Pressemitteilung
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Gastgewerbe: 135,8 Punkte, real weniger Umsatz als 1994
Der Rückgang begann lange vor der Pandemie. Preisbereinigt liegt die Branche gut vier Zehntel unter dem ersten Jahr der Reihe.
Frankfurt am Main, 20. August 2026
Das Gastgewerbe als Ganzes setzt preisbereinigt weniger um als 1994. Gemessen wird die Menge, nicht der Preis: Was höhere Rechnungen einbringen, zeigt dieser Index nicht.
Der preisbereinigte Umsatzindex im deutschen Gastgewerbe lag 2025 bei 135,8 Punkten (Basis 2021 = 100) gegenüber 243,9 Punkten im Jahr 1994 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 45213-0003).
Die Pandemie hat diese Entwicklung nicht ausgelöst, sondern nur ihren tiefsten Punkt geliefert. 2021 fiel der Index auf 100 Punkte, den niedrigsten Wert der Reihe. Schon 2019, im letzten Jahr davor, stand er bei 165,5 und damit weit unter dem Niveau der neunziger Jahre. Gerechnet über die ganze Reihe sind es 44,3 Prozent weniger.
Der Index misst Betriebe, nicht Mahlzeiten
Der Index zählt den Umsatz der Betriebe, die das Amt dem Gastgewerbe zuordnet. Wer anderswo isst, taucht darin nicht auf. Ob ein Teil des Rückgangs eine Verschiebung zu anderen Anbietern ist, zeigen diese Reihen nicht.
Die Erholung hat den Rückgang gebremst, nicht gedreht
Nach den Zuwächsen von 2022 und 2023 ist der Index zweimal in Folge gefallen, 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent.
Weniger Umsatz in einem Jahr mit mehr Arbeitslosen
2025 stieg die Arbeitslosenquote auf 6,3 Prozent, die Wirtschaftsleistung wuchs um 0,2 Prozent, die Inflationsrate lag bei 2,2 Prozent. Auswärts essen und übernachten gehört zu den Ausgaben, bei denen Haushalte in unsicheren Jahren zuerst sparen können. Ob das hinter dem Rückgang steht, zeigen diese Reihen nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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