Pressemitteilung
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Reallöhne 2. Quartal 2026: 1,5 Prozent über dem Vorjahr
Die Löhne steigen schneller als die Preise, das dreizehnte Quartal in Folge. Der Vorsprung schrumpft seit dem Sommer 2025.
Frankfurt am Main, 27. August 2026
Der Reallohnindex vergleicht die Bruttomonatsverdienste aller Beschäftigten einschließlich Sonderzahlungen mit der Entwicklung der Verbraucherpreise. Steigt er, können Beschäftigte im Schnitt mehr kaufen als ein Jahr zuvor.
Die Reallöhne in Deutschland lagen im 2. Quartal 2026 um 1,5 Prozent über dem 2. Quartal 2025 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 62361-0010).
Die Nominallöhne lagen im zweiten Quartal 2026 um 4,1 Prozent über dem Vorjahresquartal, so viel wie im ersten Quartal. Der Abstand zum realen Plus ist die Teuerung, die das Amt herausrechnet. Im dritten Quartal 2025 hatte das reale Plus noch 2,5 Prozent betragen, seitdem wird es von Quartal zu Quartal kleiner.
Seit dem Frühjahr 2023 liegen die Reallöhne über dem Vorjahr
Den letzten Rückgang zeigte die Reihe im ersten Quartal 2023, als die Preise schneller stiegen als die Löhne. Seither liegt jedes Quartal über seinem Vorjahreswert, am deutlichsten zu Beginn des Jahres 2024 mit 3,7 Prozent.
Tariflöhne steigen langsamer als die Löhne insgesamt
Die tariflich vereinbarten Monatsverdienste lagen im zweiten Quartal 2026 um 2,1 Prozent über dem Vorjahr, deutlich weniger als die Nominallöhne aller Beschäftigten. Zugleich sank die Zahl der Erwerbstätigen: Im Juni 2026 waren es 41,66 Millionen, 1,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Höhere Durchschnittslöhne bei weniger Beschäftigten können auch heißen, dass vor allem schlechter bezahlte Stellen wegfallen. Das ist eine Deutung, die diese Reihen nicht belegen. Verdienste nach Branchen stehen im Dossier Verdienste 2026.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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