Pressemitteilung
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Großhandelspreise: 117,6 Punkte, knapp unter dem Rekord
Von einer Rückkehr auf das Niveau vor dem Preisschub ist nichts zu sehen. Von 2023 bis 2025 bewegte sich der Jahresindex kaum.
Frankfurt am Main, 14. August 2026
Zwischen der Fabrik und dem Regal liegt eine Handelsstufe, die selten in den Nachrichten vorkommt. Gemessen wird, was der Großhandel für seine Ware verlangt, als Index und seit 1991.
Der Index der Großhandelsverkaufspreise in Deutschland lag 2025 bei 117,6 Punkten (Basis 2021 = 100), dem zweithöchsten Wert der Reihe seit 1991 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61281-0001).
Ihren höchsten Stand erreichte die Reihe 2023 mit 117,9 Punkten. Was seither geschah, ist bemerkenswert unspektakulär: Der Index bewegte sich kaum, gegenüber dem Vorjahr stieg er um ein Prozent. Zum Vergleich, wie weit der Sprung davor trägt: 1993 stand die Reihe bei 66,7 Punkten, ihrem tiefsten Wert, und über die ganze Zeit sind die Großhandelspreise um 75 Prozent gestiegen. Ein erheblicher Teil davon entfiel auf die wenigen Jahre nach 2021.
Diese Stufe dürfte früher zeigen, was kommt
Der Großhandel gibt weiter, was er selbst zahlt, mit Verzögerung und mit eigener Spanne. Steigen seine Verkaufspreise, liegt es nahe, dass das im Einzelhandel ankommt, bevor der Verbraucherpreisindex es zeigt, und beim Fallen dürfte es ebenso dauern. Belegen lässt sich dieser Vorlauf mit den Reihen dieser Mitteilung nicht.
Stillstand auf hohem Niveau ist auch eine Nachricht
Wo die Preise herkommen, die hier weitergegeben werden, steht in derselben Kategorie dieses Portals: bei den Einfuhrpreisen, die seit 2022 fallen, und bei den Erzeugerpreisen, die seit 2023 zurückgehen. Der Großhandel sitzt zwischen beiden. Dass sein Jahresindex von 2023 bis 2025 fast stillstand, während beide zurückgingen, berührt deshalb die Frage, ob das Preisniveau von 2022 der neue Normalfall ist.
Ruhige Großhandelspreise in einer Wirtschaft ohne Wachstum
Die Inflationsrate lag 2025 bei 2,2 Prozent, die Wirtschaftsleistung wuchs um 0,2 Prozent, die Arbeitslosenquote stieg auf 6,3 Prozent. In einer Wirtschaft, die kaum wächst, dürfte dem Handel der Spielraum für neue Preiserhöhungen fehlen. Ob der Stillstand der Großhandelspreise das spiegelt, zeigen diese Reihen nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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