weniger, die Mitglieder bleiben versichertGrafik: Gesetzliche Krankenkassen, 1991 bis 2025
  3. Ersatzkassen und AOK haben drei von vier MitgliedernGrafik: Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen 2025
  4. Für Pflege wird mehr ausgegeben als für ärztliche LeistungenGrafik: Gesundheitsausgaben nach Leistungsart 2024
  5. Psychische Erkrankungen kosten fast so viel wie Herz und KreislaufGrafik: Krankheitskosten nach Diagnosekapitel 2024
  6. Gemessen an der Wirtschaftsleistung wird Gesundheit teurer

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Häufige Fragen

Sind die Gesundheitsausgaben in Deutschland schon einmal gesunken?

Seit Beginn der Reihe 1992 nur einmal. 2004 lagen sie mit 234,7 Milliarden Euro um 553 Millionen Euro unter dem Vorjahr. Seither sind sie in jedem Jahr gestiegen (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001, Stand 10.10.2026).

Wie viel zahlen Patienten in Deutschland selbst für Gesundheit?

Private Haushalte und Organisationen ohne Erwerbszweck trugen 2024 Gesundheitsausgaben von 65,0 Milliarden Euro, etwa für Zuzahlungen und Eigenanteile. Beiträge zur Krankenversicherung sind darin nicht enthalten, sie laufen über die Versicherungen (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001, Stand 10.10.2026).

Wann haben die Gesundheitsausgaben erstmals 500 Milliarden Euro überschritten?

2023. Im Jahr davor lagen sie mit 499,9 Milliarden Euro knapp darunter, und 2023 kamen nur 395 Millionen Euro hinzu (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001, Stand 10.10.2026).

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