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Bauen und Wohnen 2. Oktober 2026 Neue Daten

Baukonjunktur: Die Baubetriebe haben so viele Aufträge wie nie seit 2005

Einordnung

Zum ersten Mal seit 2021 erhielt das Bauhauptgewerbe 2025 mehr neue Aufträge als im Jahr davor, und sein Auftragsbestand erreichte den höchsten Stand der Reihe. Getragen wird das nicht allein vom Wohnungsbau: Der Index zählt Straßen, Schienen und Leitungen mit, für die der Bund seit März 2025 Kredite außerhalb der Schuldenbremse aufnehmen darf. Ob die Erholung hält, zeigen die Monate 2026, und die schwanken.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe lag 2025 preisbereinigt bei 92,5 Punkten (2021 = 100), erstmals seit 2021 über dem Vorjahr (Statistisches Bundesamt, Tabelle 44111-0008, Stand 02.10.2026).

✓ Geprüft am 2.10.2026, ohne Beanstandung Statistisches Bundesamt, Monatsbericht im Bauhauptgewerbe (44111) Datenstand 02.10.2026 / 17:15:49
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92,5 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt, Auftragseingang im Bauhauptgewerbe 2025 +6,8 % zu 2024
132,3 Höchststand 1994 −30,1 % bis heute
95 Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, je Monat, Juli 2026 −1,9 % zum Vorjahresmonat

Bevor ein Bagger anrollt, liegt beim Bauunternehmen ein unterschriebener Auftrag. Diese Aufträge erhebt das Statistische Bundesamt jeden Monat im Bauhauptgewerbe, bei den Betrieben, die Rohbau, Straßen, Brücken und Leitungen bauen, und rechnet sie preisbereinigt in einen Index um (Tabelle 44111-0008). Er zeigt, wie viel Arbeit in den nächsten Monaten auf die Baustellen kommt, früher als jeder Umsatz.

Nach drei Jahren mit sinkenden Aufträgen, 2022 bis 2024, brachte 2025 das erste Plus. Den tiefsten Stand hatte die Reihe 2009 mit 69,7 Punkten, im Jahr nach der Finanzkrise, den höchsten 1994 mit 132,3 Punkten, im Bauboom nach der Wiedervereinigung. Von dort ist der Bau weit entfernt.

Wie es 2026 Monat für Monat weitergeht, roh und bereinigt, wie viel Arbeit die Betriebe vor sich haben und was davon schon Umsatz geworden ist, steht im bezahlten Teil, eingeordnet neben Genehmigungen, Baupreisen und Zinsen.

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe in Deutschland, 1991 bis 2025 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt je Jahr
0 50 100 150 1991: 110,6 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 1992: 118,4 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 1993: 123,2 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 1994: 132,3 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt132,3 1995: 126,6 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 1996: 117,5 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 1997: 109,2 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 1998: 110,6 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 1999: 109,4 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2000: 99,5 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2001: 94,4 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2002: 89,1 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2003: 79,8 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2004: 74,4 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2005: 72,7 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2006: 74,7 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2007: 77,8 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2008: 74,6 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2009: 69,7 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2010: 70,3 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2011: 73,3 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2012: 76,4 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2013: 77,9 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2014: 76,4 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2015: 79,6 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2016: 90,1 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2017: 92,8 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2018: 96,9 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2019: 99,8 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2020: 97,8 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2021: 99,9 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2022: 91,2 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2023: 87,2 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2024: 86,6 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt 2025: 92,5 Indexpunkte (2021=100), preisbereinigt92,5 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 44111-0008 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 44111-0008, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Häufige Fragen

Was gehört zum Bauhauptgewerbe?

Die Betriebe des Hoch- und Tiefbaus: Rohbau von Wohn- und Nichtwohngebäuden, Straßen, Brücken, Leitungen und vorbereitende Baustellenarbeiten. Installation, Innenausbau und Maler zählen zum Ausbaugewerbe, das eine eigene Statistik hat (Statistisches Bundesamt, Monatsbericht im Bauhauptgewerbe, Tabelle 44111-0008).

Wie hoch war der Auftragseingang im Bau auf seinem Höhepunkt?

Den höchsten Monatswert erreichte der Index im Juni 1994 mit 154,8 Punkten, im Bauboom nach der Wiedervereinigung; den tiefsten im Januar 2010 mit 44,8 Punkten, in einem Wintermonat (Statistisches Bundesamt, Tabelle 44111-0009, Originalwerte, 2021 = 100).

Warum gibt es eine bereinigte Fassung des Auftragseingangs?

Weil Winter, Feiertage und einzelne Großaufträge die Monatswerte stark verschieben. Die kalender- und saisonbereinigte Fassung rechnet das heraus; wer Originalwerte vergleicht, nimmt am besten denselben Monat des Vorjahres (Statistisches Bundesamt, Tabelle 44111-0009).

Das vollständige Dossier

12,00 €
  • Monatsreihe bis Juli 2026
  • Vier weitere Themen: Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, kalender- und saisonbereinigt, Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe, Umsatz im Bauhauptgewerbe, Umsatz im Bauhauptgewerbe, je Monat
  • Sämtliche Werte als Tabelle und als 6 CSV-Dateien
  • Alle 6 Grafiken als SVG und PNG, in Druckauflösung
  • Zitiervorschlag in vier Formaten, fertig zum Einsetzen
  • Farbtafel zum Umfärben auf die eigenen Hausfarben
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