Pressemitteilung
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Staatsschulden steigen bis Ende Juni 2026 auf 2.753,5 Milliarden Euro
Der Schuldenstand der öffentlichen Haushalte wächst im achten Quartal in Folge. Im ersten Halbjahr 2026 kam mehr hinzu als im ganzen Jahr 2024.
Frankfurt am Main, 29. September 2026
Die vierteljährliche Schuldenstatistik zählt, was Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung samt ihren Extrahaushalten bei Banken, Versicherungen und anderen privaten Gläubigern schulden, jeweils zum Quartalsende. Die Werte für das zweite Quartal 2026 sind vorläufig.
Der Öffentliche Gesamthaushalt in Deutschland war zum 30. Juni 2026 nach vorläufigen Ergebnissen beim nicht-öffentlichen Bereich mit 2.753,5 Milliarden Euro verschuldet (Statistisches Bundesamt, Tabelle 71311-0001).
Gegenüber dem Ende des ersten Quartals stieg der Schuldenstand um 26,3 Milliarden Euro oder 1,0 Prozent, gegenüber Ende Juni 2025 um 199,5 Milliarden Euro oder 7,8 Prozent. Seit Jahresbeginn sind 91,9 Milliarden Euro hinzugekommen, mehr als doppelt so viel wie im ersten Halbjahr 2025 mit 45,0 Milliarden Euro. Der größere Teil fiel in die ersten drei Monate: Das erste Quartal 2026 brachte 65,6 Milliarden Euro, den stärksten Zuwachs in einem Quartal seit dem dritten Quartal 2020.
Der Tiefpunkt der Staatsschulden liegt Ende 2019
Von Ende März 2016 bis Ende 2019 sank der Schuldenstand um 134,6 Milliarden Euro auf den niedrigsten Wert der Reihe, 1.899,2 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal 2020 folgte der größte Sprung, 153,8 Milliarden Euro in drei Monaten. Seit dem Tiefpunkt sind die Schulden um 854,3 Milliarden Euro gewachsen.
Die Quartalszahlen sind vorläufig, das Jahr zählt endgültig
Den Stand zum 31. Dezember stellt das Amt später in der jährlichen Schuldenstatistik fest. Für Ende 2025 lag dieser endgültige Wert um 0,7 Milliarden Euro über dem vorläufigen aus der Quartalsstatistik. Wie sich die Schulden auf Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung verteilen, zeigt das Dossier zur Staatsverschuldung.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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