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Asylbewerberleistungen 2025: 15,6 Prozent weniger Empfänger

Der dritte Rückgang in Folge. Die Zahl der Empfänger liegt kaum noch über dem Stand von 2020, die Ausgaben dagegen deutlich darüber.

Frankfurt am Main, 10. September 2026

Gezählt werden alle Menschen, die am Jahresende Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezogen, Regelleistungen für den Lebensunterhalt ebenso wie besondere Leistungen etwa bei Krankheit. Die Ausgaben gelten für das ganze Jahr.

Die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen in Deutschland sank zum Jahresende 2025 gegenüber dem Vorjahr um 15,6 Prozent (Statistisches Bundesamt, Tabelle 22221-0031).

Ende 2025 waren es 399.640 Empfänger, ein Jahr zuvor 473.785. Den höchsten Stand erreichte die Reihe Ende 2022 mit 541.175 Empfängern. Seitdem ist die Zahl in jedem Jahr gesunken, zusammen um mehr als ein Viertel.

Die Zahl liegt fast wieder auf dem Stand von 2020

Ende 2020, als die heutige Zählweise beginnt, bezogen 383.515 Menschen diese Leistungen, so wenige wie seither nie mehr. Bis Ende 2022 stieg die Zahl um 41,1 Prozent. Nach drei Rückgängen liegt sie jetzt noch 4,2 Prozent über dem Ausgangswert.

Die Ausgaben sinken langsamer als die Zahl der Empfänger

Die Bruttoausgaben nach dem Asylbewerberleistungsgesetz lagen 2025 bei 6,2 Milliarden Euro, 8,2 Prozent weniger als im Vorjahr und 47,0 Prozent mehr als 2020. Einen Betrag je Empfänger geben die Zahlen nicht her: Die eine zählt Menschen an einem Stichtag, die andere Geld über zwölf Monate. Das Bundesamt nennt in seiner Meldung nur die Empfänger von Regelleistungen, seine Zahl liegt deshalb etwas niedriger. Den Verlauf seit 2020 neben der übrigen Sozialhilfe zeigt das Dossier zur Sozialhilfe.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Nettoausgaben der Sozialhilfe in Deutschland, 1994 bis 2025 Nettoausgaben der Sozialhilfe in Deutschland, 1994 bis 2025 Tsd. Euro je Jahr 0 10 Mio. 20 Mio. 30 Mio. 1994: 20.703.902 Tsd. Euro 1995: 21.787.520 Tsd. Euro 1996: 20.951.877 Tsd. Euro 1997: 19.775.489 Tsd. Euro 1998: 20.285.946 Tsd. Euro 1999: 20.405.366 Tsd. Euro 2000: 20.863.253 Tsd. Euro 2001: 21.212.904 Tsd. Euro 2002: 21.914.117 Tsd. Euro 2003: 22.569.275 Tsd. Euro 2004: 22.963.941 Tsd. Euro 2005: 17.579.383 Tsd. Euro 2006: 18.109.560 Tsd. Euro 2007: 18.837.809 Tsd. Euro 2008: 19.755.406 Tsd. Euro 2009: 20.930.147 Tsd. Euro 2010: 21.748.822 Tsd. Euro 2011: 22.723.494 Tsd. Euro 2012: 23.956.934 Tsd. Euro 2013: 24.997.135 Tsd. Euro 2014: 26.461.541 Tsd. Euro 2015: 27.742.393 Tsd. Euro 2016: 29.011.293 Tsd. Euro29.011.293 2017: 23.363.257 Tsd. Euro 2018: 24.388.073 Tsd. Euro 2019: 25.953.260 Tsd. Euro 2020: 6.829.991 Tsd. Euro 2021: 7.199.706 Tsd. Euro 2022: 6.129.780 Tsd. Euro 2023: 7.542.324 Tsd. Euro 2024: 8.806.678 Tsd. Euro 2025: 9.705.344 Tsd. Euro9.705.344 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 22111-0001, Stand 30.08.2026 / 11:02:17. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 © statistik-de.de
9,7 Milliarden Euro Sozialhilfe 2025, bei kaum wachsender Empfängerzahl Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22221-0031.

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Häufige Fragen

Wer bekommt Asylbewerberleistungen?

Ausländerinnen und Ausländer, die sich in Deutschland aufhalten und deren Aufenthalt noch nicht dauerhaft geregelt ist, etwa während eines Asylverfahrens oder mit einer Duldung.

Warum nennt das Statistische Bundesamt eine kleinere Zahl?

Die Meldung des Amtes zählt nur Empfänger von Regelleistungen. Die hier genannte Zahl schließt auch Menschen ein, die ausschließlich besondere Leistungen bekommen, etwa bei Krankheit oder Schwangerschaft.

Sinkt die Zahl der Empfänger zum ersten Mal?

Nein. Ende 2022 lag sie am höchsten, seitdem ist sie in jedem Jahr zurückgegangen.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 22221-0031, 22211-0004, Datenstand 15.09.2026 / 10:05:16. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Anlass war die Mitteilung des Bundesamtes vom 10. September 2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/09/PD26_322_222.html Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.