Pressemitteilung
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Handwerk im 2. Quartal 2026: realer Umsatz 1,4 Prozent unter Vorjahr
Fast alle Gewerbegruppen setzten weniger um, nur das Kraftfahrzeuggewerbe legte leicht zu. Auch die Zahl der Beschäftigten sank weiter.
Frankfurt am Main, 10. September 2026
Gemessen wird der Umsatz im zulassungspflichtigen Handwerk, also in Berufen mit Meisterpflicht vom Maurer bis zum Zahntechniker, preisbereinigt gegenüber demselben Quartal des Vorjahres. Die Ergebnisse sind vorläufig.
Der preisbereinigte Umsatz im zulassungspflichtigen Handwerk in Deutschland lag im 2. Quartal 2026 um 1,4 Prozent unter dem Vorjahresquartal (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 321 vom 10. September 2026).
Am stärksten verloren das Ausbaugewerbe, die Handwerke für den gewerblichen Bedarf und das Lebensmittelgewerbe, mit jeweils 2,4 Prozent weniger Umsatz. Das Bauhauptgewerbe setzte 1,8 Prozent weniger um, das Gesundheitsgewerbe 1,0 Prozent. Nur das Kraftfahrzeuggewerbe kam auf ein Plus von 0,4 Prozent. Ende Juni 2026 arbeiteten im zulassungspflichtigen Handwerk 1,9 Prozent weniger Menschen als ein Jahr zuvor, im Lebensmittelgewerbe sogar 3,5 Prozent weniger.
Im zweiten Quartal schrumpfte das Handwerk etwas langsamer
Im ersten Quartal 2026 hatte der reale Umsatzrückgang bei 2,1 Prozent gelegen, wie unsere Mitteilung zum ersten Quartal zeigt. Das zulassungsfreie Handwerk, zu dem etwa Fliesenleger und Raumausstatter gehören, verlor im zweiten Quartal 0,8 Prozent.
Weniger Umsatz in einem schwächeren Arbeitsmarkt
Die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt lag im Juli 2026 um 0,5 Prozent unter dem Vorjahresmonat, die Verbraucherpreise um 2,8 Prozent darüber. Real gerechnet bleibt den Haushalten damit weniger Spielraum für Aufträge an Bäcker, Friseure oder Handwerksbetriebe am Haus; ob das den Rückgang erklärt, zeigen diese Reihen nicht. Wie Bau und Ausbau sich entwickeln, steht im Dossier zur Baukonjunktur.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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